Collien Fernandes äußert sich nach Demo gegen sexualisierte Gewalt im Netz
Die Demonstration in Berlin hat Collien Fernandes tief bewegt. Die Moderatorin äußert sich nun zur Unterstützung aus der Öffentlichkeit. Mehr als 6000 Menschen versammelten sich am Sonntag in der Hauptstadt, um gegen sexualisierte Gewalt im Netz zu protestieren. Anlass für die Kundgebung sind schwere Vorwürfe, die Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhebt – darunter Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung und psychische Gewalt. Die Moderatorin reagiert auf den Rückhalt emotional. Fernandes selbst konnte nicht für die Demo vor Ort sein, da sie derzeit für die ZDF-Produktion "Das Traumschiff" in Vietnam dreht. Dennoch verfolgte sie die Entwicklungen und reagierte auf die große Beteiligung. Auf Anfrage der "Bild" erklärte sie: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, so überwältigt bin ich. Seit Jahren kämpfe ich für einen besseren Schutz vor digitaler Gewalt." Bereits vor rund zwei Jahren hatte sie den Fall öffentlich gemacht. Erst vor wenigen Tagen nannte sie auch den Namen ihres Ex-Mannes als mutmaßlichen Täter. Fernandes schilderte "Bild" nach der Demo, wie sehr sie die Unterstützung berühre. Sie sagte: "Ich hatte Phasen, in denen ich keine Kraft mehr hatte. Doch nun stehen all diese Menschen an meiner Seite und wir kämpfen diesen Kampf gemeinsam. Das bedeutet mir wirklich unendlich viel! Jedem Einzelnen, der dort war, möchte ich sagen: Danke, danke, danke dafür!" "Täter nicht davon kommen lassen": Statement von Collien Fernandes bei Demo verlesen Fahri Yardim im Kreuzfeuer: Ein Satz hätte gereicht Die Demo wurde vom Bündnis "Feminist Fight Club!" organisiert. Kurz zuvor hatte Fernandes selbst über Instagram auf die Aktion aufmerksam gemacht. Zahlreiche Menschen folgten dem Aufruf, darunter auch prominente Unterstützer, um ein öffentliches Zeichen zu setzen. Es ist bereits eine weitere Demonstration geplant: Am Donnerstag, 26. März, soll in Hamburg erneut gegen sexualisierte Gewalt protestiert werden. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von Klimaaktivistin Luisa Neubauer , die laut "Bild" um 17.30 Uhr am Rathausmarkt erwartet wird. Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Ulmen Collien Fernandes hatte zunächst im "Spiegel" schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben und bestimmte Vorhaltungen eidesstattlich versichert. Anschließend äußerte sie sich auch auf ihrem Instagram-Account. Demzufolge soll Ulmen über Jahre hinweg digital gefälschtes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben. Aus ihrer eidesstattlichen Erklärung geht auch hervor, dass er gegenüber hunderten von Männern im Netz ihre Identität angenommen und diesen Männern in ihrem Namen sexuelle Avancen gemacht haben soll. Fernandes sprach unter anderem von "digitaler Vergewaltigung". t-online hat Christian Ulmen sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieb unbeantwortet. Der Schauspieler selbst schweigt bisher zu den Vorwürfen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Rechtsbeistand, der Promi-Anwalt Christian Schertz, nennt die Veröffentlichungen in einer presserechtlichen Information "unwahre Tatsachen aufgrund einseitiger Schilderung". Weitere Details zu den Vorwürfen lesen Sie hier. Derweil bestätigte das Bezirksgericht in Palma die Ermittlungen auf Anfrage von t-online. "Das Verfahren ist noch im Gange", sagte Gerichtssprecherin Agnès Antich Andreu, die Ermittlungen befänden sich "in einer sehr frühen Phase".