Corona-Ticker Neckar-Odenwald: Inzidenz überschreitet erneut 50er-Marke (Update)
Neckar-Odenwald-Kreis. (cao) Die dritte Welle erreicht allmählich auch den Landkreis. Am Samstag vermeldete das Landratsamt 27 neue Infektionen mit dem Coronavirus im Neckar-Odenwal-Kreis, am Sonntag wurde allerdings kein weiterer Fall registriert. Am Wochenende zuvor lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 14.
Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 57,1 wurde die kritische Marke von 50 am Sonntag am zweiten Tag in Folge überschritten. Am Samstag hatte das Landesgesundheitsamt bereits einen Wert von 59,2 gemeldet. Da heute nur wenige Fälle aus der Inzidenzberechnung herausfallen, geht das Landratsamt davon aus, dass der Kreis am Montagabend aller Voraussicht nach den dritten Tag in Folge über der Inzidenz-Schwelle von 50 liegen wird. "Das würde bedeuten, dass ab Mittwoch oder Donnerstag der Einzelhandel nur Click & Meet, also einen Einkauf nach vorheriger Terminbuchung, anbieten darf", teilte Landratsamtssprecher Jan Egenberger mit.
Immerhin: Die Impfungen mit Astra-Zeneca seien am Samstag wie geplant verlaufen, so Egenberger. Insgesamt seien 210 Personen geimpft worden. 54 hätten ihren Termin vorab abgesagt oder wären nicht erschienen. "Einen erhöhten Beratungsbedarf konnten die Ärztinnen und Ärzte nicht feststellen, die meisten hatten sich im Vorfeld der Impfung bereits eingehend informiert" Mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer seien am Samstag 378 Dosen im Kreisimpfzentrum sowie durch das mobile Impfteam verabreicht worden.
Insgesamt wurden bisher 4490 Kreisbewohner positiv auf Sars-CoV-2 getestet. 124 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Coronainfektion. Das Gesundheitsamt appellierte erneut an alle Bürger, konsequent die bekannten Regeln zu beachten, um den Trend möglichst bald wieder umzukehren. In Baden-Württemberg liegt aktuell nur noch der Landkreis Rottweil unter dem Inzidenzwert von 50.
Update: Sonntag, 21. März 2021, 18.18 Uhr
Inzidenz bleibt unter 50
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Die dritte Welle der Coronapandemie, die derzeit bundesweit die Infektionszahlen in die Höhe schnellen lässt, hat den Neckar-Odenwald-Kreis offenbar noch immer nicht erreicht. Mit 14 Neuansteckungen meldete das Landratsamt am Freitag zwar neun Fälle mehr als eine Woche zuvor, die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt aber dennoch weiter unter der kritischen Schwelle von 50: Das Landesgesundheitsamt (LGA) veröffentlichte am Abend einen Wert von 46,6. Sämtliche Nachbarkreise liegen (z. T. weit) über 50. Bei elf schon bestätigten Infektionen wurden Mutationen festgestellt.
Nachdem die meist deutlich unterschiedlichen Inzidenzwerte, die das hiesige Gesundheitsamt und das LGA errechnen, zuletzt für reichlich Verwirrung gesorgt hatten, verzichtet das Landratsamt mittlerweile auf die Bekanntgabe einer "eigenen" Inzidenz. Die abweichenden Zahlen werden (wie bereits berichtet) zum einen mit den unterschiedlichen Stichzeiten begründet, zu denen sie erhoben werden. Auf RNZ-Nachfrage führte das LGA aber auch noch einen weiteren Aspekt an:
Das Landesgesundheitsamt unterscheidet bei seinen Inzidenzberechnungen zwischen Meldedatum (Datum der Labor- oder Arztmeldung) und Übermittlungsdatum (an dem die Zahlen beim LGA eintreffen). Zwischen diesen beiden Zeitpunkten werden noch Fälle nachgemeldet, deren Meldedatum bereits einige Tage zurückliegen kann. Dadurch kommt es zu Abweichungen zwischen den täglich veröffentlichten Infektionszahlen und den Daten, aus denen letztlich die Sieben-Tage-Inzidenz errechnet wird. Die so bereinigten Werte bildeten den Infektionsverlauf zeitlich besser ab, erklärt die Landesbehörde.
Update: Freitag, 19. März 2021, 18.30 Uhr
Auch im Neckar-Odenwald-Kreis wird wieder Astra-Zeneca verabreicht
Neckar-Odenwald-Kreis. (RNZ) Die Astra-Zeneca-Impfungen im Kreisimpfzentrum werden ab Samstag wieder aufgenommen – das teilte das Landratsamt am Freitag mit. Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde am Donnerstag nach der kurzzeitigen Aussetzung die weitere Verimpfung des Impfstoffs von Astra-Zeneca empfohlen hat, werden auch im Kreisimpfzentrum in Mosbach die Impfungen mit diesem Impfstoff wieder aufgenommen.
Die für Samstag bis Montag bereits abgesagten Termine finden deshalb nun doch statt. Alle Personen, die für diese Tage Termine im Kreisimpfzentrum vereinbart hatten, können ohne weitere Voranmeldung ihren bereits vereinbarten Termin wahrnehmen. Die Personen werden jeweils auch persönlich darüber informiert. Geimpft wird wie vorgesehen der Impfstoff von AstraZeneca. Die dort tätigen Ärztinnen und Ärzte werden die Impfberechtigen entsprechend den Empfehlungen der Europäischen Arzneimittelbehörde beraten. Am heutigen Freitag wird wie geplant nur der Impfstoff von BioNTech/Pfizer verimpft.
Alle Personen, die den vereinbarten Impftermin am 16. März nicht wahrnehmen konnten, können ihren Impftermin am Ostermontag, den 5. April, zur der Uhrzeit nachholen, wie er am 16. März vereinbart war. Der Zweittermin findet dann am 28. Juni statt. Der ursprüngliche Zweittermin wird automatisch storniert. Das Kreisimpfzentrum wird auch hier mit allen betroffenen Personen per Mail oder telefonisch Kontakt aufnehmen.
Update: Freitag, 19. März 2021, 12.49 Uhr
Elf neue Coronafälle – Inzidenz im Kreis bei 41,8
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Elf neue Coronafälle hat das Landratsamt am Donnerstag gemeldet, das sind sechs weniger als eine Woche zuvor. Dennoch hat das Landesgesundheitsamt am Nachmittag eine höhere Sieben-Tage-Inzidenz als am Mittwoch festgestellt: Sie stieg von 36,9 auf 41,8.
Bei einer bereits bestätigten Infektion wurde eine Mutation nachgewiesen. Auf die Nennung der nachgewiesenen Virusvariante verzichtet das Landratsamt mittlerweile, da die notwendigen Maßnahmen im Umgang mit den Betroffenen jeweils identisch sind (beispielsweise eine verlängerte Quarantäne).
Insgesamt wurden bisher 4472 Einwohnerinnen und Einwohner des Neckar-Odenwald-Kreises positiv auf das Coronavirus getestet. Davon gelten 4256 als nicht mehr ansteckend, 124 sind verstorben. Somit sind dem Gesundheitsamt derzeit 92 Kreisbewohner bekannt, die das Virus in sich tragen.
Anders als im hiesigen Landkreis, ist bundesweit weiterhin eine deutliche Zunahme der Neuinfektionen zu verzeichnen. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt als "sehr hoch" ein. Damit die Lage in der Region weiterhin so vergleichsweise entspannt bleibt, ist es nach wie vor unbedingt notwendig, die Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einzuhalten, Innenräume regelmäßig zu lüften und, wo geboten, eine OP- oder FFP2-Maske zu tragen. Menschenansammlungen sollten möglichst gemieden werden.
Infektionsgeschehen steigt im Kreis Miltenberg
Miltenberg. (lra) "34 Neuinfektionen sind der höchste Tageswert im März und verdeutlichen, dass das bundesweit und regional steigende Infektionsgeschehen auch vor dem Landkreis Miltenberg nicht haltmacht", verkündete Landrat Jens Marco Scherf am Donnerstag. Er bedauerte zudem, dass die Anzahl der Menschen mit einem schweren Krankheitsverlauf in stationärer Behandlung erneut gestiegen ist – auf elf Patienten. 178 Menschen sind derzeit in Isolation und Überwachung.
