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Mannheim/Weinheim: Vom "Falschen Polizeibeamten" bis hin zum "Schockanruf"

Mannheim/Weinheim. (pol/sake) In der Metropolregion trieben am Montag Trickbetrüger wieder ihr Unwesen. Mit der Betrugsmasche "Falscher Polizeibeamter" und dem sogenannten "Schockanruf" waren sie auf der Suche nach potenziellen Opfern. Die Betrüger wechselten im Laufe des Montags zwischen den Betrugsmaschen und versuchten so, die Angerufenen um ihr Erspartes zu bringen, teilt die Polizei in einer Mitteilung mit. 

Neben den Mannheimer Stadtteilen Käfertal und Feudenheim, war auch wieder die Region um Weinheim betroffen. Glücklicherweise reagierten alle Betroffenen im Alter zwischen 65 und 88 Jahren richtig und keinem entstand ein Schaden.

83-Jährige und 81-Jähriger durchschauen die Betrüger 

Bereits am Montag gegen 10.15 Uhr versuchten die Trickbetrüger ihr Glück bei einer 83-Jährigen aus Mannheim-Feudenheim. Sie stellten sich am Telefon als angebliche Polizeibeamte vor, die in der Nähe des Wohnhauses der Frau zwei Einbrecher festgenommen hätten. Die Täter hätten einen Zettel bei sich gehabt, auf dem persönliche Daten der 83-Jährigen notiert gewesen seien. Deshalb sei sie besonders gefährdet und solle unbedingt mit den "Falschen Polizeibeamten" zusammenarbeiten, sagten die Männer der älteren Dame. Die 83-Jährige durchschaute aber die Betrugsmasche und beendete das Gespräch. 

Nur wenige Minuten später versuchten es die Trickbetrüger dann mit derselben Betrugsmasche bei einem 81-Jährigen aus Mannheim-Käfertal. Aber auch er erkannte den dreisten Betrugsversuch und legte auf.

"Schockanrufe" wirken nicht 

Da die Betrugsmasche offenbar nicht zum gewünschten Erfolg führte, versuchten es die Betrüger in den frühen Nachmittagsstunden mit dem sogenannten "Schockanruf". Die Täter erzählten allen Betroffenen aus der Region Weinheim eine nahezu identische Geschichte: Die Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall gehabt, bei der eine Person tödlich verletzt worden sei. Da angeblich kein Versicherungsschutz mehr bestehen würde, müssten die Betroffenen nun einen Geldbetrag in Höhe von 80.000 Euro bezahlen.

Keiner der Betroffenen ging auf die Forderungen der Trickbetrüger ein.

Stattdessen beendeten alle das Gespräch und kontaktierten ihre Familienangehörigen und die Polizei.

Die Polizei gibt folgende Warnhinweise:

  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert:
    • Ziehen Sie unbedingt eine Vertrauensperson hinzu und besprechen
    • Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen.
  •    Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an Ihnen unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

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