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Bundesliga: BVB feiert umjubelten Sieg bei Tor-Debüt von Abwehrtalent

Am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der BVB keine Probleme mit dem FC Augsburg. Dieter Hecking erlebt bei seinem Comeback ein Wechselbad der Gefühle. Wichtiger Heimsieg für den BVB : Durch den 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den FC Augsburg behaupten die Westfalen Tabellenplatz zwei und stehen acht Punkte vor der drittplatzierten TSG Hoffenheim . Damit machen die Dortmunder einen großen Schritt in Richtung Vize-Meisterschaft und direkte Qualifikation für die Champions League . Die Kraichgauer ihrerseits sind derweil gegen den Tabellenvorletzten aus Wolfsburg nicht über ein 1:1 (0:0) hinausgekommen. Außerdem besiegte Eintracht Frankfurt Tabellenschlusslicht Heidenheim mit 1:0. Borussia Dortmund – FC Augsburg BVB-Trainer Niko Kovač verzichtete in seiner Startelf überraschend auf seine etatmäßigen Mittelstürmer Serhou Guirassy und Fábio Silva. Maximilian Beier und Adeyemi sollten ganz vorne für Torgefahr sorgen. Und dieser Plan ging früh auf. Beier passte den Ball von links quer vor das Augsburger Tor und Adeyemi traf mit der ersten Chance zum 1:0 (13. Minute) für die Westfalen. Die Gäste brauchten bis zur 23. Minute und einen Fehler von BVB-Verteidiger Waldemar Anton , um mal gefährlich zu werden. Rodrigo Ribeiro lief aus halbrechter Position frei auf Dortmund-Keeper Gregor Kobel zu, schoss jedoch deutlich über das Tor. Dortmund hatte deutlich mehr Ballbesitz und gleich mehrere große Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Beier und Adeyemi scheiterten mit Schüssen an der Latte, einen sehenswerten Versuch aus der Distanz von Jobe Bellingham lenkte FCA-Torwart Finn Dahmen über das Tor. Auch nach dem Seitenwechsel spielten die Gastgeber überlegen und belohnten sich dann auch erneut dafür. Nach einer Ecke erzielte Jungstar Lucca Reggiani in seinem vierten Spiel per Kopf sein Premieren-Tor in der Bundesliga . Der Italiener jubelte ausgelassen, schlug die Hände über den Kopf zusammen und wurde von der Südtribüne besonders laut gefeiert. Für Augsburg war es nach dem 1:2 in Leipzig die zweite Niederlage in Serie. Das Team von Coach Manuel Baum sollte angesichts von schon 31 gesammelten Punkten trotzdem nicht mehr in akute Abstiegsgefahr geraten. TSG Hoffenheim – VfL Wolfsburg Die Rückkehr von Trainer Dieter Hecking hat dem abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg nicht zum erhofften Befreiungsschlag verholfen. Vor 26.252 Fans traf Konstantinos Koulierakis (65. Minute) zur Wolfsburger Führung, der Ausgleich von Grischa Prömel (83.) ließ den Traum von Heckings perfekten Start zerplatzen. Trotzdem wurde der Rückstand zum Relegationsplatz auf drei Punkte verkürzt. Nach der sportlichen Notbremse, mit der Trennung von Sportchef Peter Christiansen und Trainer Daniel Bauer , hatte Hecking nur eine kurze Woche mit seiner neuen Mannschaft. Er holte Joakim Maehle nach viereinhalbmonatiger Verletzungspause ebenso zurück in die Startelf wie Stürmer Mohamed Amoura. Außerdem lief Christian Eriksen erstmals von Beginn an als Kapitän der Niedersachsen auf. Die Defensive sollte kompakt stehen, die Räume möglichst eng gestalten – was im ersten Durchgang durchaus gelang. Die TSG bestimmte das Spiel zwar, war vor dem Tor gefährlicher als Wolfsburg, aber noch ebenso erfolglos. Diskussionen gab es, als Wolfsburgs Jesper Lindstrøm den Hoffenheim-Stürmer Bazoumana Touré zu Fall brachte, der Videoschiedsrichter aber einen Elfmeter verweigerte. Nach der Halbzeit stieg das Niveau nicht wirklich. Hoffenheim konnte trotz 70 Prozent Ballbesitz keine Gefahr entwickeln, Wolfsburg schoss in 60 Minuten nicht einmal aufs Tor. Dann sprang Koulierakis nach einer Eriksen-Ecke höher als sein Gegenspieler und traf zum 1:0. Hoffenheim drückte und wurde nach einer Kombination zweier Einwechselspieler belohnt: Bebou bediente Prömel mit einer perfekten Flanke. Eintracht Frankfurt – FC Heidenheim Der Abstieg des 1. FC Heidenheim wird immer wahrscheinlicher. Der Rückstand des Tabellenletzten auf den Relegationsplatz beträgt weiter zehn Punkte. Währenddessen festigte Eintracht Frankfurt den siebten Platz, der möglicherweise zur Qualifikation für den Europapokal reicht. Nach einer harmlosen ersten Hälfte ohne Höhepunkte erzielte Frankfurts Winter-Zugang Arnaud Kalimuendo in der 53. Minute mit einem sehenswerten Seitfallzieher den Siegtreffer für die Gastgeber. Die Eintracht beendete die Partie zu zehnt, weil Kapitän Robin Koch in der 73. Minute nach einem wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah. Für Albert Riera war es im dritten Bundesliga-Heimspiel als Frankfurter Coach der dritte Heimsieg. Das gelang mit der Eintracht zuletzt Lothar Buchmann 1980. Für die Heidenheimer geht derweil die Mega-Krise weiter. Seit 13 Bundesliga-Partien ist die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt sieglos. Das ist laufender Vereinsnegativrekord. Die 58.700 Zuschauer sahen eine äußert schwache erste Hälfte ohne auch nur einen einzigen nennenswerten Abschluss. Die Eintracht hatte zwar viel Ballbesitz, doch wie schon zuletzt beim 0:0 gegen den FC St. Pauli fehlten Tempo, Kreativität und Durchschlagskraft. Die Heidenheimer fanden lange Zeit offensiv überhaupt nicht statt und spielten wie ein Absteiger. Wie aus dem Nichts erzielte Sirlod Conteh nach einem Konter den vermeintlichen Ausgleich (68.), doch der Treffer wurde nach Videoüberprüfung wegen einer hauchdünnen Abseitsposition aberkannt.

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