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Jeffrey Epstein: Neue Dokumente zeigen Unstimmigkeiten zur Todesnacht

Laut offizieller Darstellung hat sich Jeffrey Epstein selbst umgebracht. Daran gibt es Zweifel. Neue Dokumente zeigen nun Widersprüche auf. Der Tod des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gibt weiter Rätsel auf. Epstein starb in der Nacht vom 9. auf den 10. August 2019, er wurde tot in seiner Gefängniszelle gefunden. Laut offiziellen Angaben war es Suizid. Doch daran gibt es immer wieder Zweifel. Diese werden nun durch neue Dokumente aus den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten genährt. Dabei handelt es sich um ein Protokoll der Auswertung der Überwachungsaufnahmen seiner Todesnacht. Das Überwachungsvideo zeigt dabei eine Treppe, die direkt zu Epsteins isoliertem Zellenblock führt. Laut offiziellen Angaben soll diesen Bereich in der Nacht seines Todes niemand betreten haben. Fall Epstein: Trump-Vertraute verstricken sich in Widersprüche Russische Spionage: Merz muss die Epstein-Akten zur Chefsache machen Aus dem Beobachtungsprotokoll des FBI geht nun aber ein Detail hervor, das in bisherigen Darstellungen nicht auftaucht, wie der US-Sender CBS News berichtet. So heißt es in einem Beobachtungsprotokoll des FBI: "Ein orangefarbener Blitz scheint die Treppe der L-Ebene hinaufzugehen – könnte möglicherweise ein Häftling sein, der in diese Ebene eskortiert wird." Auch im Protokoll des Büros des Generalinspektors des Justizministeriums kommt der orange Blitz vor, wird allerdings anders interpretiert. Dort wird ein Beamter mit orangefarbener "Wäsche oder Bettzeug" vermutet. Widersprüchliche Angaben in Berichten Im Abschlussbericht des Generalinspekteurs heißt es dann: "Gegen 22.39 Uhr ging ein nicht identifizierter Wachhabender die Treppe im Untergeschoss hinauf und tauchte um 22.41 Uhr wieder im Sichtfeld der Kamera auf." Laut von CBS News befragten Videoanalysten handelt es sich wahrscheinlich um einen Häftling oder jemandem in orangefarbener Gefängniskleidung. Die Aufnahmen widersprechen damit den zuvor getätigten Aussagen. Der frühere stellvertretende FBI-Direktor Dan Bongino sagte bei der Sendung "Fox & Friends": "Es gibt ein Video, kristallklar – er ist die einzige Person dort drin und die einzige Person, die hinein- oder herauskommt. Man kann es sehen." Auch der damalige Justizminister Bill Barr erklärte, dass in der Todesnacht niemand Epsteins Bereich betreten habe. Die neuen Akten zeigen dabei auch die Protokolle der Vernehmungen aus dem Gefängnis, darunter auch die schichthabenden Beamten Tova Noel und Ghitto Bonhomme. Zu der orangen Person wurden beide allerdings nicht befragt. Unklar, wer die orange Person ist Eine weitere Untersuchung aus den Akten widerspricht aber der Annahme, es könnte sich bei der orangen Person um Noel gehandelt haben. Dieser hatte zuvor erklärt: "Ich habe nie Wäsche ausgegeben. Nie. Das wird in der vorherigen Schicht gemacht." Bonhomme gab an, während der besagten Zeit geschlafen zu haben. Um Mitternacht wurde von er einem Mann namens Michael Thomas abgelöst. Dieser gab später an, Epstein gegen 6.30 Uhr tot in seiner Zelle entdeckt zu haben. Die neuen Dokumente zeigen zudem, dass das Büro des leitenden Gerichtsmediziners von New York City sechs Tage nach Epsteins Tod die Überwachungsaufnahmen des Gefängnisses sichtete. Die Beamten kamen demnach zu dem Schluss, dass das Video zu unscharf sei, um Personen zu identifizieren. Stunden später erklärte das Büro Epsteins Suizid.

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