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Mannheim: Kool Savas rappte mit seiner Crew im Maimarktclub

Von Stefan Otto

Mannheim. "KKS" steht für "King Kool Savas". So heißt die aktuelle CD wie die laufende Tournee des Königs des Deutschrap, die nun auch in den fast ausverkauften Mannheimer Maimarktclub führte. "Das letzte Drittel der Tour ist angebrochen", erklärte der 44-Jährige in der leider schlecht belüfteten Halle und präsentierte sich entsprechend angeschlagen. "Meine Stimme ist schon leicht angekratzt. Das ist auch ’ne Premiere: Ihr kriegt mich einmal in heiser", so Kool Savas, laut eigenem Bekunden "in der Endphase einer netten Bronchitis".

Sie hielt ihn nicht davon ab, auf der Bühne knapp zwei Stunden lang alles zu geben, freilich unterstützt von zwei Mitstreitern, zwei Backgroundsängerinnen, DJ Eule und, allen voran, seinem langjährigen Kollaborateur Olli Banjo. Den Heidelberger Hip-Hopper ("Schwarz auf Weiß") holte Kool Savas gleich mehrmals an seine Seite, etwa um mit ihm "Immer, wenn ich rhyme" oder am Ende ein aufpeitschendes "Techno Pilot" zu performen.

Die Fans durften Savas ebenso unterstützen, besonders in einem langen Medley, bei dem gleich ein gutes Dutzend seiner älteren Titel angerissen wurde. "Ihr seid der Rapper, ich bin die Crowd!" so der deutsch-türkische Musiker, bevor er von seinem Publikum beispielsweise "Sky is the Limit", "Nie mehr gehn" oder "Denn ein Bello kommt selten allein" zu hören bekam, um dann doch immer wieder selbst mit einzustimmen. "Ich kann mich an meinen Texten nicht sattsehen", heißt es ja nicht von ungefähr in seinem Song "Mona Lisa", den das Rap-Schwergewicht in der Maimarkthalle ebenfalls brachte.

Vor der Kulisse eines riesigen Old-School-Ghettoblasters, auf dem DJ Eule thronte wie auf einem Fasnachtswagen, rappte King Kool eine Handvoll Tracks von "KKS", darunter den Titeltrack, einen der gewohnten Representer, und den derzeit viel gespielten "Deine Mutter". Rundherum bot er aber eine Menge Songs, die die ganze Bandbreite seiner vor fast 25 Jahren gestarteten Karriere abdeckten. Wenn auch etliche Titel einander ähnelten, es oftmals und immer wieder darum ging, die Konkurrenz zu dissen, wenn auch musikalisch die Vielfalt hin und wieder auf der Strecke blieb, war auf diese Weise doch für ausreichend Abwechslung gesorgt.

Zu den Titeln, die in Mannheim am besten ankamen, zählte nicht zuletzt "Rhythmus meines Lebens", jener Eurodance-Hip-Hop-Hit, in dem es nahezu wie bei Friedrich Hölderlin heißt, "Das Feuerwerk in Heidelberg lässt das Schloss erleuchten, in der für mich schönsten Stadt in Deutschland". Kool Savas fühlte sich offenbar wohl in der Metropolregion, "einer meiner Heimaten", und beglaubigte: "Ich war ja Heidelberger, fünf Jahre lang. A jo." Die Mannheimer rühmte der Berliner: "Ihr seid aus derselben Stadt wie Xavier!", spielte "Schau nicht mehr zurück" aus dem gemeinschaftlichen Xavas-Album und verkündete eine neue Zusammenarbeit mit Naidoo.

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