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2. Fußball-Bundesliga: Millionen-Summe: Schalke-Genossenschaft kauft Stadionanteile

Stern 

Die auf Schalke gegründete Fördergenossenschaft kauft Stadionanteile für 7,5 Millionen Euro. Was das für die Kontrolle über die Arena und die finanzielle Lage bedeutet.

Gut ein Jahr nach der Gründung der "Auf Schalke eG" hat die Fördergenossenschaft erstmals Anteile an der Arena des FC Schalke 04 gekauft. Für rund 7,5 Millionen Euro erwarb die Fördergenossenschaft einen Teil der Anteile an der Stadiongesellschaft der Veltins-Arena, die bislang der Verein hielt, wie der hoch verschuldete Fußball-Zweitligist mitteilte. 

"Die Fördergenossenschaft macht es möglich, frisches Eigenkapital in den Verein zu bekommen. Wir können dank der Transaktion weiter Verbindlichkeiten abbauen und gewinnen so Stück für Stück neue Handlungsfreiheit in unseren Entscheidungen", sagte das für Finanzen zuständige Schalker Vorstandsmitglied Christina Rühl-Hamers. 

Schalke 04 hat jetzt die meisten Anteile an der Arena

Mit einem Teil dieses Geldes macht der FC Schalke 04 von einem Rückkaufsrecht bei Anteilen Gebrauch, die seit 2009 im Besitz der Stadtwerke Gelsenkirchen lagen. Damit besitzt Schalke nun wieder über 50 Prozent der Anteile an der Arena und hat damit auch wieder die notwendige Stimmenmehrheit für zentrale Entscheidungen. 

Die Fördergenossenschaft "Auf Schalke eG" wurde Ende 2024 gegründet, um Mitgliedern und Unternehmen einen demokratischen Weg zu bieten, Schalke 04 zu unterstützen. Seit rund einem Jahr können rund 190.000 Schalke-Mitglieder und auch Unternehmen zu je 250 Euro Anteile an der Veltins-Arena erwerben, dazu kommen einmalig 75 Euro Eintrittsgeld (500 Euro für Unternehmen), die ausschließlich zu Verwaltungszwecken verwendet werden. 

Mit den Einnahmen sollen vor allem Schulden getilgt werden. Seit dem Zeichnungsstart haben nach Vereinsangaben mehr als 8.000 Mitglieder Anteile im Wert von rund acht Millionen Euro gezeichnet. Letztlich ist das Projekt allerdings weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben - sollte es dem Verein doch möglichst 50 Millionen Euro an Eigenkapital einbringen. Derzeit belasten Verbindlichkeiten im Wert im dreistelligen Millionenbereich den Verein.

Mitteilung Verein

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