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WNBL-Rückblick: BASS überrascht in Köln, Stuttgart siegt in Heidelberg

Wir blicken auf einen spektakulären Playoff-Auftakt mit Überraschungen und Kantersiegen zurück. Während BASS ein knappes Spiel auswärts in Köln gewinnt, schwächeln die Risterinnen zu hause gegen Osnabrück abermals in der Schlussphase. Im Süden gelang dem MTV Stuttgart ebenfalls der Matchball gegen die favorisierten aber personal geschwächten Basket-Girls Rhein-Neckar. In den Playdowns setzten sich neben der BBA Ludwigsburg auch die Talents BonnRhöndorf durch, die gegen das RegioTeam den ersten Saisonsieg einfuhren.

Achtelfinale Nord

SC Rist Wedel – Junior-Team Osnabrück/Artland 61:70
Ohne WNBL-Allstar Samira Kama unterlag der SC vor heimischer Kulisse gegen das Junior-Team. In einer wie prognostiziert ausgeglichenen Partie lagen beide Team bis zum Start des letzten Viertels auf Augenhöhe. Die physischen Vorteile der Osnabrücker, die besonders über Leni Ruholl (22 PTS, 12 REB) nur schwer zu stoppen waren, machten sich dann aber bemerkbar. Wedel bekam keine Kontrolle auf den Rebound und zeigte Nerven von der Freiwurflinie. So konnten die Gäste den entscheidenden Lauf starten und sich fürs Rückspiel den Matchball sichern. Neben Ruholl steuerten auch Emilia Atsür (14 PTS) und Teodora Zecevic (12 PTS, 13 REB) wichtige Akzente bei.

ALBA Berlin – Rhein Bascats Düsseldorf 120:65
Ein wahres Feuerwerk brannten die Spielerinnen von ALBA Berlin ab. 120 Punkte, 33 Assists und starke Quoten aus dem Feld sichern einen komfortablen Auftaktsieg in der Achtelfinalserie. Düsseldorf um Topscorerin Laura Knaup (29 PTS) geriet früh ins Hintertreffen und hatte defensiv keine Lösungen für das Berliner Team. Bis auf die Dreierquote schaffte man es auch offensiv zu selten eigene Läufe zu generieren. Besonders in der Zone blieb der Weg für Bjeltschik und CO. versperrt. Neben der alles überstrahlenden Carolina Heymann (33 PTS), die sich in den letzten Wochen mehr und mehr in den Fokus spielen konnte, waren auch Mathilda Haensch (14 PTS, 8 REB) und Helene Lehmann (12 PTS, 8 AST) Aktivposten.

Phoenix-TSV Hagen – TuS Lichterfelde 101:42
Pure Dominanz in Hagen. Mit einem Halbzeitstand von 55:12 dürfte das Kräfteverhältnis zwischen Hagen und Lichterfelde schnell erklärt sein. Die Gäste bekamen zu keinem Zeitpunkt einen Fuß auf den Boden und bis auf wenige Phasen chancenlos. Auch bedingt von 47 Steals spielten sich die Gastgeber in eine Offensivrausch. Angeführt von Lia Wasielewski (27 PTS) punkteten auch Darina Zraychenko (17 PTS), Emma Huppertz (15 PTS), Katharina Welzel (14 PTS) und Hannah Abramowski (12 PTS) zweistellig. Hagen wird weiterhin auf einen ebenbürtigen Gegner warten müssen, auf den man eventuell im Viertelfinale trifft.

Achtelfinale Süd

TG Main Sharks Würzburg – MTV München 114:37
München hatte in Würzburg nichts zu melden. Der Unterschied zwischen den Bilanzen von 9/1 zu 2/8 über die Hauptrunde machte sich von Beginn an bemerkbar. Aus dem Feld blieben die Gäste bei nur zehn Treffern beinahe wirkungslos und hatten auf den Gegenseite alle Hände voll zu tun die Sharks-Stars Mia Wiegand (25 PTS) und Moescha Bakam (19 PTS, 13 REB) in den Griff zu kriegen. Gelingen tat dies offensichtlich nicht. Zudem erwischten auch Neire Mihailescu (17 PTS) und Tereza Sykorova (15 PTS, 11 REB) produktive Tage. Wie bereits in der Vorschau erwähnt hat der MTV in dieser Saison kein Playoff-Format, traf allerdings mit Würzburg auch auf einen der Top-Aspiranten auf den Titel.

