Walldorf: Wirbel um SAP-Kauf Crossgate
Walldorf. (RNZ) SAP-Mitgründer und Mäzen Dietmar Hopp soll vor etwa zehn Jahren seinen Einfluss bei dem Softwarekonzern genutzt haben, um eine Beteiligung seines Sohnes Daniel zu retten. Das geht aus vertraulichen E-Mails und Dokumenten hervor, über die der "Spiegel" und das ARD-Magazin "Fakt" berichten. Danach hatte SAP im Jahr 2011 die Firma Crossgate, an der Hopps Sohn Anteile hielt, für einen dreistelligen Millionenbetrag erworben – trotz offenbar bestehender interner Bedenken. Zuvor hätten beide Unternehmen kooperiert, allerdings nicht besonders erfolgreich.
Trotzdem soll sich Hopp direkt an den damaligen SAP-Vorstand gewandt haben, um zu einem Abschluss bei Crossgate zu kommen. Doch auch nach der Integration von Crossgate lief es kaum besser, was SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner offenbar ärgerte.
In einer Mail an Vorstände schrieb er laut "Spiegel" Ende 2012: "Hat der Verkäufer das Unternehmen falsch dargestellt? Gab es keine ordentliche Prüfung? Gab es Insidergeschäfte?"