Dschungelcamp: Gil Ofarim bricht sein Schweigen
Seit 15 Tagen sitzt Gil Ofarim im Dschungelcamp. Seit 15 Tagen wartet das TV-Publikum darauf, dass sich der Sänger zum Vorfall in Leipzig äußert. Jetzt spricht er. 2021 hatte Gil Ofarim einem Mitarbeiter in einem Leipziger Hotel vorgeworfen, ihn antisemitisch beleidigt zu haben. Im November 2023 verlas er dann in einem Gerichtsprozess eine Erklärung, in der er sich entschuldigte und zugab, dass die Vorwürfe unwahr sind. Im Dschungelcamp wurde der 43-Jährige bereits mehrfach darauf angesprochen. Doch Ofarim winkte immer ab: Wegen einer Verschwiegenheitserklärung dürfe er nicht über den angeblichen Vorfall sprechen. Doch jetzt, nach zwei Wochen Dschungel, brach der Sänger sein Schweigen. Simone Ballack sprach ihn direkt an. "Das Gefährlichste im Dschungel sind die Menschen und nicht die Tiere. Ich habe mit dir auch noch ein paar Themen offen, die für mich als Mama schwierig sind", sagte sie zu ihm. Sie habe Nachrichten bekommen, sie solle nicht mit so jemandem in ein Format gehen. Für sie sei das Zusammenleben mit ihm ein "Eiertanz". "Das kann ich nicht nachvollziehen": Simone Ballack teilt gegen Zuschauer aus RTLs Lieblingskind: Gil, Gil, Hurra! Ofarim reagierte darauf wie immer gelassen: "War ich eingebildet, arrogant oder irgendwas von den Sachen, die draußen geschrieben werden?" Ballack verneinte, sagte aber auch: "Wenn man zwei Jahre nicht die Wahrheit sagt, ist es halt schwer, jemandem zu glauben." Ofarim zeigte sich einsichtig: "Okay, alles klar", meinte er und fing dann an, zum ersten Mal im Dschungelcamp über den angeblichen Vorfall zu sprechen. "Ich bin freigesprochen. Also was?" "Es wurde nachgewiesen, dass von allen Kameraaufnahmen mehrere Sekunden gefehlt haben", erklärte Ofarim. "Es gab einen Zeugen, der in der Schlange stand, den ich nicht kenne, der mehrfach ausgesagt hat, dass er den Davidstern gesehen hat. Das Video, das im Umlauf ist, ist nicht das Original. Das Video, das der Digitalforensiker hatte, ist nicht das Original." Abschließend stellte er klar: "Ich bin nicht verurteilt, ich bin nicht vorbestraft. Ich bin freigesprochen. Also was?" Im Dschungeltelefon zeigte sich Ballack davon unbeeindruckt: "Er sagt, dass alle anderen dran schuld sind und, dass alles gar nicht so war und es nicht stimmt." Ofarim hingegen wertete seine Reise nach Australien als positiv. "Jeder der Teilnehmer hier drinnen war skeptisch mir gegenüber und hat sich gefragt, ob er überhaupt antreten will, wenn ich dabei bin. Ich habe mir gewünscht, dass die Menschen mich kennenlernen wollen, wie ich wirklich bin. Der Zuschauer lässt sich nicht verarschen." Er habe im Dschungel viel über sich selbst gelernt, sei dankbar dafür, sich präsentieren zu dürfen und gesehen zu werden. Sein vorgezogenes Fazit für dieses TV-Abenteuer: "Ich kam hier rein mit geneigtem Kopf. Zwei Wochen später kann ich sagen: Ich gehe aufrecht. Ich erlaube mir zu sagen, dass ich stolz auf mich bin." Was ihn stolz mache? Einerseits sein eigenes Verhalten, andererseits die Anrufe der Zuschauenden.