Iran-Krieg: Wetten vor Trump-Ankündigungen irritieren
Über 21 Millionen US-Dollar wurden bisher auf einen Waffenstillstand vor dem 31. März gewettet. Auffällig: Kurz vor Trumps Ankündigungen begannen die Wetten. Auf der Online-Wett-Plattform Polymarket haben am Wochenende mehrere Accounts auf einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran gewettet. Laut Experten ist das ein Hinweis auf mögliches Insiderwissen, berichtet der "Guardian". Demnach wurden um den 21. März acht Konten neu erstellt, die zusammen insgesamt fast 70.000 US-Dollar (ca. 60.400 Euro) auf einen Waffenstillstand setzten. Falls ein solches Abkommen vor dem 31. März zustande kommen sollte, könnten die Menschen hinter den anonymen Konten fast 820.000 US-Dollar (ca. 707.700 Euro) gewinnen. Insgesamt wurden bisher über 21 Millionen Dollar (ca. 18,1 Millionen Euro) auf dieses Szenario gesetzt. Makaberes Geschäft mit Wetten: "Leute aus Trumps Umfeld profitieren von Krieg und Tod" Geächtete Munition: So überlistet der Iran die israelische Raketenabwehr Eines der Konten, das ebenfalls auf den Waffenstillstand wettet, wurde kurz vor dem US-israelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar erstellt. Es platzierte lediglich eine erfolgreiche Wette auf die Angriffe – mehr nicht. Auch diese Aktivität birgt den Verdacht des Insiderhandels, so der "Guardian". Gesellschaft von Trump ist Investor bei Polymarket Einige Konten erweckten demnach den Anschein, als gehörten sie einem einzelnen Investor, der versucht, seine Identität zu verschleiern, indem er seine Wetten auf mehrere Konten aufteilt. "Wenn man Wallet-Splitting und bewusste Versuche zur Verschleierung der Identität beobachtet, handelt es sich typischerweise um eines von zwei Szenarien: entweder um einen sehr großen Investor, der versucht, seine Position vor Markteinflüssen zu schützen, oder um Insiderhandel", erklärte Ben Yorke, ehemals Forscher bei Cointelegraph und jetzt Entwickler einer KI-Handelsplattform, dem "Guardian". Polymarket, zu dessen Investoren eine Risikokapitalgesellschaft gehört, die US-Präsident Donald Trump gehört, sah sich Kritik und behördlicher Überprüfung ausgesetzt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Kriegsgewinnlertum und Insiderhandel zu begünstigen.