Steinlechner und Wiesberger auch in Doha wieder hinterher
Max Steinlechner und Bernd Wiesberger starten beim Qatar Masters nur mit 73er (+1) Runden ins Turnier und laufen damit auch im Doha GC wieder der erwarteten Cutmarke bereits nach dem ersten Spieltag hinterher.
Für Rookie Max Steinlechner verlief der Start in seine erste DP World Tour Saison alles andere als prickelnd, denn nach wie vor wartet der Tiroler noch auf die ersten Punkte und Preisgeld, da er auch vor Weihnachten bei den beiden Auftritten in Australien bereits vorzeitig die Sachen packen musste. Anders als bei Landsmann Bernd Wiesberger, biegt sich die Formkurve beim 26-jährigen jedoch tendenziell eher in die richtige Richtung, denn nach dem Ausrüsterwechsel zu Srixon fügt sich langsam aber sicher alles zusammen, wie etwa auch eine fehlerlose 2. Runde in der Vorwoche in Bahrain zeigte.
Dank einer hervorragenden Attacke und einem sicheren Zweiputtbirdie beginnt das Turnier für Max mit einem Erfolgserlebnis am Par 5 der 10 zwar absolut nach Maß, allerdings tritt er sich mit einem verpassten Up & Down auf der 11 auch den sofortigen Ausgleich ein und da er nach versandetem Drive und wildem Ritt danach auf der 12 sogar ein Doppelbogey ausfasst, findet er sich rasch sogar nur im deutlichen Plusbereich wieder. Das muntere Hin und Her endet jedoch auch danach nicht, denn dank eines starken Tee Shots kann er am Par 3 der 13 immerhin auch den nächsten roten Eintrag auf die Habenseite ziehen.
Auch weiterhin bringt dies jedoch noch nicht die erhoffte Stabilität, da ein verzogener Abschlag auf der 14 auch prompt den nächsten Fehler aufleuchten lässt. Dank einem Super-Drive am kurzen Par 4 der 16 holt er sich dann zwar stressfrei mit einem Zeiputt das nächste Birdie ab, da es sich nach verzogener Attacke jedoch kurz vor dem Turn am Par 5 der 18 noch ein Fehler bequem macht, bringt er er auch weiterhin noch nicht die gesuchte Konstanz ins Spiel. Aus der Ruhe lässt er sich jedoch auch weiterhin nicht bringen, fokussiert sich sofort wieder perfekt und dreht zu Beginn der Frontnine erstmals richtig auf.
Zunächst gleicht er den Faux-pas direkt auf der nächsten langen Bahn der 1 wieder aus, holt sich danach dank eines starken Eisens das nächste Birdie ab und stopft zum Drüberstreuen am Par 3 der 3 aus 12 Metern einen wahren Monsterputt, womit er sich erstmals seit der ersten Bahn sogar wieder unter Par spielt. Die kurzweilige Performance bekommt dann jedoch kurz danach ein weiteres Kapitel, nachdem er auf der 5 mit einem Dreiputtbogey wieder zurück rasselt. Zum Abschluss der Runde bunkert er sich dann am Par 5 der 9 noch dazu hinter dem Grün ein und unterschreibt mit dem abschließenden Bogey am Ende nur die 73 (+1), womit er erneut als 85. bereits mit Rückstand auf die prognostizierte Cutlinie in den Freitag startet.
Wiesberger mit eiskaltem Putter zur 73
Für Bernd Wiesberger verlief der Start ins neue Jahr alles andere als geplant, denn sowohl beim Rolex Series Event in Dubai, als auch in der Vorwoche in Bahrain war für den Routinier bereits nach 36 Löchern wieder Endstation. Die Formkurve zeigt dabei noch dazu steil nach unten, denn es fehlten zwar in Dubai schon drei Schläge auf den Wochenendeinzug, in Bahrain allerdings hatte der 40-jährige mit dem Cut-Geschehen überhaupt nichts mehr zu tun und verpasste das Wochenende gleich um satte neun Schläge.
Umso wichtiger wäre es für den achtfachen European Tour Champion nun in Doha wieder in die Spur zu finden. Nicht nur um im Ranking weiter Punkte zu sammeln, was angesichts des Verlustes der vollen Kategorie vor allem im Hinblick auf einen Startplatz bei den großen Events enorm wichtig wäre, sondern auch um sich wieder die Sicherheit und die Selbstverständlichkeit im Spiel zurückholen zu können. Immerhin kennt Bernd das Par 72 Gelände aus dem Vorjahr, mit einem 61. Platz war jedoch durchaus Luft nach oben vorhanden.
Nachdem Bernd Wiesberger zunächst auf den ersten beiden Löchern ein wenig mit der Distanzkontrolle in die Grüns zu kämpfen hat, legt er sich auf der 12 die erste echte Birdiechance auf, lässt diese aus zwei Metern jedoch noch ungenützt verstreichen. Zwei Löcher später wird es sogar noch bitterer, denn selbst ein Meter ist für den 14. Schläger derzeit noch zu weit um aus einem starken Eisen erstmals Kapital schlagen zu können. Auch danach zeigt sich der Südburgenländer im Gegensatz zur Vorwoche zwar im langen Spiel sehr souverän, Birdie geht sich jedoch die gesamte hintere Platzhälfte noch keines aus. Das Bild ändert sich auch auf den vorderen Neun nicht, denn auch weiterhin ist Bernd vergeblich auf der Suche nach einem ersten Erfolgserlebnis.
Eine kleine Ungenauigkeit am Par 3 der 3 kann er dann zwar noch folgenlos kaschieren, ein verfehltes Grün auf der 5 wird ihm dann aber nach verschobenem Parputt aus einem Meter zum Verhängnis und lässt nach 13 ereignislosen Löchern das erste Bogey aufleuchten. Das scheint auch Spuren zu hinterlassen, denn direkt danach findet er auch auf der 6 nicht das anvisierte Ziel und schlittert so sogar in einen schwarzen Doppelpack. Erst am Par 5 Schlussloch der 9 erbarmt sich das Gerät fürs Kurzgemhäte dann doch noch und lässt aus knapp sechs Metern vom Vorgrün noch ein erstes Birdie springen. Wie Max Steinlechner steht auch er aber nur mit der 73 (+1) wieder im Clubhaus, womit Österreichs Duo einmal mehr der erwarteten Cutmarke bereits hinterherläuft.
Auch die beiden deutschen Spieler im Feld agieren zum Auftakt einigermaßen schaumgebremst. Nicolai Von Dellingshausen bringt sich jedoch mit einer 71 (-1) immerhin auf Cut-Kurs, während sich Marcel Schneider nach der 73 (+1) das Schicksal mit den beiden Österreichern teilt. Patrick Reed agiert auch weiterhin in beneidenswerter Form, denn nach seinem Sieg in Dubai und der knappen Niederlage im Stechen in Bahrain, teilt sich der US-Amerikaner mit Daniel Hillier (NZL) nach der 65 (-7) auch in Doha wieder die Spitzenposition.
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