FC Bayern: Aufregung um Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano
Ein Ende in der Causa Dayot Upamecano beim FC Bayern ist in Sicht. Der langanhaltende Poker bringt aber immer noch Kritik mit sich. Im Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und dem französischen Fußball-Nationalspieler Dayot Upamecano könnte es nun schnell gehen. Der "Bild" zufolge werden die neuen Arbeitspapiere aktuell aufgesetzt. Demnach würden "nur noch die Unterschriften beider Parteien" unter dem angeblich bis Ende Juni 2030 datierten neuen Vertrag fehlen. Offizielle Angaben gab es zunächst nicht. Nach Upamecano-Deal: Ist er der Nächste beim FC Bayern ? Nachdem schon Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Poker kritisiert hatte und dabei die Berater ins Visier nahm, hat sich nun auch mit Heribert Bruchhagen ein weiterer Ex-Bundesliga-Boss (Eintracht Frankfurt, HSV) zu der Causa Upamecano kritisch geäußert. "Der FC Bayern ist ein Topverein, da geht man doch nicht weg. Ich habe immer den Spielern Angebote gemacht, da gab es kein Nachverhandeln", so Bruchhagen bei "Sky". "Nachverhandeln würde bei mir bedeuten, dass ich ein verschlechtertes Angebot mache und wenn man diese Linie konsequent beibehält, nutzt man seinem eigenen Verein und die Spieler werden sich darauf einstellen. Dieses Theater, da hätte ich die Geduld verloren und hätte gesagt, der soll abhauen." Die Verhandlungen zwischen den Münchnern und Upamecano ziehen sich schon lange hin. Uli Hoeneß machte für das lange Warten des FC Bayern auf eine Entscheidung das Management von Upamecano verantwortlich. "Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen", sagte Hoeneß dem "Kicker". Der 74-Jährige kritisierte dieses Gebaren scharf. "Über dieses Verhalten bin ich entsetzt", sagte Hoeneß. Öffentliche Attacken des Vereinspatrons gegen Spielerberater sind nicht neu. Sie gab es auch schon bei anderen Bayern-Profis, deren Zukunft in der Vergangenheit offen war. Der Vertrag von Upamecano beim Bundesliga-Tabellenführer läuft am Saisonende aus. Der neue Kontrakt soll ihm laut Berichten ein hohes Jahresgehalt von angeblich 20 Millionen Euro, ein Handgeld in ebenfalls zweistelliger Millionenhöhe und eine von der Spielerseite geforderte Ausstiegsklausel bescheren. Upamecano war im Sommer 2021 für mehr als 40 Millionen Euro von RB Leipzig zu den Bayern gewechselt. Unter Trainer Vincent Kompany ist er einer der absoluten Leistungsträger und Stammspieler in München.