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Coming-of-Age | Gegenentwurf zu Nabokovs Lolita: „Ein Mädchen verließ das Zimmer“

Ein verstörender, glänzend erzählter Roman über Macht, Verletzung und Befreiung: Die dänische Schriftstellerin Ulrikka S. Gernes lässt ein Mädchen aus den Schatten einer toxischen Liebe treten. Eine schmerzhafte Lektüre, die transformiert

Der Roman Ein Mädchen verließ das Zimmer der dänischen Autorin Ulrikka S. Gernes beginnt mit einem poetischen Bild: „Ein großer Nachtfalter hat sich in den Regionalzug nach Nykøbing Falster verirrt. Es ist ein Samstagabend Ende August, ich reise von einer Lesung in Vindeby nach Hause. Lolland mag schön sein, aber mich macht die Provinz immer nervös. Ich gehöre nicht dazu, auch hier nicht. Der Falter taumelt umher, prallt gegen die Scheiben.“

Der Falter, der in Gefangenschaft geraten ist und nach einem Ausweg sucht, weist auf die schmerzhaften Verirrungen hin, die Tanja Vester, Ich-Erzählerin dieses Romans, als junges Mädchen hat machen müssen. Sie erzeugen bei der längst erwachsenen Frau noch immer ein Gefühl der U

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