TS Jahn München – Junior Falcons Homburg 92:63
Die Gäste spielten eine starke erste Halbzeit, konnten aber besonders im dritten Viertel nicht mehr Schritt halten. Zur Pause lag die TS Jahn nur mit einem Punkt in Front und hatte seine Mühe mit den hessischen Gästen. Beide Teams trafen über die gesamte Partie hochprozentig, wobei sich die Gastgeber deutlich mehr Würfe erspielten und dies ohne eine Vielzahl von Falcons Turnovern. Einen absoluten Sahnetag erwischte Fanny Kirchhoff, die 29 Punkte auflegte. Ihrem Beispiel folgten Matilda Blanarik (20 PTS) und Emma Steinbicker (14 PTS). Noch vermisst wird Anna Matic. Für die Falcons sorgten mit Emily Haux (20 PTS) und Valentina Beising (16 PTS) zwei bekannte Gesichter für Lichtblicke.

USC Freiburg – Post SV Nürnberg 81:68
Nürnberg schlug sich wacker, ließ aber besonders im dritten Viertel zu lange schleifen und konnte die Partie trotz spätem Aufbäumen nicht mehr drehen. Freiburg erwischte den besseren Start, konnte aber nicht verhindern dass Nürnberg, besonders in Persona Noemi Schoenauer (37 PTS) offensiven Rhythmus fand. Im Laufe der zweiten Halbzeit zogen die Gastgeber das Tempo aber an. Dank der Allstars Karla Paradzik (22 PTS) und Lara Gierlich (18 PTS), die besonders in Halbzeit eins überzeugten gelang es dem USC den Vorsprung zu verwalten.

Basket-Girls Rhein-Neckar – MTV Stuttgart 64:69
Stuttgart dominiert die erste Halbzeit und behält in der Schlussphase die Nerven. Ohne die verletzte Carla Koch fehlte den Basket-Girls defensiv wie offensiv der nötige Punch. Besonders von der Dreierlinie gelang einem wie allerdings auch den Gästen wenig. Der MTV konnte sich im zweiten Viertel einen etwas deutlicheren Vorsprung erspielen, den Rhein-Neckar nicht mehr kontern konnte. Leonie Pfanzelt (12 PTS), Greta Metz (12 PTS) und Leni Schramm-Bünning (13 PTS, 11 REB) gingen somit leer aus. Auf der anderen Seite war der Jubel bei Katara Lischka (22 PTS), Selin Bandirma (12 PTS, 9 REB) und Diana Ivancic (12 PTS, 7 REB) sowie dem Rest groß.

Aufsteiger feiert Playoffsieg: Diana Ivancic und der MTV Stuttgart siegten überraschend in Heidelberg.

Abstiegsrunde Süd

Talents BonnRhöndorf – RegioTeam Stuttgart 69:52
Großer Jubel in Bonn! Nach neun Spielen ohne Sieg, haben es die Talents im zehnten Anlauf geschafft. Gegen das RegioTeam Stuttgart, welches als leichter Favorit in das Spiel ging, lieferten die Gastgeber eine starke Vorstellung ab und belohnten sich mit wichtigen Punkten. Mit dem Sieg zieht Bonn zunächst an Stuttgart vorbei und über den Strich. Wegbereiter dafür waren insbesondere Linda Thimm (17 PTS) und Magdalena Weitz (11 PTS). Die beste Punkteausbeute von Alicia Kugler (20 PTS) blieb unbelohnt.

Rhein-Main Baskets – Porsche BBA Ludwigsburg 68:53
Auch die Rhein-Main Baskets konnten einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen und gewannen ohne Dilara Özdemir souverän gegen Ludwigsburg. Diese lagen über weite Strecken auf Augenhöhe, ließen dann aber zu viele Lücken in der Defensive, die die Gastgeber im Schlussviertel eiskalt bestraften. Obgleich zwölf Punkte von Jamie Zentgraf (16 PTS, 10 REB) in den letzten zehn Minuten, hatten die Baskets um die umtriebigen Maya Bauer (15 PTS, 11 REB) und Ella Sterling (13 PTS) die Kontrolle.

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