Alexej Nawalny: Beweise für Vergiftung des Kreml-Kritikers
Der russische Regimekritiker Nawalny starb 2024 in russischer Haft. Offiziell an einer "Kombination von Krankheiten". Nun liegen wohl Belege für seine Vergiftung vor. Die Länder Großbritannien , Frankreich , Deutschland, Schweden und Niederlande legten am Samstag Beweise vor, wonach der russische Regimekritiker Alexej Nawalny in russischer Haft an den Folgen einer Vergiftung gestorben ist. Demnach wurde in Leichenproben Nawalnys die Substanz Epibatidin nachgewiesen – ein Gift, das in Pfeilgiftfröschen vorkommt. Das berichtete das Magazin "Der Spiegel". Die fünf Länder präsentierten die Belege am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Entsprechende Gewebeproben waren Nawalny nach seinem Tod 2024 geheim entnommen und aus Russland geschafft worden, hieß es. Nawalny war 2024 in russischer Haft gestorben. Er hatte zuvor 2020 einen Giftanschlag überlebt. Auf Drängen der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war der russische Oppositionelle damals nach Deutschland ausgeflogen und an der Berliner Charité behandelt worden. Doch kehrte er nach seiner Genesung nach Russland zurück, um seinen Kampf gegen Korruption im Land von Staatschef Wladimir Putin fortzusetzen. Im Januar 2021 war er erneut festgenommen und inhaftiert worden. Die Behörden hatten demnach ein Verfahren zur Vollstreckung einer bereits 2014 verhängten Bewährungsstrafe eingeleitet. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) hatte dieses Verfahren Anfang Februar als rechtswidrig verurteilt. Mehr in Kürze.