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Konflikt um Arktisinsel: Gabriel warnt vor Eskalation im Grönland-Konflikt

Stern 

Die Arktisinsel Grönland bleibt im Blick. US-Präsident Trump bekräftigt seine Besitzansprüche, europäische Länder schicken Soldaten. Ein früherer Außenminister blickt mit Sorge auf die Entwicklung.

Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel blickt mit Sorge auf den Konflikt um Grönland und die Ansprüche von US-Präsident Donald Trump. "Man stelle sich vor, er macht damit Ernst: Das wäre das Ende der Nato – und das würde unsere Sicherheit mit Blick auf Russland dramatisch gefährden", sagte Gabriel im Interview der "Braunschweiger Zeitung". 

Gabriel betonte, dass es überhaupt nicht klar sei, was passieren werde. "Ich sage nicht, dass es auf jeden Fall so kommt. Versuche, die Bevölkerung Grönlands zu ködern, dürften wahrscheinlicher sein als eine militärische Aktion", sagte der frühe Vizekanzler und Ex-SPD-Chef dem Blatt. So oder so müsse man sich mit der Sache befassen und zum Beispiel über verstärkte Sicherheitsanstrengungen der Nato in der Arktis und auf Grönland sprechen.

Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland war am Mittwoch ohne Einigung zu Ende gegangen. Seit Tagen wiederholt der US-Präsident seine Besitzansprüche auf die Arktisinsel. Alles andere als ein Grönland in der Hand der Vereinigten Staaten sei "inakzeptabel", hatte Trump am Mittwochmorgen auf seiner Plattform Truth Social geschrieben.

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