Der aktuelle Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts in Höhe von 81,6 gebe den aktuellen Anstieg bei den Infektionszahlen bereits wieder. Am heutigen Freitagvormittag will das Landratsamt die Entscheidung über die Art des Schulunterrichts und des Betriebs der Kindertagesstätten in der kommenden Woche verkünden.
Update: Donnerstag, 18. März 2021, 19.15 Uhr
Coronalage im Kreis bleibt ruhig
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Während die Coronazahlen bundesweit seit Tagen stetig ansteigen, bleibt die Lage im Neckar-Odenwald-Kreis (noch) verhältnismäßig ruhig. 17 Neuansteckungen hat das Landratsamt am Mittwoch gemeldet, das sind erneut genauso viele wie eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis lag nach Berechnungen des Landesgesundheitsamts am Nachmittag bei 36,9.
Unter den am Mittwoch neu bestätigten Infizierten sind auch zwei Lehrkräfte der Gewerbeschule Mosbach. Wie Kreissprecher Jan Egenberger auf RNZ-Nachfrage mitteilte, wurden beide in Quarantäne geschickt, darüber hinausgehende Absonderungen aber nicht angeordnet.
Bei vier weiteren bereits bekannten Infektionen sind im Nachgang der Testung Mutationen nachgewiesen worden.
Insgesamt wurden bisher 4461 Einwohner des Neckar-Odenwald-Kreises positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Davon gelten 4250 als nicht mehr ansteckend, 124 sind verstorben. Nachweislich akut infiziert sind derzeit 87 Kreisbewohner.
Da am Mittwoch im Kreisimpfzentrum in Mosbach mehrere Termine mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer nicht wahrgenommen wurden, weisen die Verantwortlichen noch einmal darauf hin, dass alle Impftermine in der laufenden Woche mit diesem Serum auf jeden Fall stattfinden. Ausgesetzt sind nach wie vor nur Termine mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca. Über die weitere Entwicklung informiert das Landratsamt auf seiner Webseite www.neckar-odenwald-kreis.de und über seinen Facebook-Auftritt.
Dem Main-Tauber-Kreis droht die "Notbremse"
Main-Tauber-Kreis. (lra) Die Sieben-Tage-Inzidenz des Nachbarkreises nähert sich an die 100er-Marke an. "Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass wir im Landkreis – wie in anderen Kreisen in der Region auch – weiterhin ein dynamisches Infektionsgeschehen verzeichnen. Dies könnte dazu führen, dass in den nächsten Tagen die so genannte ‚Notbremse‘ der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg gezogen werden muss", erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder.
Diese bedeute konkret, dass das Gesundheitsamt in diesem Fall mithilfe einer öffentlichen Bekanntmachung wieder erweiterte Kontaktbeschränkungen anordnen muss. Ein Haushalt darf sich dann wieder nur mit einer weiteren Person treffen, Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Ebenso darf der Einzelhandel im Falle einer Notbremsung kein "Click & Meet" mehr anbieten, sondern wieder nur Abhol- und Lieferdienste.
"Da zudem das Infektionsgeschehen im Main-Tauber-Kreis als diffus zu bezeichnen ist, würde im Falle einer Notbremsung ein regionaler Sonderweg nicht in Betracht kommen. Wir haben insoweit keinen Ermessensspielraum und sind an die entsprechenden Vorgaben des Landes gebunden", verdeutlicht Schauder. Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug appelliert an die Bevölkerung, die Corona-Regeln – Abstand, Hygiene und im Alltag Maske tragen – gewissenhaft einzuhalten, um den weiteren Anstieg des Infektionsgeschehens bestmöglich zu verhindern.
Das Gesundheitsamt des Nachbarkreises hat am Mittwoch 56 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Es handelt sich in mindestens 36 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 55 Personen befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt.
Damit sind derzeit 213 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen:
Ahorn: 0
Assamstadt: 0
Bad Mergentheim: 36 (+14)
Boxberg: 11 (+5)
Creglingen: 22 (+5)
Freudenberg: 10
Großrinderfeld: 1
Grünsfeld: 2 (+2)
Igersheim: 28 (+5)
Königheim: 2 (+1)
Külsheim: 6 (+3)
Lauda-Königshofen: 10 (+1)
Niederstetten: 13 (+1)
Tauberbischofsheim: 6 (+2)
Weikersheim: 19 (+2)
Werbach: 1
Wertheim: 46 (+15)
Wittighausen: 0.
Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch außerdem zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen im Alter von über 70 und über 85 Jahren. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 76 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 56 im Jahr 2021. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen", erklärt Landrat Reinhard Frank.
Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 93,7. Eine Woche zuvor, am 10. März, betrug der Wert 69,5. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.
Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle hat ein Labor bei einer nachträglichen Typisierung eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in beiden Fällen um die britische Variante "B.1.1.7".
Landkreis Miltenberg: "Wir brauchen erst neuen Impfstoff"
Miltenberg. (lra) Nach dem Aussetzen der Astra-Zeneca-Impfung gibt es im Landkreis Miltenberg noch keine Option für betroffene Impfberechtigte. "Für Ersatztermine für die ausgefallenen Termine brauchen wir erst neuen Impfstoff", teilt Landrat Jens Marco Scherf mit. Man warte noch auf Lieferzusagen.
Nach 15 Neuinfektionen am Dienstag sind nun 155 Menschen in Quarantäne und Überwachung, 9 davon mit einem schweren Covid-19-Verlauf stationär in einer Klinik.
Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwochmorgen laut RKI für den Landkreis Miltenberg bei 67,6.
Update: Mittwoch, 17. März 2021, 19 Uhr
Zehn neue Coronafälle – Weiteres Vorgehen bei Astra-Zeneca-Impfungen
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu/lra) Zehn Neuansteckungen mit dem Coronavirus hat das Landratsamt am Dienstag gemeldet – und damit genauso viele wie eine Woche zuvor. Bei drei bereits bekannten Infektionen wurden Mutationen nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis lag nach Berechnung des Landesgesundheitsamts am Dienstag unverändert bei 46,0.
Seit Beginn der Pandemie wurden insgesamt 4444 Einwohner des Neckar-Odenwald-Kreises positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Davon gelten 4246 als nicht mehr ansteckend, 124 sind verstorben. Damit sind derzeit 74 Menschen im Kreis nachweislich akut infiziert.
Das Sozialministerium hat das Kreisimpfzentrum in Mosbach am Dienstagnachmittag über das weitere Vorgehen nach der Aussetzung der Impfungen mit dem Serum von Astra-Zeneca informiert. Demnach werden alle vorgesehenen Impfungen mit Astra-Zeneca zunächst bis einschließlich kommenden Montag, 22. März, nicht stattfinden.
Warteliste für ausgefallene Impfungen
"Die darauffolgenden Termine bleiben im Moment noch bestehen", teilte das Landratsamt in einer Presseerklärung mit. Alle Personen, die einen Termin bis einschließlich 22. März vereinbart hatten, würden jedoch auf eine Warteliste gesetzt. Diese werde das Land nun nach Prioritätsstufen abarbeiten und allen Berechtigten einen neuen Termin anbieten. Für die Abarbeitung der Warteliste wird das Terminbuchungssystem zunächst bis einschließlich Montag geschlossen.
Darüber hinaus werde das Kreisimpfzentrum die bisher notwendige Rücklage des Biontech/Pfizer-Impfstoffs weitgehend auflösen, heißt es in der Mitteilung weiter. In welchen Zeiträumen die Warteliste abgearbeitet werden soll, sei nicht mitgeteilt worden. Außerdem teilte das Land ergänzend mit, dass die Zweittermine mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca für alle betroffenen Personen zunächst bestehen bleiben. Weitere Informationen hierzu sollen in Kürze folgen.
Nachdem die Bundesregierung am Montagnachmittag die Verimpfung des Serums von Astra-Zeneca ausgesetzt hatte, reagierten die Verantwortlichen im Kreisimpfzentrum umgehend und stellten kurzfristig auf das Präparat von Biontech/Pfizer um. So konnten wenigstens all diejenigen geimpft werden, die an diesem Tag bereits einen Termin hatten. Am Dienstag blieb das Kreisimpfzentrum geschlossen.
