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Iran: US-Ex-General glaubt an Kriegsende in Stunden

Was passiert, wenn die Diplomatie zwischen den USA und dem Iran scheitert? Ein ehemaliger US-General glaubt an ein schnelles Kriegsende. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran nehmen weiter zu. In den vergangenen zwei Wochen verlegte das US-Militär eine beispiellose Streitmacht in den Nahen Osten, die eingesetzt werden könnte, sollten die Gespräche über das iranische Atomprogramm scheitern. Sollte es tatsächlich zum Krieg zwischen den beiden Staaten kommen, glaubt Bob Harward an einen schnellen Sieg der Vereinigten Staaten. Er war früher Vizechef des US-Zentralkommandos Centcom, zuständig für den Nahen Osten, Zentral- und Südasien. "Wenn man die iranische Revolutionsgarde ins Visier nimmt und deren Hauptquartiere und Einrichtungen angreift, kann man das wahrscheinlich in nur wenigen Stunden erledigen. Das ist beispiellos", sagt der Ex-General der israelischen Zeitung "Jerusalem Post". Hinweis auf Krieg gegen den Iran: Diese Verlegung lässt aufhorchen Bis zum Regimewechsel: USA sollen gezielte Tötungen im Iran planen Früher hätten die Vereinigten Staaten täglich nur 40 bis 50 Ziele pro Tag aus der Luft treffen können. Das habe sich – unter anderem durch die Kriege im Irak und in Afghanistan – verändert. Mittlerweile hätten die USA die Fähigkeiten, um "täglich hunderte Schläge durchzuführen", so Harward. Das verändere die strategische Ausgangslage grundlegend. Ex-General geht von mehreren Angriffswellen aus Harward, der einst als Vizeadmiral in der US-Marine diente, geht davon aus, dass eine erste Angriffswelle auf strategische Raketeneinrichtungen zielen würde. In einem zweiten Schritt könnten dann Einheiten der Revolutionsgarde angegriffen werden, die für mögliche Vergeltungsschläge infrage kämen. "Ich glaube nicht, dass jemand das Ausmaß oder die Kapazität, über die wir verfügen, wirklich versteht, weil es noch nie jemand zuvor gesehen hat", so der Ex-General. Vollkommen offen ist bislang, ob die USA den Iran wirklich angreifen wollen. Wie der Fernsehsender CNN berichtet, liegen derzeit verschiedene militärische Optionen auf Donald Trumps Tisch, die Bandbreite reiche von punktuellen Angriffen bis hin zu längeren Operationen. Insbesondere die Verlegung eines bestimmten Flugzeugtyps könnte ein deutliches Zeichen sein, dass die Zeichen auf Angriff stehen. Offiziell erklärt Washington allerdings immer wieder, zuerst eine diplomatische Lösung mit dem Regime in Teheran finden zu wollen.

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