Merz in China: Kanzler sichert Großauftrag über 120 Flugzeuge von Airbus
Kanzler Merz ist mit großer Wirtschaftsdelegation in China. Für Europas Flugzeugbauer Airbus hat sich die Reise offenbar schon gelohnt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Besuch in Peking einen chinesischen Großauftrag für den europäischen Flugzeugbauer Airbus angekündigt. "Wir haben gerade die Nachricht bekommen, dass die chinesische Führung bei dem Unternehmen Airbus eine größere Zahl weiterer Flugzeuge bestellen wird", sagte Merz am Mittwoch in Peking nach seinem Treffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping . "Es wird insgesamt bis zu 120 zusätzliche Flugzeuge geben, die bei Airbus bestellt werden." Merz wird bei seinem Antrittsbesuch in China von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. Es sei in Peking auch für andere Unternehmen "ganz konkret" um neue Verträge gegangen, sagte der Kanzler. "Wir haben weitere Verträge in Aussicht, die geschlossen werden." Über diese sei "aber noch nicht endgültig entschieden". Merz beklagt in China "Ungleichgewicht in der Handelsbilanz" Konkrete Verträge seien "nicht der alleinige Grund" seiner Reise, betonte Merz. "Wir wollen insgesamt die Erfolgsgeschichte der Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland fortsetzen." Dies geschehe aber nicht von allein. "Dafür braucht es zum Beispiel einen geregelten Zugang zu unseren Märkten. Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen muss fair sein", mahnte Merz. "Wir benötigen Transparenz, wir benötigen Verlässlichkeit" und es müssten "gemeinsam gesetzte Regeln" gelten, fuhr Merz fort. Er habe in seinen Gesprächen mit der chinesischen Führung darauf hingewiesen, "dass wir ein ziemliches Ungleichgewicht in der Handelsbilanz seit etwa zwei Jahren haben". Diese Ungleichgewichte, "die vor allen Dingen aus Überkapazitäten in China entstanden sind", müssten abgebaut werden. "Wir wollen außerdem über Zugangsbeschränkungen und über Exportrestriktionen weiter sprechen", kündigte der Kanzler an.