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Falls Hisbollah eingreift: Israel droht mit Angriffen auf zivile Infrastruktur in Libanon

Israel hat Libanon gedroht, das Land im Falle einer Beteiligung der Hisbollah an einem möglichen Krieg zwischen den USA und Iran hart zu treffen, einschließlich wichtiger ziviler Infrastruktur wie Flughäfen. Dies berichteten am Dienstag Reuters zufolge zwei ranghohe libanesische Beamte.

Demnach habe Israel eine indirekte Botschaft an Beirut gesendet, in der es klarstellte, dass ein solcher Einsatz der von Iran unterstützten Hisbollah‑Miliz ernsthafte Konsequenzen für Libanon nach sich ziehen würde.

Die Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun hätten auf Anfragen für eine Stellungnahme zunächst nicht reagiert.

Diese Warnung erfolgt vor einer für Donnerstag in Genf geplanten dritten Runde von Atomgesprächen zwischen den USA und Iran, während die Spannungen in der Region zunehmen.

Israel hatte 2024 in einer erheblichen Militärkampagne schwere Schläge gegen die von Iran unterstützte Hisbollah geführt, bei der ihr Anführer sowie tausende Kämpfer getötet und große Teile ihrer Waffen vernichtet wurden.

Als Reaktion auf die steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran ordnete kürzlich das US‑Außenministerium den Abzug nicht notwendigen Personals und dessen Familien aus der US‑Botschaft in Beirut an.

Der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Chamenei hat unlängst gewarnt, dass ein Angriff der USA auf Iran nicht auf einen begrenzten Konflikt beschränkt bleiben würde. Ein solcher Krieg könnte sich auf den gesamten Nahen Osten ausdehnen und weitere Staaten in der Region einbeziehen. Chamenei betonte, dass diese Reaktion als Konsequenz auf die wachsenden militärischen Spannungen und mögliche US‑Angriffe zu sehen sei.

Mehr zum Thema – NYT: Chamenei stärkt Berater für Attentatsfall

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