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Eingewanderte Tierart: Goldschakal streift nun auch durch den Kreis Biberach

Stern 

Ein neuer Goldschakal in Baden-Württemberg - diesmal im Osten des Landes. Was man über das Tier wissen sollte.

Der Goldschakal fühlt sich in Baden-Württemberg mehr und mehr heimisch: Jetzt wurde erstmals ein Exemplar im östlichen Landkreis Biberach nachgewiesen. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg habe eine Fotoaufnahme des Tieres als sicheren Nachweis bestätigt, informierte das Landratsamt Biberach.

Der ursprünglich aus Südosteuropa und Kleinasien stammende Goldschakal ist ein mittelgroßer Wildhund und ähnelt in seinem Erscheinungsbild Fuchs und Wolf. Die hundeartige Tierart erreicht durchschnittlich ein Gewicht zwischen 8 und 16 Kilogramm. Zum Vergleich: Ein Wolf wiegt zwischen 25 und 35, ein Fuchs zwischen 4,6 und 7,7 Kilogramm. Damit ist der Goldschakal deutlich kleiner als der Wolf. Mit ihm ist er allerdings enger verwandt.

Es kommen immer mehr Wildhunde seit 2018 

Der erste Nachweis eines Goldschakals (Canis aureus) in Baden-Württemberg gelang laut der FVA im Jahr 2018. Seitdem wurde die Anwesenheit der Art im Land regelmäßig bestätigt. In den Jahren 2020 und 2021 wurde ein einzelner territorialer Goldschakalrüde im Landkreis Ravensburg nachgewiesen. 2021 wurde im Schwarzwald-Baar Kreis erstmals die Paarbildung und Reproduktion belegt. Dies war die erste nachweisliche Reproduktion in ganz Deutschland. Auch in den Folgejahren konnten dort Welpen nachgewiesen werden. Im Jahr 2024 wurde auch im Landkreis Konstanz die Reproduktion der Tierart bestätigt. 

Erst Ende September 2025 war im Ortenaukreis erstmals ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das Tier wurde im Wald der Gemeinde Sasbach, unweit der Hornisgrinde, von einer Wildkamera fotografiert. Der Goldschakal ist eine in Deutschland geschützte Tierart.

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