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KI-Video: ZDF entschuldigt sich im „Heute-Journal” bei Zuschauern

Stern 

Falsche Szenen aus 2022 und ein KI-Video im Nachrichtenbeitrag: Im „Heute-Journal” räumt das ZDF Fehler ein und bittet die Zuschauer um Entschuldigung.

Das ZDF hat sich im „heute journal” wegen Fehlern in einem Beitrag der Nachrichtensendung entschuldigt. In der aktuellen Sendung sprach die Moderatorin und stellvertretende Chefredakteurin Anne Gellinek von einem „Doppelfehler” und bat die Zuschauerinnen und Zuschauer ausdrücklich um Entschuldigung.

Nach Angaben des ZDF enthielt der Beitrag vom Sonntag über die Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE zwei Fehler. Der Einsatz solcher mit Künstlicher Intelligenz (KI) generierten Bilder und Videos von Menschen, Ereignissen und politischen Zusammenhängen sei im Nachrichtenbereich nicht möglich – Ausnahme sei nur, wenn der Beitrag ausdrücklich KI-Fälschungen thematisiere. In diesem Fall hätte auch eine Kennzeichnung nicht gereicht, hieß es vom Sender. 

ZDF-Nachrichtenchefin spricht von „handwerklichen Fehlern”

Zum anderen habe eine Szene reale Aufnahmen gezeigt, die jedoch aus einem anderen Kontext aus dem Jahr 2022 stammten und nicht von einem aktuellen ICE-Einsatz. Gellinek sprach von „handwerklichen Fehlern”. Dies schmerze sehr, weil die ZDF-Nachrichten sehr viel Kraft investieren würden, geprüfte Informationen zu liefern. „Das ist uns diesmal nicht gelungen”, sagte Gellinek. „Dafür bitte ich Sie, unsere Zuschauer, als ZDF-Nachrichtenchefin ausdrücklich um Entschuldigung. Dieser Beitrag entsprach nicht unseren hohen Standards.”

Zuvor hatte der Sender auf Anfrage mitgeteilt, dass in dem Beitrag zu Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE KI-generierte Bilder verwendet worden seien, die hätten gekennzeichnet werden müssen. Diese Kennzeichnung sei bei der Überspielung des Beitrags aus technischen Gründen nicht übertragen worden.

Geänderte Ausgabe der Sendung 

In der ZDF-Mediathek war zwischenzeitlich eine geänderte Ausgabe der Sendung abrufbar. Die KI-Bilder wurden dort mit anderen Videosequenzen und Standbildern ersetzt. Über Teilen des Beitrags war ein Hinweis eingeblendet, wonach das Video aus redaktionellen Gründen nachträglich geändert worden sei.

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