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Rondic trifft beim Heimdebüt – Punkteteilung gegen den VfL Bochum

Ausverkauftes Haus, intensive Zweikämpfe, ein Debüttreffer und Torraumszenen auf beiden Seiten – das Freitagabendspiel des SC Preußen gegen den VfL Bochum hatte viel zu bieten, nur keinen Sieger. Nachdem Neuzugang Imad Rondic die Adlerträger zur Pause in Führung gebracht hatte, glichen die Gäste im zweiten Durchgang durch Koji Miyoshi aus. Über die Punkteteilung an sich ärgerte sich Trainer Alexander Ende weniger als über die Art und Weise, wie diese zu Stande kam.

„Das kann nicht der Weg der nächsten Wochen sein. Ich glaube nicht, dass uns diese Spielweise mit den vielen langen Schlägen zum Erfolg führen wird“, sagte Ende im Anschluss an das 1:1 gegen den Tabellenachten. Die Statistik belegt, was der Coach von der Seitenlinie vernahm: 46 % Ballbesitz und eine Passquote von lediglich 75 % sind ungewöhnliche Werte für die Adlerträger, denen Ende jedoch auch ein Kompliment aussprach: „Sie haben heute mal wieder in einer ungewohnten Formation wahnsinnig viel Herz gezeigt.“

Schließlich war der Preußentrainer im Vergleich zum Unentschieden in Nürnberg zu drei Änderungen gezwungen. So feierte Rondic sein Startelf-Debüt für den SCP, in der Innenverteidigung vertrat Torge Paetow den gelbgesperrten Jannis Heuer. Außerdem ersetzte Marco Meyerhöfer auf links Mikkel Kirkeskov, der aufgrund von Adduktorenproblemen ausfiel. Vor 10.642 Zuschauern entwickelte sich im Münsteraner Dauerregen von Beginn eine umkämpfte Partie, in der beide Teams früh störten und so Fehler im Spielaufbau provozierten. Das erste offensive Ausrufezeichen setzten jedoch die Gäste. Eine Flanke von Callum Marshall rutschte zum völlig freistehenden Koji Miyoshi durch – mit einer Glanztat verhinderte der herausstürmende Johannes Schenk den frühen Einschlag (12.). Auch die zweite Chance gehörte dem VfL, diesmal scheiterte Gerrit Holtmann mit einem nicht ungefährlichen Abschluss am Preußen-Schlussmann (19.). Sieben Minuten später hatte dann auch der SCP seine erste gute Gelegenheit. Und wie: Jano ter Horst verlängerte einen Eckball auf den zweiten Posten, wo sowohl Paetow als auch Rondic komplett alleine gelassen wurden. Letztendlich erwischte der Innenverteidiger den Ball nicht richtig und zog über den Kasten von Timo Horn (26.). Daraufhin stellten auch die Bochumer ihre Standardqualität unter Beweis, erneut war Schenk zur Stelle und vereitelte eine Doppelchance der Blau-Weißen (29.). Für einen Moment schien sich das Spielgeschehen wieder zu beruhigen, da klingelte es im VfL-Kasten. Jorrit Hendrix hatte Rondic, der sich im genau richtigen Moment aus dem Abseits heraus bewegt hatte, mit einem schönen Steilpass in Szene gesetzt. Der Bosnier blieb ganz cool und bezwang VfL-Schnapper Horn mit einem herrlichen Lupfer zur Halbzeitführung für die Preußen (35.).

Mit viel Schwung kamen die Adlerträger aus der Kabine, die ersten Gelegenheiten verzeichnete aber auch diesmal der Gegner. Erst verpasste Miyoshi mit einer Direktabnahme am Fünfmeterraum nur knapp sein Ziel (56.), dann fand der davongeeilte Holtmann in Schenk seinen Meister (58.). Zwei Zeigerumdrehungen später lag der Ball allerdings ein zweites Mal vor der Ostkurve im Netz: Der großgewachsene Philipp Hofmann hatte einen Flankenball perfekt für den heranstürmenden Miyoshi abgelegt, der nur noch einschieben musste (60.). Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten, doch sowohl Jano ter Horst als Paetow scheiterten mit ihren Abschlüssen an Horn (64. und 65.). Von nun an war in beide Richtungen alles möglich, gegen den eingewechselten Moritz Kwarteng war Schenk aber wieder einmal zur Stelle (73.). Auf der Gegenseite fehlte ter Horst nach einer Einwurf-Flanke von Paetow nicht viel zur erneuten Preußenführung (76.). In der Schlussviertelstunde, in der Neuzugang Tobias Raschl sein Debüt feiern durfte, war zunächst kein Team wirklich zwingend. Dann hatte aber der Gast beinahe das letzte Wort: Nach einem schnellen Konter kam der eingewechselte Oliver Olsen zum Abschluss, doch ter Horst klärte noch vor der Torlinie (90+3). Die Szene war sinnbildlich für eine kämpferisch überragende Leistung des Rechtsverteidigers und zugleich der Schlusspunkt eines auf wie neben dem Platz recht fairen, aber intensiven Spiels.

Spieldaten

Aufstellung SCP: Schenk – ter Horst, Paetow, Jaeckel, Meyerhöfer – Benger (Preißinger, 76.) – Sertdemir (Raschl, 76.), Hendrix – Amenydio (Makridis, 85.) – Rondic (Schulz, 67.), Batista Meier (Yamada, 85.)

Aufstellung BOC: Horn – Morgalla (Olsen, 62.), Loosli, Strompf, Wittek – Lenz – Miyoshi (Kwarteng, 62.), Onyeka, Holtmann (Pannewig, 76.) – Marshall (Alfa-Ruprecht, 90.), Hofmann

Tore: 1:0 Rondic (35.) 1:1 Miyoshi (60.)

Gelbe Karten: Hendrix, Raschl / Miyoshi, Lenz

Schiedsrichter: Patrick Alt

Zuschauer: 10.642

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