Update: Dienstag, 16. März 2021, 18.45 Uhr
Weiteres Vorgehen bei Astra-Zeneca-Impfungen
Mosbach. (RNZ) Das Sozialministerium hat am Dienstagnachmittag das Kreisimpfzentrum in Mosbach über das weitere Vorgehen nach der Aussetzung der Corona-Schutzimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca informiert. Entsprechend werden alle vorgesehenen Impfungen mit Astra-Zeneca zunächst bis einschließlich 22. März nicht stattfinden. Die darauffolgenden Termine bleiben im Moment noch bestehen. Das teilte das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises am Dienstag mit.
Alle Personen, die einen Termin bis einschließlich 22. März vereinbart hatten, werden jedoch auf eine Warteliste gesetzt. Über ein Callcenter will das Land Baden-Württemberg diese Liste stufenweise nach Prioritätsstufen abarbeiten und allen Berechtigten einen neuen Termin anbieten. Für die Abarbeitung der Warteliste wird das Terminbuchungssystem zunächst bis einschließlich Montag, 22. März vollständig geschlossen.
Für diese Zeit können für alle Impfstoffe weder telefonisch noch online Termine in den Impfzentren gebucht werden. Damit generiert das Land Baden-Württemberg zusätzliche Termine für die Abarbeitung der Warteliste. Darüber hinaus wird das Kreisimpfzentrum die bisher notwendige Rücklage des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs weitgehend auflösen. In welchen Zeiträumen die Warteliste abgearbeitet werden soll, wurde dem Kreisimpfzentrum nicht mitgeteilt.
Außerdem teilt das Land ergänzend mit, dass die Zweittermine mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca für alle betroffenen Personen zunächst bestehen bleiben. Weitere Informationen möchte das Land in Kürze bekannt geben. Über die weitere Entwicklung informiert das Landratsamt auf seiner Webseite und über seinen Facebook-Auftritt.
Nachdem die Bundesregierung am Montagnachmittag die Verimpfung des Impfstoffs von AstraZeneca ausgesetzt hatte, reagierten die Verantwortlichem im Kreisimpfzentrum umgehend und stellten kurzfristig auf den Impfstoff von BioNTech/Pfizer um. So konnten wenigstens die Impfberechtigten geimpft werden, die an diesem Tag bereits einen Termin hatten und auch meist schon unterwegs waren. Am Dienstag musste das Impfzentrum geschlossen bleiben.
Update: Dienstag, 16. März 2021, 17.30 Uhr
Alle Astra-Zeneca-Impf-Termine bis auf Weiteres abgesagt
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Der Impfstopp für Astra-Zeneca sorgte am Montagnachmittag auch im Landratsamt in Mosbach für helle Aufregung – schließlich sollten am heutigen Dienstag im Kreisimpfzentrum in Mosbach (KIZ) eigentlich 600 Menschen mit dem in den letzten Tagen in Verruf geratenen Impfstoffs geimpft werden.
Das Landratsamt wurde am Montagnachmittag darüber informiert, dass die Bundesregierung aufgrund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca vorsorglich ausgesetzt hat. Nach neuen Meldungen von Hirnvenen-Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa, hält das PEI weitere Untersuchungen für notwendig.
Das Kreisimpfzentrum hat auf diese Situation umgehend reagiert. Alle Personen, die am Montag noch einen Impftermin hatten, wurden kurzfristig mit dem Impfstoff von Biontech versorgt, so dass ihre Anfahrt nicht umsonst war.
Für den heutigen Dienstag waren weitere 600 Termine mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca geplant. Diese Termine und alle weiteren Termine werden bis auf Weiteres ausgesetzt. Stand heute muss für die ausgesetzten Impftermine jeweils ein neuer Termin vereinbart werden. Dies gilt auch für anstehende Zweitimpfungen. Insgesamt hätten diese Woche im Kreisimpfzentrum noch rund 1500 Impfungen mit Astra-Zeneca stattgefunden. Die Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech laufen unverändert weiter.
Inzidenz stabil unter 50
Während es deutschlandweit und auch in der Region teilweise einen starken Anstieg bei der Zahl der Neuinfektionen gibt, ist die Coronalage im Landkreis weiterhin stabil. Angesichts der Werte in den Nachbarkreisen stellt sich aber die Frage: Wie lange noch? Am Montag wurden drei Neuinfektionen gemeldet, so dass die sich aus den vom Gesundheitsamt veröffentlichten Werten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 45,9 errechnen lässt. Vor einer Woche lag diese Zahl bei 43,9, also nur unwesentlich niedriger. Maßgeblich für Lockerungsschritte bzw. die Rücknahme von Lockerungen ist aber der Wert des Landesgesundheitsamts (LGA). Und der lag am Montagabend bei 46,0.
Aufgrund der anhaltenden Diskussion über unterschiedliche Inzidenzwerte, hat das Landratsamt am Montag entschieden, in Zukunft keinen eigenen Inzidenzwert mehr zu veröffentlichen. Stattdessen verweist das Landratsamt auf den Wert des LGA, der jeweils am frühen Abend veröffentlicht wird. Diese Vorgehensweise wurde gewählt, da nur die Zahlen des LGA für weitere Öffnungen oder Verschärfungen maßgeblich sind.
Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen von 63 auf 66 gestiegen. Mutationen wurden am Montag keine festgestellt. Die Zahl der aktiven Fälle liegt bei 78 (Vorwoche: 72). Unverändert ist die Zahl der Todesfälle: 124 Landkreisbewohner sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt 4434 Landkreisbewohner haben sich seit Beginn der Pandemie mit Sars-CoV-2 infiziert.
Blick in die Kommunen
Wie jeden Montag hat das Landratsamt die Infektionszahlen aus den Städten und Gemeinden vermeldet. Die meisten Neuinfektionen gab es in Haßmersheim (10), Walldürn (8), Buchen und Mosbach (je 7).
Impfungen
Vor dem Impfstopp für Astra-Zeneca hatten die Impfungen im Kreis Fahrt aufgenommen. 2082 Menschen wurden in der vergangenen Woche geimpft. Diese Zahl teilt sich wie folgt auf: Im Kreisimpfzentrum in Mosbach (KIZ) wurden 1831 Menschen geimpft (insgesamt 6518), das mobile Impfteam des KIZ hat 113 Impfungen vorgenommen (insgesamt 1842) und das mobile Impfteam des zentralen Impfzentrums hat 138 Personen geimpft (insgesamt 2842). Insgesamt wurden im Kreis bislang 11.202 Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen.
Die Lage in den Kliniken
In den Neckar-Odenwald-Kliniken werden aktuell (Stand: Montagmittag) sieben positiv getestete Patienten behandelt. Am Standort Buchen werden zwei Patienten mit Positivbefund auf der Isolierstationen medizinisch versorgt. Sieben Verdachtsfälle werden derzeit abgeklärt. Am Standort Mosbach werden auf der Isolierstation drei und auf der Intensivstation zwei positiv getestete Patienten medizinisch behandelt. Hier ist in einem Fall eine Beatmung notwendig. Zusätzlich läuft in fünf Fällen eine Verdachtsabklärung.
"Nach einigen entspannten Wochen machen sich die allgemein steigenden Corona-Zahlen auch am Krankenhaus Hardheim bemerkbar", erklärte Verwaltungsleiter Lothar Beger am Montag im Gespräch mit der RNZ. Aktuell werden in Hardheim zwei positiv getestete Patienten stationär behandelt. Ein Verdachtsfall ist noch in Abklärung.
Info: Über die weitere Entwicklung informiert das Landratsamt auf seiner Webseite und über seinen Facebook-Auftritt.
Update: Montag, 15. März 2021, 18.30 Uhr
Inzidenzwert sinkt auf 43,9
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Die Corona-Lage im Landkreis hat sich wieder leicht entspannt: Am Wochenende wurden 14 neue Fälle gemeldet (zehn am Samstag, vier am Sonntag), nachdem es eine Woche zuvor noch 18 waren. Die Inzidenz ist gegenüber Freitag (46,6) um 2,7 Punkte auf 43,9 gesunken.
