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Hitlergruß im Block: Real Madrid wirft Mitglied aus dem Verein

Das ist es dann mit der Mitgliedschaft gewesen – und offenbar auch mit dem Betreten des Estadio Santiago Bernabéu. Wie Real Madrid noch in der Nacht zu Donnerstag mitgeteilt hat, ist es beim Champions-League-Playoff-Rückspiel gegen Benfica (2:1) zu einem Hitlergruß seitens eines Vereinsmitglieds gekommen.

„Real Madrid C.F. gibt bekannt, dass der Verein den Disziplinarausschuss dringend gebeten hat, ein sofortiges Ausschlussverfahren gegen das Mitglied einzuleiten, das kurz vor Anpfiff des Spiels zwischen Real Madrid und Benfica im Fanblock den Hitlergruß zeigte und dabei von Fernsehkameras gefilmt wurde. Das Mitglied wurde unmittelbar nach der Übertragung vom Sicherheitspersonal des Vereins ausfindig gemacht und umgehend aus dem Estadio Santiago Bernabéu verwiesen. Real Madrid verurteilt derartige Gesten und Äußerungen, die zu Gewalt und Hass im Sport und in der Gesellschaft anstiften“, so der Klub.

Zur genaueren Einordnung: Eine Fernsehkamera fing den Unterrang der Südtribüne ein, in dem sich die Fangruppierung befindet, die während der 90 Minuten für Stimmung sorgen und die Mannschaft mit Gesängen anfeuern. Zu sehen ist, wie die Fans ihre Schals in die Höhe gestreckt haben, während die Hymne „Hala Madrid y nada más“ lief. Nicht wenige Anhänger strecken ihre beiden Arme während des Refrains demonstrativ aus, singen parallel dazu leidenschaftlich mit. Dass in dem Fall jedoch nur ein Arm gehoben und dieser auch noch mehrfach Richtung Brustbereich angewinkelt wurde, deutete man offensichtlich als eindeutigen Hitlergruß.

Vor dem Anstoß wurde genau über dem Unterrang übrigens ein Banner aufgehangen, auf dem übersetzt geschrieben stand: „Nein zu Rassismus.“ Eine Reaktion auf die mutmaßlich rassistische Beleidigung von Benfica-Profi Gianluca Prestianni beim Hinspiel in Lissabon gegenüber Vinícius Júnior.

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