Champions League: Gianluca Prestianni bleibt nach Rassismus-Eklat gesperrt
Das Champions-League-Hinspiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid lieferte einen Eklat. Vor dem Rückspiel ist nun eine Entscheidung gefallen. In der Zwischenrunde der Champions League kämpfen Real Madrid und Benfica Lissabon am Mittwochabend (21 Uhr, im Liveticker bei t-online) um den Einzug ins Achtelfinale. Die Portugiesen müssen dabei auf Gianluca Prestianni verzichten. Die Uefa hat am Nachmittag bestätigt, dass der Argentinier in Folge des Rassismusvorwurfs im Hinspiel vor einer Woche für ein Spiel gesperrt bleibt. Benfica hatte gegen die Strafe Einspruch eingelegt, der Verband hat diesen jetzt aber abgewiesen. "Die von SL Benfica eingereichte Berufung wird zurückgewiesen. Folglich wird die Entscheidung der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Uefa vom 23. Februar 2026 bestätigt", verkündete die Uefa in einer Mitteilung. "Herr Gianluca Prestianni bleibt vorläufig für das nächste Spiel im Uefa-Klubwettbewerb, für das er ansonsten spielberechtigt wäre, gesperrt." Prestianni könnte noch länger gesperrt werden Der Benfica-Profi soll Real-Spieler Vinícius Júnior im Hinspiel rassistisch beleidigt haben, nachdem der Brasilianer beim 1:0-Auswärtssieg seiner Mannschaft das einzige Tor erzielt hatte. Die Partie war kurzzeitig unterbrochen worden, nachdem Vinícius Júnior den Schiedsrichter auf die rassistischen Äußerungen hingewiesen hatte. "Der Spieler mit der Nummer 25 hat Vini fünfmal als Affen bezeichnet. Dieser Kerl hat es nicht mehr verdient, in der Champions League zu spielen, aber wir werden sehen, was passiert", bestätigte Kylian Mbappé die Darstellung seines Teamkollegen. Prestianni hingegen streitet die Vorwürfe ab. Der Klub aus Lissabon hat den Offensivspieler in Person von Trainer José Mourinho und Präsident Rui Costa verteidigt, in der Folge Einspruch gegen das vorläufige Uefa-Urteil eingelegt. Mit der Zurückweisung vonseiten des Verbands ist das Thema nur kurzzeitig geklärt, denn die Untersuchungen gegen Prestianni laufen weiterhin. Sind diese final abgeschlossen, droht ihm eine längere Zwangspause.