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Olympia: Erstes Gold für Deutschland – Rodler Langenhan triumphiert

Der 26-Jährige sichert dem deutschen Team die erste Goldmedaille dieser Olympischen Spiele. Im entscheidenden Durchgang wird es nochmal spannend. Rennrodel-Weltmeister Max Langenhan hat bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die erste Goldmedaille für das deutsche Team erkämpft. Der 26-Jährige aus Thüringen triumphierte am Sonntagabend im Eiskanal von Cortina im Einsitzer. Mit 0,596 Sekunden Vorsprung verwies Langenhan den Österreicher Jonas Müller auf Rang zwei. Dritter wurde wie schon vor vier Jahren in Peking der Italiener Dominik Fischnaller. Dabei hatte Langenhan vor dem Start der Rodelrennen noch eine Absage in Betracht gezogen, da er einen steifen Hals hatte. Der 1,90 Meter große Athlet biss sich durch und ist nach Platz sechs in Peking vor vier Jahren nun am Ziel seiner Träume. Olympia 2026: Der Langenhan-Triumph um Nachlesen im Ticker Der Weltcupführende Felix Loch aus Berchtesgaden patzte mehrmals und musste sich bei seinen fünften Winterspielen mit Rang sechs begnügen. Nach dem Zieleinlauf wurde er von seinem Vater Norbert in den Arm genommen. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo kam auf Rang neun. "Wahnsinn": Langenhans starker Rückhalt Langenhan, der am vorletzten Olympia-Tag am 21. Februar seinen 27. Geburtstag feiert, kommt aus der Party-Stimmung nicht mehr raus. Der Thüringer aus Ernstroda bei Friedrichroda hat eine riesige Fangemeinde dabei, dazu seine Eltern, seine vier Geschwister und seine Freundin Susanne. Allein 100 Fans verfolgten seinen Gold-Coup. Nach einem Zwischenstopp in Innsbruck sind die Fans noch eine Woche in Welsberg-Taisten im Pustertal. Sie haben extra einen großen Bus für die Reise in den Dolomiten angemietet. Langenhan bezeichnet den Rückhalt als "Wahnsinn". Doch er weiß auch, sein Umfeld zu begeistern. "Er ist ein Teamplayer in einer Einzelsportart, nimmt sich ganz bewusst Zeit für Kinder, für Fans, für Sponsoren, ja für alle", sagte sein Manager Jens Roß der "Südthüringer Zeitung". Dabei war Langenhan zur Halbzeit nicht zufrieden. "Ich wollte hier bei Olympia vier perfekte Läufe hinlegen. Diese Chance wurde mir mit dem steifen Hals genommen. Ich war froh, dass ich den Hals überhaupt ein wenig bewegen konnte", sagte Langenhan. Notfalls müsse eine Spritze helfen, damit sich die Muskulatur entspannt. Diese Option wollte er sich für den zweiten Wettkampftag oder für den Notfall aufsparen. Nun gab es doch den ganz großen Erfolg.

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