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Mann filmt Raketenangriff in Dubai – Festnahme

In Dubai hat ein Mann einen iranischen Raketenangriff gefilmt und wurde festgenommen. Das ist offenbar kein Einzelfall. Ein 60-jähriger Brite ist in Dubai festgenommen worden, nachdem er einen iranischen Raketenangriff gefilmt hat. Wie die BBC berichtete, erhält der Mann derzeit Unterstützung vom britischen Konsulat. Der Tourist sei wegen Verstoßes gegen ein Gesetz festgenommen worden, das die Störung der öffentlichen Ordnung verbietet, so die Organisation "Detained in Dubai" ("Festgenommen in Dubai"), die sich um ausländische Inhaftierte kümmert. Laut BBC habe Lana Nusseibeh, EU-Ministerin der Vereinigten Arabischen Emirate, bestätigt, dass es wegen Gesetzesverstößen Festnahmen gegeben habe, ohne aber auf den 60-Jährigen einzugehen. Sie verwies darauf, dass Filmaufnahmen von Raketenangriffen den Produzenten der Videos selbst schaden. Newsblog zum Iran-Krieg: Alle aktuellen Meldungen Krieg gegen Iran : Jetzt sitzt Trump in der Falle Kritik von Menschenrechtsorganisation Die Geschäftsführerin von "Detained in Dubai", Radha Stirling, sagte der BBC, dass 21 Personen wegen Verstößen gegen Cyber-Gesetze in Zusammenhang mit Videos von Raketenangriffen in den Emiraten angeklagt seien. Die Polizei habe bei dem festgenommenen Briten ein Video auf seinem Smartphone gefunden. Sie sagte, sie habe die Anklage gelesen und diese sei sehr vage formuliert. "Vom ersten Lesen weiß ich nicht, was er falsch gemacht hat", sagte sie. Sie vermute, dass die Regierung in Dubai versuche, Videos vom Krieg gegen den Iran bewusst zu unterbinden, um das Image als Touristenziel nicht zu beschädigen. Kritik daran kam auch von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International . Die Vereinigten Emirate würden weiterhin das Recht auf freie Meinungsäußerung durch mehrere Gesetze beschneiden und Kritiker der Regierung bestrafen, hieß es laut BBC. Ministerin verteidigt Maßnahmen Nusseibeh, die früher auch Botschafterin der Vereinigten Arabischen Emirate bei den Vereinten Nationen war, sagte: "Mein bester Rat an alle hier – Bürger, Einwohner, Touristen und Journalisten –, die wir hier willkommen heißen, lautet: Befolgen Sie die Richtlinien." Sie sagte außerdem, die "Grundlage der Gesetzgebung" zur Kontrolle der Weitergabe von Informationen in den VAE sei geschaffen worden, "damit sich alle sicher fühlen". "Es ist wichtig, dass die Informationen glaubwürdig sind und die Quellen zuverlässig." Kurz nach den US-Angriffen auf den Iran schlug Teheran zurück und schickte auch Drohnen und Raketen nach Dubai. Das berühmte Burj Al Arab Hotel wurde ebenso beschädigt wie das Fairmont Te Palm Hotel und andere Gebäude. Der Flughafen in Dubai war ebenfalls Ziel von Angriffen. Dubai ist ein beliebtes Touristenziel, vor allem im Luxusbereich. In den vergangenen Jahren hat es auch viele Influencer angezogen, die von hier aus ihre Inhalte in den sozialen Medien verbreiten. Sie zeichnen, auch wegen der lokalen Gesetze, meist ein geschöntes Bild der Stadt und der Lebensweise.

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