Moschee Buchen: "Brandstiftung ist sehr wahrscheinlich"
Buchen. (mb) Der Schreck war groß am 23. Dezember des vergangenen Jahres: In den Morgenstunden entdeckte ein Passant, dass das Nebengebäude der Buchener Moschee in der Gutenbergstraße fast vollständig abgebrannt war. Die Buchener Feuerwehr rückte an und löschte die verbliebenen Brandnester großzügig ab.
Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen die Ermittlungen auf. Fünf Monate später zeigte Harun Bozkurt, Vorsitzender der Moschee-Gemeinde, die unveränderten Überreste des fast vollständig abgebrannten Gebäudes. In der ehemaligen Doppelgarage hatte die Gemeinde eine Küche eingerichtet. Das zerstörte Inventar haben Gemeindemitglieder entsorgt.
Der Erste Staatsanwalt Florian Sommer von der Staatsanwalt Mosbach bestätigte, dass sehr wahrscheinlich Brandstiftung die Ursache für das Feuer war. Denn im hinteren Teil des Gebäudes habe man Brandbeschleuniger nachweisen können. Trotz umfassender Ermittlungsmaßnahmen habe man den Täter nicht finden können. Deshalb wurde das Verfahren eingestellt.
Dass das Gebäude noch nicht instandgesetzt wurde, liegt nach den Worten von Harun Bozkurt an der Versicherungsgesellschaft, bei der die Gemeinde eine Gebäudeversicherung abgeschlossen hat. Diese prüfe noch, ob der Versicherungsschutz sich auch auf das Nebengebäude erstreckt.