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Jutta Speidel zeigte sich mit 16 nackt in "Schulmädchen-Report"

Sie war gerade einmal 16 Jahre alt, als sie für den "Schulmädchen-Report" die Hüllen fallen ließ. Auf ihre Rolle blickt Jutta Speidel vor allem positiv zurück. Willy Brandt war damals gerade seit einem Jahr Bundeskanzler, auch sein Credo "Wir wollen mehr Demokratie wagen" aus der ersten Regierungserklärung der sozialliberalen Koalition war ein Jahr her, als in den Lichtspielhäusern der verklemmten Republik plötzlich das Motto zu lauten schien: Wir wollen mehr Sex wagen. Vor mehr als 50 Jahren, am 23. Oktober 1970, gut einen Monat vor dem ersten "Tatort" im Fernsehen, kam der Film "Schulmädchen-Report: Was Eltern nicht für möglich halten" in die westdeutschen Kinos. Er beruhte auf einem Aufklärungsbuch von Günther Hunold. "Streng, verklemmt und furchtbar": Katja Bienert mit elf nackt im Erotikfilm In den Folgemonaten hatte das schlüpfrige Werk unter dem Deckmantel einer Dokumentation Millionen Kinozuschauer. Es war der Beginn der "Schulmädchen-Report"-Welle, die es bis 1980 auf 13 Folgen schaffte. 100 Millionen Kinobesucher weltweit sollen sich die "Schulmädchen-Reporte" angesehen haben, heißt es bei Filmhistorikern. Im ersten Teil herrscht an einer Schule in München Unruhe: Die Schülerin Renate ist am Rande eines Ausflugs zu einem Elektrizitätswerk beim Sex mit dem Busfahrer erwischt worden. Sie hatte den schlafenden Mann angeblich verführt. Eine Lehrerkonferenz soll jetzt entscheiden, ob sie von der Schule fliegt. In einer weiteren Szene teilt die 16-jährige Heike ihre Sünden mit einem Pfarrer. "Ich habe das letzte Mal vor einer Woche gebeichtet, aber ich habe wieder schwer gesündigt." Sie habe "Unzucht getrieben" und Sex mit einem 40-jährigen Mann gehabt, der verheiratet ist und zwei Kinder hat. Sie war noch ein Teenager Gespielt wurde die Rolle von Jutta Speidel . Die Schauspielerin, die heute ihren 72. Geburtstag feiert, war bei der Premiere des Films gerade einmal 16 Jahre alt. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war sie somit noch ein Teenie. Trotzdem stand sie nackt für den "Schulmädchen-Report" vor der Kamera. Die erste Szene mit Jutta Speidel zeigt sie beim Umziehen im Gebüsch. Nur mit einer Unterhose bekleidet, steht der Teenager vor der Kamera. Eine Szene, die es heute so nicht mehr geben dürfte. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat sich öfter mit der Reihe befasst. Indiziert aufgrund des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) sind heute noch fast alle 13 Teile. Die Gremien monierten "vornehmlich die Verknüpfung von Sex und Gewalt". "Nichts davon hat mir geschadet" Die Schauspielerin blickt dennoch positiv auf ihren Auftritt zurück. "Ich bin aus heutiger Sicht sehr froh, wie experimentierfreudig wir arbeiten durften. Nichts davon hat mir geschadet. Es hat meinen Kopf frei gemacht, meinen Horizont erweitert", sagte sie 2023 der "Bild"-Zeitung. Dem "Spiegel" verriet sie zudem einmal ihre Gedanken während der Dreharbeiten: "Hoffentlich kriegt meine Mutter nicht heraus, in was für einem Episodenfilm ich da mitgespielt habe." Auch heute noch ist Jutta Speidel in der Schauspielbranche aktiv. Zuletzt war sie in der ARD-Erfolgsserie "Tage, die es nicht gab" an der Seite von Diana Amft , Franziska Weisz, Jasmin Gerat und Franziska Hackl zu sehen. In der "Schulmädchen-Report"-Reihe spielten auch Stars wie Sascha Hehn , Lisa Fritz, Ingrid Steeger und Heiner Lauterbach mit. Letzterer sagte der "Bild" mal: "Ich habe Porno-Filme synchronisiert, ich habe 'Schulmädchen Report' gespielt – das sind Jobs. Wir müssen alle unser Geld verdienen. Ich finde es idiotisch, zu sagen: Das ist unter meinem Niveau."

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