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Neckarbischofsheim: Saisonstart im August-Schütz-Freibad

Von Christiane Barth

Neckarbischofsheim. Lächelnde Gesichter überall, obwohl das Wasser noch ein wenig frisch ist. 21,5 Grad Celsius zeigt das Thermometer im Becken, doch die Quecksilbersäule klettert schnell nach oben. Ein Freibad lebt von Sommer, Sonne und natürlich Wasser. Und davon gab es zur Wiedereröffnung reichlich.

Vergangenes Jahr musste zu bleiben, dieses Jahr musste erst mal abgewartet werden: Jetzt endlich konnte auch das August-Schütz-Freibad als letztes Freibad in der Region in die Saison starten. Die vom Turnverein betriebene Einrichtung hat die lange Zwangspause durchaus gut genutzt, sie wurde in der Corona-Pause ein wenig umgestaltet: Ein neues Kinderbecken da, rund 300 Quadratmeter mehr Fläche hier, Modernisierung der Chlorgasanlage dort und auch ein neuer Zaun. Nicht nur Schönheitskorrekturen, sondern auch technische Aufrüstung. Nachdem die vergangene Saison ins Wasser gefallen war, startet der Verein nun hoch motiviert in diesen Sommer. "Letztes Jahr waren uns die Auflagen zu hoch, das konnten wir den Ehrenamtlichen nicht zumuten", meint Vorstandsmitglied Günter Römmele.

Vorsitzende Martina Wanke kassiert gerade Jahreskarten und muss die ersten Anfragen für den "Piraten", ein Schwimmabzeichen, regeln. Ganz normaler Freibadbetrieb. Davon haben der Verein und die Gäste der kleinen, aber feinen Anlage lange nur träumen können. Vor einer Woche wurde das Wasser eingelassen, die neuen Chlorgasleitungen sind seit vergangenem Mittwoch in Betrieb. Auf die Lieferung des neuen Kinderbeckens warten die Vereinsmitglieder derzeit mit großer Spannung. Das alte Kinderbecken hatte sich abgesenkt, das Fundament für das neue steht bereits. Investitionskosten der gesamten Renovierung: 130.000 Euro.

Wer sich registriert, ist dabei. Der Eintritt wird über die Internetseite des Vereins gebucht. Auch die Abmeldung kann, falls sich die Pläne geändert haben, über einen Button auf der Website getätigt werden. Bezahlt wird erst an der Freibadkasse. Die technischen Finessen für die Online-Anmeldung hat die ortsansässige Firma Hochwarth IT kostengünstig übernommen. Eine Staffelung der Reservierungszeiten gibt es in Neckarbischofsheim nicht. Die Buchung gilt für den gesamten Tag. 300 Gäste sind zugelassen. Im Becken dürfen 49 Personen gleichzeitig sein.

Die neue Fläche, die der Verein von der Stadt zugesprochen bekommen hat und die nun die Liege- sowie Spielweise deutlich erweitert, ist noch nicht freigegeben. Der Verein will noch warten, bis das frisch eingesäte Gras gewachsen ist. Im Rahmen der Rewe-Aktion "Scheine für Vereine" kaufte der Verein zudem sechs neue Bänke und eine Sitzgruppe.

Ein Freibadfest zu planen, das trauen sich die Ehrenamtlichen jedoch noch nicht. Sie wollen zunächst den regulären Badebetrieb sicherstellen und sind dankbar, dass das jetzt wieder geht. Diese Vorgehensweise scheint der Vorsitzenden vernünftiger. Auch der Kiosk ist wieder am Start. Obwohl Betreiber Heino Schilling im vergangenen Jahr offen hatte, freut auch er sich nun über den Start des Badebetriebes. "Vom To-go-Geschäft konnte ich ja kaum die Unkosten decken", gesteht er. Auch er hat ein Lächeln auf den Lippen. Die Badehose liegt ebenfalls bereit.

Das Bad soll bis 12. September in Betrieb sein, sofern die Pandemie das zulässt. Geöffnet ist täglich von 10 bis 20 Uhr.

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