Von der für die derzeit geltenden Lockerungen so wichtigen Schwelle von 50 ist der Neckar-Odenwald-Kreis also wieder etwas weiter entfernt. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass auch ein sprunghafter Anstieg jederzeit möglich ist.
Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 4431 Kreisbewohner mit Sars-CoV-2 angesteckt. 124 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Bürgertelefon: 06261/84-3333
Inzidenzwert steigt im Main-Tauber-Kreis über 90
Main-Tauber-Kreis. (lra) Die nächsten Tage sind entscheidend dafür, ob es im Main-Tauber-Kreis bei den seit 8. März geltenden Lockerungen bleiben kann oder nicht. "Wir befinden uns nun bereits knapp unter einem dreistelligen Wert", kommentiert Erster Landesbeamter Christoph Schauder die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz von 92,9. "Steigt der Inzidenzwert an drei Tagen in Folge über 100, muss das Gesundheitsamt wieder die strengeren Regeln in Kraft setzen, die bis zum 7. März galten", so Schauder. Dann darf sich beispielsweise ein Haushalt wieder nur mit einer weiteren Person treffen, der Einzelhandel darf wieder nur Liefer- und Abholservices. "Leider stellen wir fest, dass dem Gesundheitsamt seit einigen Tagen vermehrt Fälle gemeldet werden, die auf Ansteckungen im beruflichen Umfeld zurückgehen. Teilweise wurde sogar mit Symptomen gearbeitet. Diese zunehmende Sorglosigkeit ist unverantwortlich. Die Pandemie ist kein Spiel, sondern ein ernster Ausnahmezustand und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", erklärt der Erste Landesbeamte. Wie Gesundheitsdezernentin Elisabeth Krug ergänzt, müssten die Arbeitgeber ihrer Verantwortung gerecht werden und die Einhaltung der AHA-Regeln konsequent durchsetzen – bei Bedarf auch gegen Widerstände.
Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises hat am Wochenende 42 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Derzeit sind 154 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Bei elf Infektionsfällen hat eine nachträgliche Typisierung der Laborprobe eine Mutation aufgedeckt, davon in zehn Fällen die britische Variante.
Update: Sonntag, 14. März 2021, 18.15 Uhr
Weitere Verwirrung um die Inzidenz
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Für reichlich Verwirrung sorgen derzeit die unterschiedlichen Ergebnisse, zu denen das Gesundheitsamt des Neckar-Odenwald-Kreises und das Landesgesundheitsamt (LGA) bei der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen im Landkreis kommen. Während das hiesige Gesundheitsamt am Mittwoch und Donnerstag eine erneute Überschreitung der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner feststellte, lag der vom LGA errechnete Wert weiterhin knapp darunter.
Die Einzelhändler im Kreis und ihre Kundschaft dürfte das zunächst einmal freuen, denn für die Frage, ob die Geschäfte regulär öffnen dürfen oder nur nach Terminvereinbarung eingekauft werden kann, sind die Zahlen des Landesgesundheitsamts maßgeblich. Und die müssen drei Tage in Folge über der 50er-Marke liegen, bevor erneute Einschränkungen angeordnet werden können. Doch das tägliche Verwirrspiel führt nach wie vor zu Verunsicherung.
Das Landratsamt erklärt die unterschiedlichen Werte mit den verschiedenen Zeitpunkten der Berechnungen: Die Kreisbehörde meldet die Zahl der Neuinfektionen jeden Nachmittag an das Landesgesundheitsamt. Diese Meldung, auf deren Grundlage sich auch die veröffentlichte Inzidenz errechnet, umfasst den Zeitraum von 14 Uhr des Vortags bis 14 Uhr des laufenden Tages. Das LGA veröffentlicht seine Zahlen meist nach 18 Uhr. "Es ordnet die Fälle allerdings zuvor minutenscharf einem kompletten Kalendertag (0 bis 24 Uhr) zu", erläutert Kreissprecher Jan Egenberger. Neuinfektionen aus der Tagesmeldung des Landratsamts, bei denen der Laborbefund schon vor Mitternacht erfolgt war, würden vom LGA deshalb dem Vortag zugeschlagen und fielen entsprechend auch wieder früher aus der Berechnung heraus. Die Inzidenz, die das LGA als aktuell bezeichnet, sei also nicht der Wert des laufenden, sondern in Wirklichkeit der des Vortags.
"Aufgrund des unterschiedlichen Betrachtungszeitraums, der den vom Land vorgegebenen Meldewegen geschuldet ist, bilden die Zahlen des Landratsamts die tatsächliche Entwicklung des Infektionsgeschehens aber wesentlich aktueller mit einem zeitlichen Vorsprung von 14 Stunden gegenüber dem LGA ab", betont Egenberger. Gleichwohl seien für die rechtliche Beurteilung allerdings ausschließlich die Zahlen des Landesgesundheitsamts maßgeblich.
Am Freitag hat nun auch das Kreisgesundheitsamt wieder einen Inzidenzwert unterhalb von 50 errechnet. Nachdem man eine Woche zuvor elf Neuansteckungen registriert hatte, waren es am Freitag nur fünf, woraus sich eine Sieben-Tage-Inzidenz von 46,6 ergibt. Gemeinschaftseinrichtungen sind von den neuen Fällen nicht betroffen, doch bei vier bereits bestätigten Infektionen wurden Mutationen festgestellt. Insgesamt wurden bisher 4417 Einwohner des Kreises positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Davon gelten 4203 als nicht mehr ansteckend, 124 sind verstorben. Somit sind derzeit 90 Kreisbewohner nachweislich akut mit dem Coronavirus infiziert.
Das Corona-Bürgertelefon des Landratsamts ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr unter 06261/843333 und 06281/52123333 erreichbar.
Rückkehr zum Präsenzunterricht im Kreis Miltenberg
Miltenberg. (lra) "Viele Menschen bewegt die Frage, ob nächste Woche in den Schulen die Rückkehr zum Präsenzunterricht mit Abstand, Hygienekonzept und bei Bedarf Wechselunterricht möglich sein wird", sagt der Miltenberger Landrat Jens Marco Scherf. Auf Basis des Infektionsgeschehens am Donnerstag kann er darauf nun eine Antwort geben: Präsenzunterricht ist wieder möglich. Entsprechendes hat das Landratsamt am Freitag für die kommende Schulwoche verfügt. Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag 24 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 registriert. 169 Menschen sind aktuell in Überwachung und Isolation, zehn Menschen werden mit einem schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 stationär in einer Klinik behandelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag laut RKI bei 68.
Stand Donnerstag sind im Landkreis Miltenberg nun 10.000 Menschen erstgeimpft. "Nächste Woche steigern wir die Tageskapazität auf 600 Impfungen – und wir können noch deutlich mehr, wenn bald noch mehr Impfstoff kommen wird", verspricht der Landrat.
Update: Freitag, 12. März 2021, 18 Uhr
Werte bewegen sich um die 50er-Inzidenz
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Der bange Blick auf die Inzidenzwerte setzt sich fort: Der Landkreis bewegt sich weiterhin im Bereich der wichtigen Schwelle von 50. Am Donnerstag wurden erneut 17 Neuinfektionen vermeldet, so dass der vom Gesundheitsamt errechnete Inzidenzwert zum zweiten Mal hintereinander bei 50,8 lag.
Folgen hat dies erst einmal keine, zumal für eine mögliche Rücknahme der seit Montag geltenden Lockerungen nun doch nicht der in Mosbach errechnete Wert ausschlaggebend ist, sondern der des Landesgesundheitsamts. Und der lag am Mittwoch noch unter 50. Sollte sich der Trend der steigenden Zahlen bis Samstag fortsetzen – und diese sich auch in den Berechnungen des Landesgesundheitsamts widerspiegeln –, müssten die Lockerungen am Dienstag rückgängig gemacht werden. Dann dürften die Geschäfte nur nach Termin öffnen. Doch noch ist es nicht so weit.
