Ferrero: Süßwarenhersteller drängt nach Kellogg's-Kauf auf US-Markt
Mit dem strategischen Kauf von WK Kellogg expandiert Ferrero massiv in den US-Frühstücksmarkt. Dort gibt es bereits konkrete Pläne. Der italienische Süßwarenhersteller Ferrero baut seine Präsenz in den USA massiv aus. Nach der milliardenschweren Übernahme der Frühstückssparte WK Kellogg dringt das Familienunternehmen nun auf einen der lukrativsten Märkte weltweit vor: das amerikanische Frühstück. Darüber berichtet das Portal "Bloomberg". Ferrero, bekannt für Marken wie Nutella , Kinder und Rocher, hatte sich in den vergangenen Jahren bereits namhafte US-Produkte wie Butterfinger, BabyRuth und Keebler gesichert. Mit dem Zukauf des traditionsreichen Cereal-Herstellers WK Kellogg – zu dem Klassiker wie Raisin Bran, Corn Flakes und Rice Krispies gehören – will Ferrero seine Marktposition in Nordamerika stärken. Fahrerlose S-Bahn: Milliardenauftrag für Siemens aus Kopenhagen Auftragsplus in der Industrie: Ist das wirklich der Wendepunkt? Langfristige Strategie "Kellogg’s öffnet uns die Tür, um einzutreten", sagte Finanzchef Daniel Martinez Carretero "Bloomberg". In mehr als 90 Prozent der US-Haushalte kommen Zerealien wie die von Kellogg's regelmäßig auf den Tisch – ein strategisches Einfallstor für Ferrero, das bislang vor allem mit Süßwaren präsent war. Die Expansion in den USA ist Teil einer langfristigen Strategie des diskreten Firmenchefs Giovanni Ferrero. Seit dem Tod seines Vaters 2015 hat er den Konzern zur Nummer drei im globalen Markt für Süßwaren und verpackte Desserts ausgebaut. Inzwischen stammen rund 24 Prozent des Umsatzes aus den USA, Kanada und der Karibik . Mit Innovationen wie "Nutella Peanut" – einer Erdnuss-Variante der beliebten Creme – will Ferrero gezielt den Geschmack amerikanischer Konsumenten treffen. Parallel investiert das Unternehmen in lokale Produktion und Marketing, darunter mehrere Super-Bowl-Spots für neue Produkte wie Kinder Bueno.