World News

Sprengung Donebacher Türme: Was passiert mit der Fläche? (plus Video)

Donebach. (dore) Die Donebacher "Türme" sind Geschichte, übrig davon ist nur noch ein riesiger Trümmerhaufen aus mehreren hundert Tonnen Stahl und kleinen Mengen an Kupfer. An den Tagen nach der Sprengung haben sich noch zahlreiche Menschen auf dem Gelände umgeschaut, machten Erinnerungsfotos und nahmen das ein oder andere Wrackteil als Andenken mit.

Viele fragen sich nun, welche Nutzung das Areal in Zukunft erfährt. Die RNZ hat bei der Gemeinde Mudau und dem Eigentümer der Fläche, auf der die "Türme" standen, der Media Broadcast, nachgefragt. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger betont: "Die Gemeinde wird sich darum kümmern, dass das Gelände hier in Zukunft landwirtschaftliche Nutzfläche bleibt." Das sei auch im Sinne der Donebacher Bevölkerung. Man stehe in Gesprächen mit der Media Broadcast. Möglich wäre, dass das Unternehmen die ehemalige "Turmfläche" verpachtet oder die Gemeinde das Areal sogar selbst kauft.

Die Media Broadcast hält sich bedeckt, ein Sprecher erklärt lediglich: "Über die Folgenutzung der Liegenschaft wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Details stehen aktuell noch nicht fest." Die Sendegebäude will Media Broadcast übrigens weiterhin nutzen, ein Rückbau sei nicht geplant.

Ein Teil des angrenzenden Areals ist als FFH-Schutzgebiet ausgewiesen. Dieser Schutzstatus dürfe natürlich nicht gefährdet werden, stellt Bürgermeister Rippberger klar. Diesbezüglich stehe die Gemeinde auch in Gesprächen mit dem Umweltministerium.

Die Entsorgungsarbeiten der Firma Freerk laufen derweil sehr schleppend, da das derzeit tiefe und matschige Gelände für große Lastkraftwagen schlecht bzw. teilweise gar nicht zugänglich ist und so größere Trümmermengen noch nicht abtransportiert werden können. "Es wird voraussichtlich noch zwei bis drei Wochen dauern, bis alles weg ist", sagt Bürgermeister Rippberger. Die entsorgende Firma plant nun auch, einen Weg mit Holzbrettern durch die Wiesenfläche zu legen, um so besser an die Trümmerteile heranzukommen. In den frostigen Nächten nach der Sprengung konnten zumindest schon einige Wrackstücke beseitigt werden, wie die RNZ erfuhr. Doch auch einige Plünderer waren auf dem Gelände unterwegs gewesen, was der entsorgenden Firma nicht gefällt. Der Normalfall sieht jedoch so aus, dass die Stahlteile von der Firma Freerk an Schrotthändler abgegeben und dann in Stahlwerken eingeschmolzen werden, um als Sekundärstahl weiterverwertet zu werden, wie der zuständige Sprengmeister, Karl-Heinz Bühring, mitteilt.

Читайте на сайте