Zu den Abweichungen der Inzidenzwerte zwischen Kreis und Land hat uns das Landratsamt folgende Erklärung zukommen lassen: "Das Landratsamt geht derzeit aufgrund einer Mitteilung des Sozialministeriums davon aus, dass für die Öffnungsschritte die Inzidenzzahlen des Landesgesundheitsamt (LGA) maßgeblich sind. Diese werden immer abends veröffentlicht, während das Landratsamt seine Werte schon am frühen Nachmittag veröffentlicht. Auch deshalb weichen die Werte oftmals voneinander ab."
Bei sechs bereits bestätigten Infektionen wurden Mutationen festgestellt. Die Zahl der aktiven Fälle liegt bei 94. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 4412 Kreisbewohner infiziert. 124 Menschen sind in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.
Update: Donnerstag, 11. März 2021, 18.30 Uhr
Die 50 ist wieder überschritten
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Drei Wochen lang lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen im Kreis unter 50, seit dem heutigen Mittwoch ist diese kritische Marke wieder überschritten: 50,8 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner hat das Gesundheitsamt am Mittwoch errechnet. Die maßgeblichen Daten des Landesgesundheitsamts lagen bei Redaktionsschluss dieser Seite noch nicht vor.
Bleibt der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 50, dürfen die Geschäfte – mit zwei Tagen Vorlaufzeit – nur noch nach Terminvergabe öffnen.Das Landratsamt meldete gestern 17 Neuansteckungen, darunter einen Fall in der Zentralgewerbeschule Buchen. Bei acht bereits bekannten Infektionen wurden Mutationen festgestellt.
Die Coronalage im Landkreis entwickelt sich also weiter äußerst dynamisch. Nachdem in den vergangenen beiden Tagen deutlich mehr Neuansteckungen registriert wurden als eine Woche zuvor, gab es am Sonntag und Montag keinen einzigen bestätigten Fall. So bleibt nur zu hoffen, dass die Sieben-Tage-Inzidenz des Neckar-Odenwald-Kreises genauso schnell wieder fällt, wie sie zuletzt gestiegen ist – und der erst seit Montag wieder geöffnete Einzelhandel auch in der kommenden Woche weiter regulär seine Kundschaft empfangen kann.
Das Corona-Bürgertelefon ist werktags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr unter Tel. 06281/ 52123333 erreichbar.
Anteil der Mutante steigt in Miltenberg
Miltenberg. (lra) Der Nachbarkreis Miltenberg hat am Dienstag 26 Neuinfektionen registriert. "Es gibt keine Schwerpunkte bei den Infektionen, aber wie in ganz Deutschland steigt auch bei uns der Anteil der britischen Mutation", teilt Landrat Jens Marco Scherf mit. "Was Hoffnung gibt, sind derzeit Impfungen täglich mit steigender Tendenz, die Impfung nicht-mobiler Menschen zu Hause sowie die Zusage zu deutlich mehr Impfstoff im April und die angekündigte Einbindung der hausärztlichen Praxen."
Im bayerischen Nachbarkreis sind derzeit 150 Menschen in Isolation und Überwachung, zusätzlich befinden sich 246 Menschen als Kontaktperson ersten Grades in Quarantäne. Neun Menschen müssen mit einem schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 stationär behandelt werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwochmorgen laut Robert-Koch-Institut bei 66,0.
Zwei weitere Corona-Todesfälle im Main-Tauber-Kreis
Main-Tauber-Kreis. (lra) Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises hat am heutigen Mittwoch zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer im Alter von über 75 bzw. über 80 Jahren. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 71 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 51 im Jahr 2021.
Zudem wurden am Mittwoch neun neue Fälle einer Coronavirusinfektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Freudenberg, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim, Weikersheim und Wertheim. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3339. Mittlerweile sind zehn weitere und damit insgesamt 3161 Personen wieder genesen. Derzeit sind 107 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 69,5. Eine Woche zuvor, am Mittwoch, 3. März, lag der Wert bei 57,4.
Update: Mittwoch, 10. März 2021, 18.30 Uhr
Inzidenzwert steigt auf 49,4
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Mit einem Schlag hat sich der Landkreis wieder der relevanten Inzidenzschwelle von 50 genähert: Zehn Neuinfektionen wurden am Dienstag vermeldet, so dass die Inzidenz von 43,9 auf 49,4 gestiegen ist. Nachdem es zwei Tage lang keine neuen Infektionen gab, zeigt sich, dass es für eine Entwarnung noch viel zu früh ist. Auswirkungen auf die seit Montag geltenden Lockerungen hat die Steigerung zwar noch nicht. Wenn der Inzidenzwert drei Tage in Folge über 50 liegen würde, dürfen die Geschäfte aber – mit zwei Tagen Vorlaufzeit – nicht mehr regulär, sondern nur nach Terminvergabe öffnen. Angesichts des Auf und Abs der letzten Wochen besteht die Hoffnung, dass der Wert nicht weiter steigt.
Das Gesundheitsamt erhielt am Dienstag zudem Kenntnis über einen weiteren Todesfall im Landkreis mit Covid-19. So verstarb eine 94-jährige Frau. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt auf 124. Zudem wurden bei zwei bereits bekannten Infektionen Mutationen festgestellt. Nachdem der Kreis der Impfberechtigten in Baden-Württemberg gestern erweitert wurde und nun auch alle Menschen ab 70 Jahren geimpft werden können, ist auch das Kreisimpfzentrum in Mosbach gut auf die erweiterte Gruppe der Impfberechtigten vorbereitet. "Die Verantwortlichen werden das Zentrum in Abhängigkeit des gelieferten Impfstoffs auf einen Zweischichtbetrieb an sieben Tagen in der Woche hochfahren. Und es wird auf jeden Fall eine vergleichsweise große Menge an Terminen zur Verfügung stehen", teilte Pressesprecher Jan Egenberger auf RNZ-Nachfrage mit.
"Allein in der laufenden Woche werden über das System des Landes noch rund 1700 Termine für die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astra-Zeneca nach und nach freigeschaltet. Dies geschieht erfahrungsgemäß jeweils um Mitternacht." Hinsichtlich des Impfstoffes bestehe keine Wahlfreiheit.
Update: Dienstag, 9. März 2021, 18 Uhr
Die Impfungen nehmen endlich Fahrt auf
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Die Coronalage im Kreis bleibt stabil! Während es in anderen Regionen des Landes steigende Zahlen gibt, stagnieren die Neuinfektionen im Landkreis. Zum zweiten Mal in Folge vermeldete das Gesundheitsamt am Montag keine neuen Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Neuinfektionen in sieben Tagen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner – ist dadurch von 45,3 auf 43,9 gesunken. Die seit Montag geltenden Lockerungen im Neckar-Odenwald-Kreis haben somit weiterhin Bestand.
Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen minimal von 62 auf 63 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dementsprechend von 43,2 auf 43,9 leicht gestiegen. Sie liegt aber stabil unter dem Schwellenwert von 50. Über der wegweisenden Marke lag der Landkreis zuletzt am 15. Februar – am Rosenmontag (55,0).
Bei zwei bereits bekannten Fällen wurden Mutationen festgestellt. Die Zahl der aktiven Fälle ist auf 72 gesunken. Vor einer Woche waren es noch 91. Unverändert ist die Zahl der Todesfälle: 123 Landkreisbewohner sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 4368 Landkreisbewohner haben sich seit Beginn der Pandemie mit Sars-CoV-2 infiziert.
Blick in die Kommunen
Wie jeden Montag hat das Landratsamt die Infektionszahlen aus den Städten und Gemeinden vermeldet. Die meisten Neuinfektionen gab es in Mosbach (21), Buchen (8) sowie in Neunkirchen und Ravenstein (je 4). Bei den aktiven Fällen steht ebenfalls die Große Kreisstadt an der Spitze der Statistik (18), gefolgt von Buchen, Ravenstein und Walldürn (je 5).
