World News

Eberbach: "Aufholjagd" und "Lernbrücken 2021" gegen Coronadefizite

Von Martina Birkelbach

Eberbach. "#Aufholjagd" heißt das schuleigene Förderprogramm der Gemeinschaftsschule (GMS), an dem alle Schüler in den letzten drei Wochen vor den Sommerferien teilnehmen. Beschlossen haben das jetzt alle Lehrkräfte der GMS gemeinsam in einer Gesamtlehrerkonferenz. Das Schulleitungsteam mit Rektor Udo Geilsdörfer und seinem Stellvertreter Jan Coßmann sowie den Lehrern Stefanie Denner-Götz und Roman Scholl hat das Programm ausgearbeitet.

"Durch die mehrfachen (Teil-)Schulschließungen seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 waren die Schüler wiederholt auf das Lernen zu Hause angewiesen. Die Lehrkräfte haben sich mit großem Engagement dafür eingesetzt, dass unter diesen schwierigen Bedingungen der Erziehungs- und Bildungsauftrag umgesetzt werden konnte", sagt Rektor Geilsdörfer. Trotzdem konnten nicht alle Schüler gleich gut erreicht werden, manche mussten sehr lange Zeit von zu Hause lernen.

Das hat laut dem Rektor bei einigen – insbesondere bei leistungsschwächeren – Schülern "Nachholbedarf zur Folge". Deshalb wird nun vom 5. bis 23. Juli das Förderprogramm angeboten, welches mit dem Titel "#Aufholjagd" versehen wurde. Hauptsächlich sollen dabei die Grundlagen der Fächer Deutsch, Mathematik sowie Fremdsprachen angeboten werden. Geilsdörfer erklärt: "Die Förderungen werden individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und die Niveaustufen unserer Schüler abgestimmt sein". Die "#Aufholjagd" soll sich vom normalen Schulalltag abheben; "wir wollen das Fördern (Coronadefizite) in den Vordergrund stellen und es soll allen unseren Schülern möglichst individuell zugutekommen". Die Teilnahme an dem Programm ist Pflicht. Es wird in die Schulzeit integriert und von den Lehrkräften, FSJlern und Jugendbegleitern begleitet. Dafür werden laut Geilsdörfer Kürzungen im Schulcurriculum vorgenommen; "das sind Freiheiten, die die Schule hat, um vom Bildungsplan abzuweichen". Im Klartext bedeutet das, dass in den Nebenfächern der Unterricht ein wenig gekürzt wird, um es den Hauptfächern zuzugeben. "Wir kürzen aber nicht am Bildungsplan, sondern an der Zeit", betont Geilsdörfer.

In den letzten beiden Wochen der Sommerferien wird in der GMS außerdem das Lern- und Förderprogramm "Lernbrücken 2021" des Landes Baden-Württemberg angeboten. Den Schülern soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden, Unterrichtsstoff nachzuholen und pandemiebedingte Lernrückstände aufzuholen. "Sie sollen möglichst gut vorbereitet und motiviert in das nächste Schuljahr starten können", betont Geilsdörfer. Entgegen dem Programm "#Aufholjagd" ist das Förderprogramm des Landes freiwillig. Laut Geilsdörfer sollen dabei die Schüler, die Bedarf haben, von den Lehrkräften für diese Maßnahme vorgeschlagen werden. Die Eltern müssen mit einer verbindlichen Anmeldung zustimmen.

Das Programm wird mit Aufgaben, die vom Land gestellt werden, versorgt. Lehrer können sich freiwillig für das Programm melden. Zudem werden Lehramtsstudenten und Referendare eingesetzt. Die Koordination liegt, wie Geilsdörfer erläutert, bei den Schulämtern, die sich dann mit den Schulen absprechen. Es können auch "Standorte" für das Programm festgelegt werden. Das heißt, dass es sein kann, dass die teilnehmenden Schüler an andere Schulen gehen müssen.

Читайте на сайте