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Elektro-Vorreiter: Tesla-Auslieferungen fallen nach Ende von US-Elektroprämie

Stern 

US-Präsident Donald Trump ließ die Elektroauto-Subventionen auslaufen. Tesla brachte das erst einen kurzfristigen Schub durch Torschlusspanik - und jetzt den nächsten Rückgang.

Die Tesla-Auslieferungen sind im vergangenen Quartal nach dem Ende von Elektroauto-Subventionen in den USA deutlich gefallen. Der Elektroauto-Pionier brachte weltweit 418.227 Fahrzeuge zu den Kunden, das waren 15,6 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. 

Damit verbuchte Tesla im gesamten Jahr 2025 den zweiten Rückgang der Auslieferungen in Folge. Sie sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.

Eine Rolle beim Rückgang im Schlussquartal dürfte gespielt haben, dass US-Präsident Donald Trump die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf von Elektroautos Ende September auslaufen ließ. Im dritten Quartal schnellten die Tesla-Auslieferungen noch um 7,4 Prozent auf 497.099 hoch, weil viele Interessenten in den USA die Prämie noch mitnehmen wollten. Jetzt kam - wie auch bei anderen Herstellern - der Rückschlag.

Musk: Robotaxis und Roboter sind ohnehin die Zukunft

Firmenchef Elon Musk spielt allerdings die Bedeutung des Autoverkaufs für Tesla herunter und behauptet, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegen werde. In beiden Bereichen steht Tesla erst am Anfang und trifft auf starke Konkurrenz.

So hat Tesla bisher nur ein paar Dutzend Robotaxis in der texanischen Stadt Austin im Einsatz, die zumeist von Aufpassern im Beifahrersitz begleitet werden. Die Google-Schwesterfirma Waymo unterdessen betreibt mehr als 2.500 fahrerlose Wagen in mehreren US-Städten und ist auf Expansionskurs. An humanoiden Robotern unterdessen forschen viele chinesische Unternehmen und US-Firmen wie Agility Robotics und Figure AI. Sie arbeiten bereits daran, die Maschinen in der Industrie einzusetzen.

Musks Politik und Modellwechsel

Das Jahr 2025 lief für Tesla holperig. In den ersten Monaten war Musk in Washington als Trumps Kostensenker im Regierungsapparat aktiv. Dabei ging er eher rabiat vor und brüstete sich unter anderem damit, die Entwicklungshilfe-Behörde "in den Holzhäcksler" geworfen zu haben. Wegen Musks Auftreten und seiner rechten politischen Ansichten wandte sich ein Teil der potenziellen Tesla-Käufer ab. Zu Jahresbeginn wurde Tesla zudem vom Modellwechsel beim Bestseller Model Y gebremst. Teslas futuristisch aussehender Elektro-Pickup Cybertruck wirkt wie ein Flop.

In den USA griffen Autokäufer im vergangenen Jahr unterdessen verstärkt zu Fahrzeugen mit Verbrenner- und Hybrid-Antrieben - und in Europa waren im Elektroauto-Markt andere Hersteller auf dem Vormarsch.

Tesla-Rivale Rivian mit starkem Rückgang

Beim Tesla-Herausforderer Rivian, der bisher nur in Nordamerika aktiv ist, fielen die Auslieferungen im vierten Quartal im Jahresvergleich um gut 31 Prozent auf 9,745 Fahrzeuge. Im gesamten Jahr gab es ein Minus von 18 Prozent auf 42.247 Wagen. Rivian, ein Partner von VW bei der Entwicklung der Elektronik-Architektur künftiger Elektroautos des deutschen Konzerns, will im kommenden Jahr mit einem deutlich günstigeren Modell die Verkäufe steigern.

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