Impfungen
Auch im Landkreis nehmen die Impfungen endlich Fahrt auf: 1781 Menschen wurden in der vergangenen Woche geimpft. Diese Zahl teilt sich wie folgt auf: Im Kreisimpfzentrum in Mosbach (KIZ) wurden 1376 Menschen geimpft (insgesamt 4687), das mobile Impfteam des KIZ hat 228 Impfungen vorgenommen (insgesamt 1729) und das mobile Impfteam des zentralen Impfzentrums hat 177 Personen geimpft (insgesamt 2704).
In den Pflegeheimen im Kreis wurden inzwischen fast alle Bewohner geimpft. Erfreulich: Der letzte Infektionsausbruch in einem Heim liegt schon länger zurück, was für die Wirksamkeit der Impfung spricht. Insgesamt wurden im Kreis bislang 9120 Erst- und Zweitimpfungen mit Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Astra-Zeneca vorgenommen.
Aktuell werden in Baden-Württemberg noch Personen der Prioritätsgruppe 1 geimpft. Dazu zählen unter anderem über 80-Jährige sowie Bewohner und Beschäftigte in Heimen. Zudem werden auch Lehrer und Erzieherinnen geimpft, und zwar mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca. Die zweite Gruppe, zu der die über 70-Jährigen gehören, soll im April an der Reihe sein.
Die Lage in den Kliniken
In den Neckar-Odenwald-Kliniken werden aktuell (Stand: Montagmittag) insgesamt zehn positiv getestete Patienten behandelt (Vorwoche: ebenfalls zehn). Am Standort Buchen werden zwei Patienten mit Positivbefund auf der Isolierstationen medizinisch versorgt. Vier Verdachtsfälle werden derzeit abgeklärt. Am Standort Mosbach werden auf der Isolierstationen sechs und auf der Intensivstation zwei positiv getestete Patienten medizinisch behandelt. Hier ist in einem Fall eine Beatmung notwendig. Zusätzlich läuft an diesem Klinikstandort in drei Fällen eine Verdachtsabklärung.
Erfreulich entspannt gestaltet sich die Lage am Krankenhaus in Hardheim: "Wir haben weiterhin keinen Coronafall stationär in Behandlung", erklärte Verwaltungsleiter Lothar Beger auf RNZ-Nachfrage.
Die Lockerungen
Wie berichtet, greifen seit Montag weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln: Der Einzelhandel hat wieder geöffnet, Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten können auch ohne vorherige Buchung besucht werden, kontaktarmer Sport in kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn Personen ist im Freien und auf Außensportanlagen möglich. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen können Einzelunterricht und Unterricht für Gruppen von bis zu fünf Kindern bis einschließlich 14 Jahre anbieten. Für diese Bereiche gilt die Inzidenzschwelle von 50.
Die Lockerungen enden mit zeitlichem Vorlauf von zwei Werktagen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge die Schwelle von 50 überschreitet. Der Neckar-Odenwald-Kreis wird jeweils tagesaktuell auf seiner Webseite informieren, ob die Lockerungen gelten.
Auch körpernahe Dienstleistungen wie etwa Kosmetikbehandlungen sind möglich. Hier liegt die Inzidenzgrenze bei 100.
Update: Montag, 8. März 2021, 17.30 Uhr
Neckar-Odenwald-Kreis beschließt weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln
Neckar-Odenwald-Kreis. (stk/lra) Die einen machen Luftsprünge, die anderen räumten am Sonntag noch Regale ein. Eins haben die Einzelhändler in der Mosbacher Innenstadt gemeinsam: Ab heute dürfen sie ihre Geschäfte wieder öffnen – unter Auflagen und auch ein bisschen unter Vorbehalt. Aber ab heute darf in den Läden der Mosbacher Innenstadt (und anderswo im Landkreis) wieder geshoppt werden.
Das Land hat am Sonntag die Corona-Verordnung an die Bund-Länder-Einigung der vergangenen Woche angepasst. Das teilte das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis mit. Danach sind Öffnungsschritte für Stadt- und Landkreise vorgesehen, die stabil unter bestimmten Inzidenzschwellen liegen. Auf dieser Grundlage hat das Landratsamt unverzüglich die stabile Unterschreitung der Inzidenzschwelle von 50 festgestellt.
Deshalb greifen ab dem morgigen Montag, 8. März, gemäß § 20 Abs. 3 Satz 2 der Corona-Verordnung im Neckar-Odenwald-Kreis weitreichende Lockerungen der Corona-Regeln:
Einzelhandel, Ladengeschäfte und Märkte können unter geltenden Hygieneauflagen für diesen Bereich wieder komplett öffnen: Maskenpflicht (medizinische oder FFP2-/KN95-/N95-Maske), Begrenzung der Kundenzahl auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter (m²) für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche und einem weiteren Kunden für jede weiteren 20 m² Verkaufsfläche.
Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten können auch ohne vorherige Buchung besucht werden. Die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher müssen dokumentiert werden.
Kontaktarmer Sport in kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn Personen ist im Freien und auf Außensportanlagen möglich.
Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen können Einzelunterricht und Unterricht für Gruppen von bis zu fünf Kindern bis einschließlich 14 Jahre anbieten. Dies gilt nicht für Ballett- und Tanzschulen.
Im Rahmen des Betriebs sind Beschränkungen aus Gründen des Infektionsschutzes zu beachten, so gilt etwa für den Einzelhandel eine Beschränkung der Kundenzahl nach Fläche (gemäß § 13 Abs. 2 CoronaVO).
Die Lockerungen enden mit zeitlichem Vorlauf von zwei Werktagen, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz drei Tage in Folge die Schwelle von 50 überschreitet. Der Neckar-Odenwald-Kreis wird jeweils tagesaktuell auf seiner Webseite informieren, ob die Lockerungen gelten.
Das Gesundheitsamt appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die bekannten Hygieneregeln bei allen Aktivitäten weiterhin streng zu beachten, um einen Anstieg der Infektionszahlen und damit auch das unweigerliche Zurücknehmen der Lockerungen zu vermeiden.
"Die Freude ist bei uns ganz klar im Vordergrund", sagte Holger Schwing, Inhaber der beiden gleichnamigen Bekleidungsgeschäfte und Vorsitzender von "Mosbach aktiv". Der hatte in der vergangenen Woche vor allem mit einem Video Aufsehen erregt, in dem er sich über die Schließung des lokalen Einzelhandels ausließ. "Das Video wurde bisher 50 000-mal angesehen", erzählt der Unternehmer. "Es war beeindruckend, welche Reaktionen es gab, damit hatte ich nicht gerechnet", sagt Schwing. Für den heutigen Montag stehen Schwing und seine Mitarbeiter in den Startlöchern. "Die Mitarbeiter sind froh, endlich wieder arbeiten zu dürfen." Natürlich hat der Geschäftsmann großes Interesse daran, dass die Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin unter 50 bleibt. "Falls nicht, bitte ich aber um Verständnis", sagt Schwing. Wenn die Inzidenz im Landkreis wieder steigt, muss der Einzelhandel wieder schließen. Es darf allerdings Terminshopping angeboten werden (bei einer Inzidenz unter 100). "Termine können natürlich auch sehr kurzfristig vereinbart werden."
Holger Schwing rechnet damit, dass einige Kunden zur Wiedereröffnung der Läden in der Innenstadt kommen werden. "Wenn ich den Äußerungen der Menschen Glauben schenken darf, kommen viele. Aber es gibt auch noch Ängste vor einer Infektion." Dieses Risiko will er in seinen Läden möglichst gering halten, hat sogar Luftreiniger angeschafft. "Trotzdem herrscht Maskenpflicht und eine Begrenzung der Kundenzahl", verweist Schwing auf die Corona-Auflagen. Die Mitarbeiter Schwings, die freuen sich wahnsinnig, dass es wieder losgeht. In den sozialen Netzwerken riefen sie am Sonntagabend laut "Hurra". Bei Dienstantritt werden sie es mit Sicherheit ebenfalls tun.
Weitere Informationen gibt es auf www.baden-wuerttemberg.de.
18 neue Infektionen
Neckar-Odenwald-Kreis. (rnz) Die Inzidenz bleibt relativ stabil unter 50: Am Samstag vermeldete das Gesundheitsamt des Neckar-Odenwald-Kreises 18 neue Infektionen mit dem Coronavirus, am Sonntag kam keine weitere Infektion hinzu. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt damit bei 45,3.
