Marius Borg Høiby: Sohn von Mette-Marit irritiert mit Aussagen vor Gericht
Am elften Prozesstag äußert sich Marius Borg Høiby erneut selbst zu den Vergewaltigungsvorwürfen. Seine Worte lassen aufhorchen. Marius Borg Høiby muss sich seit dem 3. Februar vor dem Osloer Gericht verantworten. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit und Stiefsohn von Kronprinz Haakon, wurde von der Staatsanwaltschaft in 38 Punkten angeklagt. Die Rede ist von vier Vergewaltigungen, Misshandlung einer ehemaligen Lebensgefährtin, mehreren Gewalttaten, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Verstößen gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer anderen Lebensgefährtin, unerlaubten Videoaufnahmen von Genitalien mehrerer Frauen, Morddrohungen, Beleidigung der Polizei und Verkehrsverstößen. Marius Borg Høiby: Die wichtigsten Frauen im Vergewaltigungsprozess Vergewaltigte er sein Tinder-Date? Marius Borg Høiby widerspricht sich vor Gericht An Tag elf vor Gericht steht die mutmaßliche Vergewaltigung des vierten Opfers im Fokus. Auf Høibys Handy waren mehrere Filmdateien gefunden worden. 27 Videos soll er am 2. November 2024, der Nacht der mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Osloer Hotel, von der Frau gemacht haben. Diese soll laut Schlafforscher Ståle Pallesen, der im Prozess ebenfalls aussagte, schlaftrunken gewesen sein. "In diesem Zustand dauert es eine Weile, bis man verarbeitet, was geschieht. Möglicherweise war sie aufgrund von Schlaf oder Schlaftrunk nicht in der Lage, den Handlungen Widerstand zu leisten", sagte er laut "VG". Auf die Frage, warum er überhaupt gefilmt habe, antwortete Høiby schlicht: "Ich filme gerne." Auf die weitere Nachfrage, weshalb er nur die Genitalien gefilmt habe, erklärte er: "Das interessiert mich halt." Schließlich wollte der Staatsanwalt wissen, warum er die Videos nicht gelöscht habe – und Høiby antwortete: "Ich habe sie mir angesehen, ich fand sie gut." "Ich sehe das nicht als problematisch an" Der 29-Jährige versuchte, die Aufnahmen zu rechtfertigen: "Wie ich bereits sagte, habe ich nicht um Erlaubnis gefragt, aber es stand außer Frage, dass sie sie mitbekommen hat." Außerdem sehe er kein Problem darin, eine Frau zu filmen, die sich für die Erotik-Plattform OnlyFans interessiert. Das mutmaßliche Opfer habe ihm zufolge überlegt, OnlyFans-Model zu werden. Als der Staatsanwalt fragte, ob diese Information das Filmen rechtfertigen würde, räumte Høiby zwar ein, dass er um Erlaubnis hätte fragen müssen, betonte aber auch: "Ich sehe das nicht als problematisch an." Dass die Frau geschlafen habe, könne er sich nicht vorstellen. Die Frau sagte zudem aus, dass sie an einem Punkt sogar "Stopp" gesagt habe. Daran könne sich Høiby nicht erinnern. Er führte aus: "Wenn sie 'Stopp' sagt, dann ist Schluss, das ist völlig verständlich, und so ist es eben. Wenn sie sagt: 'Ich bin müde', dann wäre es vielleicht in Ordnung, noch ein bisschen weiterzumachen. Aber ich erinnere mich nicht an eine konkrete Situation."