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Spritpreise: „Wahnsinnige Abzocke“: Klingbeil will Preisgrenzen nach Luxemburger Vorbild

Stern 

Bundesfinanzminister Klingbeil kritisiert bei „Pinar Atalay“ die Mineralölkonzerne. Eine Übergewinnsteuer wegen „Preistreiberei“ an Tankstellen könne er sich gut vorstellen.

SPD-Chef Lars Klingbeil möchte sich angesichts stark gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs an Maßnahmen in Luxemburg orientieren. „Ich finde, wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen“, sagte Klingbeil in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“. Er werbe dafür, dass die Politik „in diese Preistreiberei reingeht“. Zugleich sprach er von einer „wahnsinnigen Abzocke“: „Es gibt teilweise die gleichen Öltanker, die nach Europa kommen – und in vielen europäischen Ländern hat man überhaupt nicht diese Preissprünge wie in Deutschland.“

Klingbeil geht Mineralölkonzerne an

Steuersenkungen seien aber vorerst nicht geplant. Klingbeil warf den Mineralölkonzernen vor, die Lage auszunutzen: „Es wird ja immer offensichtlicher, dass die Konzerne versuchen, jetzt mit dieser Kriegssituation Profit zu machen.“ Neben schärferem Kartellrecht brachte er erneut eine Übergewinnsteuer ins Spiel: „Ich erwarte von der Europäischen Kommission, dass sie das wieder scharfschaltet.“ Diese Einnahmen sollen an die Bürger zurückfließen: „Es kann über die Pendlerpauschale erfolgen oder über Energiesteuern.“ Klar sei: „Wir dürfen nicht zulassen, dass sich multinationale Konzerne auf Kosten der Pendler bereichern – das ist unanständig.“

Die ntv Sendung „Pinar Atalay“ wird am Montag, 23. März 2026 um 20:15 Uhr und 23:30 Uhr auf ntv ausgestrahlt, auf YouTube sowie auf der Streamingplattform RTL+.

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