Mit dem weiterhin stabilen Inzidenzwert unter 50 treten auch einige Lockerungen in Kraft (siehe nebenstehenden Artikel). Bei vier bereits bekannten Fällen handelt es sich um Virusmutationen, welche das sind, gibt das Landratsamt schon seit geraumer Zeit nicht mehr bekannt. 4368 Bewohner des Kreises haben sich seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, davon gelten 4128 als nicht mehr infektiös, 123 sind in Zusammenhang mit dem Virus verstorben.
Auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern im Landkreis (also Neckar-Odenwald-Kliniken und Krankenhaus Hardheim) werden laut Divi-Intensivregister drei Covid-19-Patienten behandelt, zwei von ihnen müssen beatmet werden (Stand: Sonntag, 12.15 Uhr).
Update: Sonntag, 7. März 2021, 17.30 Uhr
Ein Todesfall wurde gemeldet
Neckar-Odenwald-Kreis. (tra) Das Gesundheitsamt meldete am Freitag einen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19: Im Kreis starb ein 82-jähriger Mann. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt auf 123.
Elf neue Infektionen wurden bestätigt. Es sind keine Gemeinschaftseinrichtungen betroffen, bei drei bereits bekannten Infektionen wurden Mutationen festgestellt.
Die Inzidenz lag, so das Landratsamt, bei 45,3. Das Landratsamt teilte mit, dass es zu Abweichungen zwischen den von den Gesundheitsämtern herausgegebenen Zahlen und den vom Landesgesundheitsamt (LGA) errechneten Inzidenzen kommen kann. Gründe könnten Verzögerungen bei der Übermittlung sein.
Landrat Dr. Achim Brötel äußerte sich zum Stand der Umsetzung möglicher Öffnungsschritte: "Bis jetzt ist uns nur das bekannt, was die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten beschlossen haben. Dieses Papier wirft mehr Fragen als Antworten auf. Kreisbezogene Öffnungen mit einem Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen tragen nicht zur Klärung bei. Insofern hätten wir uns eine landesweit geltende Regelung gewünscht. Wir sind jedoch darauf vorbereitet, am Wochenende entsprechende Maßnahmen zu treffen."
Update: Freitag, 5. März 2021, 17.15 Uhr
17 neue Fälle - Betroffene bei der Arbeit infiziert?
Neckar-Odenwald-Kreis. (tra) Das Gesundheitsamt meldete am Donnerstag 17 neu nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 48,0. "Es sind mehrere Familien betroffen, die nicht in einem Zusammenhang stehen", erläuterte Pressesprecher Jan Egenberger auf Nachfrage der RNZ. Es könnte, so Egenberger, der Fall sein, dass sich die Betroffenen im beruflichen Kontext infiziert haben.
Während in Gemeinschaftseinrichtungen keine neuen Fälle nachgewiesen wurden, stellte das Gesundheitsamt bei zwei bereits bekannten Infektionsfällen Mutationen fest. 4117 der 4339 Personen, bei denen das Virus seit Beginn der Pandemie nachgewiesen wurde, waren am Donnerstag nicht mehr infektiös. Die Zahl der akuten Fälle lag bei 100. Die Zahl der Todesfälle ist nicht gestiegen. Sie lag am Donnerstag weiterhin bei insgesamt 122.
Die Inzidenz nähert sich wieder der 50 an. Wird das Folgen haben? "Es gibt keinen Automatismus hin zu Ausgangsbeschränkungen, falls die 50er-Inzidenz wieder überschritten wird. Der entsprechende Erlass des Landes muss voraussichtlich ohnehin der neuen Rechtslage nach den Bund-Länder-Beschlüssen angepasst werden. Sofern die Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen tatsächlich über 50 liegen sollte, wird das Landratsamt auf dieser Basis die Lage neu beurteilen", so Egenberger.
Info: Das Bürgertelefon ist werktags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr unter 0 62 61 / 84 33 33 und 0 62 81 / 52 12 33 33 erreichbar.
Update: Donnerstag, 4. März 2021, 18 Uhr
Inzidenz liegt nun bei 44,6
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Nachdem am Dienstag zwei Neuinfektionen gemeldet worden waren und sich die Sieben-Tage-Inzidenz in Richtung 35er-Marke bewegte, haben 15 am Mittwoch bestätigte Ansteckungen den Wert auf 44,6 schnellen lassen. Gestern wurden keine Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen bekannt, und auch weitere Fälle von mutierten Coronaviren konnten nicht festgestellt werden.
Die Zahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorbenen Kreisbewohner ist seit mehr als zwei Wochen unverändert. Damit sind dem Gesundheitsamt 99 akute Coronafälle bekannt.
Update: Mittwoch, 3. März 2021, 18.30 Uhr
Inzidenzwert sinkt auf 35,5 - Nur zwei Neuinfektionen
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Eine erfreuliche Nachricht gab es am Dienstagnachmittag aus dem Landratsamt zu hören: Der Inzidenzwert nähert sich wieder der wichtigen 35er-Marke, die bei künftigen Lockerungen, über die am Mittwoch in Berlin gesprochen wird, wichtig werden könnte. Der Wert sank im Vergleich zum Montag um 7,7 Punkte von 43,2 auf 35,5. Zwei Neuinfektionen wurden gemeldet, nachdem es am Dienstag vor einer Woche noch 13 waren. Bei einer bereits bestätigten Infektion wurde eine Mutation festgestellt.
Die Zahl der aktiven Fälle ist auf 89 gesunken. Unverändert ist weiterhin die Zahl der Todesfälle: 122 Landkreisbewohner sind seit dem Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Insgesamt gibt es jetzt 4307 bestätigte Infektionen im Landkreis. Als nicht mehr infektiös gelten 4096 Menschen.
Info: Das Corona-Bürgertelefon des Landratsamts ist werktags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr unter (0 62 61) 84 33 33 und (0 62 81) 52 12 33 33 erreichbar.
Update: Dienstag, 2. März 2021, 16.15 Uhr
Das Auf und Ab setzt sich fort
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Neuinfektionen an den zurückliegenden Tagen von 53 auf 62 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Neuinfektionen in sieben Tagen, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner – ist dementsprechend von 36,9 auf 43,2 geklettert. Betrachtet man aber die einzelnen Tage der vergangenen Woche, so ist kein linearer Anstieg der Zahlen, sondern ein ständiges Auf und Ab im Bereich von Werten zwischen 34 und 44 feststellbar.
Zwei neue Fälle wurden am Montag gemeldet. Zudem wurden bei 14 bereits bestätigten Infektionen Mutationen festgestellt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung liegt bei 122 – seit 12. Februar ist diese Zahl erfreulicherweise unverändert. 4305 Landkreisbewohner haben sich seit Beginn der Pandemie mit Sars-CoV-2 infiziert. Aktive Fälle gibt es im Kreis aktuell 91.
> Blick in die Kommunen: Wie jeden Montag hat das Landratsamt die Infektionszahlen aus den Städten und Gemeinden vermeldet. Die meisten Neuinfektionen gab es in Mosbach (18), Buchen (8) und Walldürn (8).
> Impfungen: Im Kreis wurden bislang über 7000 Erst- und Zweitimpfungen vorgenommen. Diese teilen sich wie folgt auf: 3311 im Kreisimpfzentrum in Mosbach (KIZ), 1501 durch das mobile Impfteam des KIZ, 2527 durch das mobile Impfteam des zentralen Impfzentrums.
Aktuell steht dem Kreisimpfzentrum Impfstoff von Astra-Zeneca und Biontech zur Verfügung. Für den Biontech-Impfstoff werden im KIZ aufgrund der gelieferten Dosen derzeit wöchentlich bis zu 800 Termine angeboten, bei Astra-Zeneca sind es deutlich mehr. So sind dem KIZ bis Ostern circa 11.000 Impfdosen Astra-Zeneca zugesagt sowie weiterhin wöchentlich bis zu 1100 Impfdosen Biontech. Letztere werden aber auch für das mobile Impfteam genutzt.
