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Afrika Cup: Senegal bekommt den Titel aberkannt – Marokko neuer Sieger

Im Januar gewinnt Senegal das Finale des Afrika-Cups gegen Marokko, nun wurde dieser Titel annulliert. Ein marokkanischer Einspruch war erfolgreich. Knapp zwei Monate nach dem skandalösen Endspiel um den Afrika-Cup hat Marokko trotz der sportlichen Niederlage gegen Senegal überraschend den Sieg zugesprochen bekommen. Das Berufungsgericht des afrikanischen Fußball-Verbands CAF gab dem Einspruch des nordafrikanischen Landes statt und wertete die Partie mit 3:0 für Gastgeber Marokko. Senegal hatte die von Tumulten und Protesten begleitete Begegnung nach Verlängerung 1:0 gewonnen. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff zugunsten Marokkos in der Verlängerung hatte Senegals Mannschaft im Januar fast geschlossen den Platz verlassen. In der Verlängerung hatte Pape Gueye das Siegtor für den Senegal erzielt, nachdem der umstrittene Elfmeter in der Nachspielzeit verschossen worden war. Berufungsgericht stellt sich gegen afrikanischen Fußball-Verband Das Gericht stellte sich damit gegen die Entscheidung des CAF, der zunächst zwar zahlreiche Geldstrafen ausgesprochen, das sportliche Ergebnis aber unangetastet gelassen hatte. Das Berufungsgericht entschied nun auf Grundlage von Artikel 82 der Regeln für den Afrika-Cup, dass Senegal durch das Verlassen des Spielfeldes die Partie aufgegeben habe und als Verlierer gewertet werden müsse. Der Verband hatte in seiner Entscheidung noch geurteilt, dass das Team zurückgekommen sei und die Kriterien für eine Aufgabe deswegen nicht erfüllt wurden. Senegals Trainer Pape Thiaw hatte vom Verband lediglich eine Sperre über fünf Spiele und eine Geldstrafe über 100.000 US-Dollar bekommen, weil er seine Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit zum Verlassen des Platzes aufgefordert hatte.

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