Brasilien unterstützt Kuba mit Lebensmitteln und Erzeugnissen für Agrarproduktion
Brasilien will eine Ladung mit Lebensmitteln nach Kuba schicken. Die Hilfe soll auch Erzeugnisse für die Agrarproduktion in dem kriselnden Karibikstaat umfassen. Wie der brasilianische Minister für Agrarentwicklung und Familienlandwirtschaft, Paulo Teixeira, bei einer Pressekonferenz am Rande einer regionalen Konferenz der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation am Montag in Brasília angekündigt hat, sollen die Lebensmittel und andere Erzeugnisse in Brasilien gekauft und dann nach Kuba befördert werden. Später bestätigte Teixeira den Plan im Gespräch mit dem Medienunternehmen Poder360 und fügte hinzu, dass die entsprechenden Abkommen in dieser Woche unterzeichnet werden sollen.
Laut dem Vorhaben der brasilianischen Regierung soll die Initiative von Brasiliens Behörde für Kooperation (ABC) umgesetzt werden, die dem Außenministerium untersteht. Daran wird sich außerdem das Nationale Unternehmen für Versorgung (Conab) beteiligen.
Im vergangenen Monat hatte sich Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva mit dem kubanischen Volk solidarisch gezeigt. Der linke Politiker bezeichnete es als "Opfer eines Massakers von US-Spekulationen".
Kuba erlebt derzeit die wohl schwerste Energie- und Wirtschaftskrise in seiner Geschichte. Die ohnehin schon drakonische US-Blockade gegen den Karibikstaat, die seit Jahrzehnten andauert, wurde durch ein Dekret von US-Präsident Donald Trump vom 29. Januar dieses Jahres noch weiter zugespitzt. Der Republikaner betrachtet den Zehn-Millionen-Staat als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und rät Kuba dringend, einem Deal zuzustimmen, bevor es "zu spät" sei. Unterdessen geht die Trump-Regierung davon aus, dass die kubanische Führung am Ende sei und "kurz vor dem Kollaps" stehe. Die Regierung in Havanna wiederum wirft den USA wegen ihrer aggressiven Geopolitik Faschismus und Völkermord vor.
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