> Die Lage in den Kliniken: In den Neckar-Odenwald-Kliniken werden aktuell (Stand: Montag) insgesamt zehn positiv getestete Patienten behandelt (Vorwoche: acht). Am Standort Buchen werden derzeit vier Patienten mit Positivbefund auf der Isolierstation medizinisch versorgt. Vier Verdachtsfälle werden derzeit abgeklärt. Am Standort Mosbach werden auf der Isolierstation drei und auf der Intensivstation ebenfalls drei positiv getestete Patienten medizinisch behandelt. In zwei Fällen ist hier eine Beatmung notwendig. Zusätzlich läuft an diesem Klinikstandort in vier Fällen eine Verdachtsabklärung.
Erfreulich entspannt gestaltet sich die aktuelle Lage am Krankenhaus in Hardheim: "Wir haben seit über einer Woche keinen Coronafall stationär behandelt", erklärt Verwaltungsleiter Lothar Beger. Vorsorglich werde aber auch weiterhin jede Neuaufnahme im Krankenhaus bis zum Vorliegen eines Testergebnisses isoliert behandelt.
Update: Montag, 1. März 2021, 18 Uhr
Inzidenz steigt auf 43,9 - 18 Neuinfektionen gemeldet
Neckar-Odenwald-Kreis. (rüb) Die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis steigt wieder leicht an: 18 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 wurden übers Wochenende gemeldet, 15 am Samstag und drei am Sonntag. Am Wochenende zuvor waren es nur zwölf Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt daher von 39,7 auf 43,9. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 4303 Landkreisbewohner infiziert. 122 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.
Info: Das Corona-Bürgertelefon des Landratsamts ist werktags von 8 bis 16 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr unter (0 62 61) 84 33 33 und (0 62 81) 52 12 33 33 erreichbar.
Update: Sonntag, 28. Februar 2021, 17 Uhr
Neue Mutante nachgewiesen
Neckar-Odenwald-Kreis. (lu) Nachdem die britische Virusvariante längst im Neckar-Odenwald-Kreis angekommen ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis hier auch weitere mutierte Formen von Coronaviren auftreten. So teilte das Landratsamt am Freitag mit, dass bei bereits erfassten Infektionen vier Fälle einer im Kreis bisher noch nicht nachgewiesenen Mutante festgestellt wurden.
Um welchen Typ es sich dabei genau handelt (um den südafrikanischen oder den brasilianischen), ist noch nicht kannt; die Laboruntersuchungen hierzu dauern an. Für den weiteren Umgang mit den Infizierten spiele der Typ der Virusvariante allerdings auch keine Rolle, erklärte Kreissprecher Jan Egenberger auf RNZ-Nachfrage. Die Maßnahmen – beispielsweise eine verlängerte Quarantäne – seien jeweils identisch und würden stets umgehend veranlasst.
Daneben wurden gestern 15 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet, darunter ein Fall im evangelischen Kindergarten "Lindenbaum" in Auerbach. Die betroffene Gruppe wurde in Quarantäne geschickt. Da am Freitag letzter Woche acht Fälle weniger als gestern registriert wurden, stieg auch die Sieben-Tage-Inzidenz wieder an. Sie liegt nun bei 39,7.
Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt 4285 Einwohner des Neckar-Odenwald-Kreises positiv auf das Coronavirus getestet. Davon gelten 4066 als nicht mehr ansteckend, 122 sind verstorben. Somit sind dem Gesundheitsamt aktuell 97 Personen im Kreis bekannt, die akut mit dem Coronavirus infiziert sind.
Update: Freitag, 26. Februar 2021, 17.45 Uhr
Inzidenz wieder im grünen Bereich
Neckar-Odenwald-Kreis. (RNZ) Allem Anschein nach folgt der Neckar-Odenwald-Kreis doch (noch?) nicht dem Bundestrend der wieder ansteigenden Corona-Infektionsfälle. Nach einem kurzen Auf zum Wochenbeginn zeigt die Inzidenzkurve wieder nach unten. Gestern hat das Gesundheitsamt einen Wert von 34,1 errechnet. Somit liegt der Landkreis erstmals seit über vier Monaten unterhalb der Vorwarnstufe. Zwölf Neuinfektionen hat das Landratsamt am Donnerstag gemeldet. Bei drei bereits bekannten Fällen wurde die britische Virusvariation B.1.1.7 festgestellt. Die jeweiligen Ansteckungsquellen der mit der Mutante Infizierten seien bekannt, teilte die Behörde mit.
Von einer steigenden Nachfrage nach Impfterminen mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca berichtete Kreissprecher Jan Egenberger gestern im Gespräch mit der RNZ. Einer der beiden Tage, an denen in der kommenden Woche in Mosbach mit Astra-Zeneca geimpft wird, sei schon komplett ausgebucht.
Update: Donnerstag, 25. Februar 2021, 17.30 Uhr
Kreisimpfzentrum erweitert Öffnungszeiten für AstraZeneca-Impfungen
Mosbach. (RNZ) Nachdem das Kreisimpfzentrum in Mosbach nun mit mehr Impfstoff von AstraZeneca versorgt wurde und das Land ab sofort die Impfberechtigung für Teile der Personengruppe 2 geöffnet hat, hat das Kreisimpfzentrum die Öffnungszeiten entsprechend erweitert und deutlich mehr Termine zur Impfung des Impfstoffs von AstraZeneca zur Verfügung gestellt. Das teilt das Landratsamt mit.
Ab Mitte März wird dann das Kreisimpfzentrum an mehreren Tagen künftig einen Zweischichtbetrieb anbieten, sodass an diesen Tagen Impfungen von 7 bis 21 Uhr möglich sind. Die jeweils zur Verfügung stehenden Termine sind wie immer über die landesweite Hotline 116117 oder online unter www.impfterminservice.de zu buchen. Eine vorherige Bekanntgabe der Buchungstermine kann aufgrund der dynamischen Terminlage nicht erfolgen.
Welche Personengruppen aktuell zu den Impfberechtigten gehören, erfahren Sie aktuell hier.
Auf und ab in der Coronastatistik
Nachdem die Corona-Infektionszahlen im Landkreis am Montag und Dienstag noch über den eine Woche zuvor gezählten lagen, wurden am Mittwoch wieder deutlich weniger Fälle gemeldet: Lediglich zwei Kreisbewohner bekamen gestern ein positives Testergebnis; am Mittwoch letzter Woche waren es zwölf. Folglich sinkt auch die Sieben-Tage-Inzidenz wieder: Sie liegt nun bei 35,5. Allerdings wurde bei vier weiteren bereits erfassten Fällen die britische Virusvariante nachgewiesen; bei drei davon ist die Infektionsquelle bekannt.
Insgesamt haben sich bisher 4258 Kreisbewohner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 4052 davon gelten mittlerweile als nicht mehr ansteckend, 122 sind verstorben. Somit sind dem Gesundheitsamt derzeit 84 akut infizierte Personen im Landkreis bekannt. Nachdem das Kreisimpfzentrum in Mosbach nun die nächsten Wochen auskömmlich mit Impfstoff von Astra-Zeneca versorgt wurde und das Land ab sofort die Impfberechtigung für Teile der Personengruppe 2 öffnet, hat das Impfzentrum die Öffnungszeiten entsprechend erweitert und deutlich mehr Termine zur Impfung zur Verfügung gestellt.
Ab Mitte März wird das KIZ dann an mehreren Tagen einen Zweischichtbetrieb anbieten, sodass an diesen Tagen Impfungen von 7 bis 21 Uhr möglich sind. Die jeweils zur Verfügung stehenden Termine sind wie immer über die landesweite Hotline 116117 oder online unter www.impfterminservice.de zu buchen.
Eine vorherige Bekanntgabe der Buchungstermine erfolge aufgrund der dynamischen Terminlage nicht, teilte das Landratsamt mit.
Welche Personengruppen aktuell zu den Impfberechtigten gehören, kann den häufig gestellten Fragen entnommen werden, die das Landratsamt auf www.neckar-odenwald-kreis.de unter "Coronainformationen/Kreisimpfzentrum" veröffentlicht hat.
Update: Mittwoch, 24. Februar 2021, 16 Uhr
Infektionszahlen steigen wieder