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Unwetter Region Heidelberg: Riesiger Baum stürzt bei Unwetter in Leimen auf ein Auto

Von Christoph Moll

Region Heidelberg. Kurz, aber heftig – und örtlich sehr unterschiedlich: So war das Unwetter am Sonntagabend, das zumindest eine Nacht lang für halbwegs angenehme Temperaturen sorgte. Und für einige Einsätze der Feuerwehren rund um Heidelberg. Eine Übersicht:

> In Leimen ging der Alarm gegen 22 Uhr ein. In der Hildastraße im Stadtzentrum war ein mächtiger Baum von einem Grundstück auf die Fahrbahn gestürzt und hatte ein Auto unter sich begraben. "Wir waren überrascht, wie groß der Baum war", berichtet Stadtbrandmeister Armin Nelius. "Zum Glück war kein Fußgänger darunter." Und auch im geparkten Auto war kein Insasse mehr. An dem VW Golf dürfte Totalschaden entstanden sein: Das Dach wurde eingedrückt und die Scheiben flogen heraus. "Wir wollten den Baum zunächst vom Auto herunterziehen, doch das funktionierte nicht", erzählt Nelius. Also musste er von beiden Seiten zersägt werden. "Der Baum hat für den Wind eine große Angriffsfläche geboten", meint Nelius. Er wurde mitsamt Wurzel herausgerissen. Im Stadtteil Gauangelloch gab es noch mehrere kleine Unwettereinsätze.

> In Bammental stürzte ein großer Teil eines Baumes gegen 21.50 Uhr genau auf die inoffizielle "Grenze" zum Ortsteil Reilsheim – und zwar an der Brücke über die Elsenz in der Reilsheimer Straße. "Fünf Minuten nach Beginn des Unwetters kam schon der Alarm", berichtet Feuerwehrkommandant Timo Winkelbauer. "Der Baum hätte ein Auto zusammengedrückt." Zum Glück aber kam niemand zu Schaden. Ein Auto und der gegenüber geparkte Verkaufswagen des Restaurants "Hase im Mond" wurden allerdings beschädigt. Hier war vor einigen Jahren bereits ein riesiger Baum gefällt worden. Winkelbauer hofft, dass die Gemeinde nun alle Bäume in diesem Bereich kontrolliert. Der Baum blockierte auch die Feuerwehrleute, die von Reilsheim zum Feuerwehrhaus fahren wollten. Winkelbauer selbst parkte vor dem Baum und fuhr per Anhalter ins Feuerwehrhaus. Noch bevor der Baum zersägt war, gab es weitere Einsätze: Im Großen Höhenweg war ein Bauzaun umgestürzt und auf der L 600 nach Gaiberg mussten Äste beseitigt werden. "Man muss bei Unwettern inzwischen mit allem rechnen", sagt Winkelbauer.

> In Eppelheim sorgte das Unwetter für einen Stromausfall. Die Feuerwehr wurde gegen 20.40 Uhr in die Kepplerstraße gerufen. Dort flogen an einem Dachständer auf einem Haus die Funken. Kommandant Uwe Wagner berichtet, dass die Ursache eine schadhafte Isolierung in Verbindung mit dem starken Regen war. Die Stadtwerke schalteten die Leitung stromlos und die Feuerwehr kontrollierte mit der Drehleiter aus Heidelberg und einer Wärmebildkamera das Dach. Die Stadtwerke teilten mit, dass es noch zu einer weiteren Störung an einem Dachständer in der Peter-Böhm-Straße kam. Rund 40 betroffene Häuser waren kurz vor Mitternacht wieder am Netz.

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