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Bernhard Brink: "Ich habe gar keine Rente"

Bernhard Brink kündigt seine Abschiedstour an. Mit t-online spricht der Schlagertitan über seine Pläne für Mallorca, seine Rente – und warum er kein Geld für Schmuck ausgibt. Mehr als fünf Jahrzehnte stand Bernhard Brink fast ohne Pause auf Bühnen, in Radiostudios und vor Fernsehkameras. Im kommenden Jahr feiert der Schlagersänger seinen 75. Geburtstag und sein 55. Bühnenjubiläum, am 3. September 2027 startet die Abschiedstournee "Danke für die Zeit" in Halle (Saale). "Das ist jetzt schon eine richtige Befreiung", sagt Bernhard Brink im Gespräch mit t-online. Sein Leben werde er nicht völlig umkrempeln, weiterhin viel Sport treiben. Was er endlich loswerde, sei der Druck im Kalender: "Ich genieße es dann auch, wenn man mal keine Termine hat. Ich hatte jahrzehntelang die Verpflichtung, wöchentlich Radio bei diversen Sendern zu machen und monatlich im Fernsehen aufzutreten. Da war die Woche natürlich immer schnell rum." Ein neuer Wohnsitz auf Mallorca Den Lebensentwurf für die Zeit nach der Tour hatte Brink bereits auf der Pressekonferenz in Berlin angedeutet. Im t-online-Interview wird er konkret: "Jetzt erfüllen wir uns den Traum, dass wir zwischen Berlin und Mallorca pendeln werden." Die Initiative für die Baleareninsel ging von seiner Ehefrau aus. "Ute hatte Mallorca einfach schon immer im Kopf", sagt der Schlagersänger. "Ich fand Mallorca auch immer toll. Ich bin dort schon viel aufgetreten, werde die Insel jetzt aber natürlich privat kennenlernen." "Ich habe gar keine Rente" Doch wie kann sich Brink den neuen Lebensentwurf eigentlich leisten? Auf seinen Rentenbescheid habe er noch nie geschaut. "Ich habe gar keine Rente", stellt der 74-Jährige klar. "Als bei mir damals ein bisschen Geld reinkam, habe ich sofort gemerkt, dass ich für die Zukunft vorsorgen muss." Den Anstoß bekam er früh: "Mein Vater war Architekt und sehr immobilienaffin", erzählt Brink. "Ich habe mich mit Immobilien also sozusagen selbst berentet", fügt er lachend hinzu. "Ich habe gut vorgesorgt." Ersatz gefunden: Vanessa Mai sagt Auftritt ab Michelle: "Ich habe ihn zum Teufel gejagt, ich habe viel geweint" Dabei betont er: "Ich bin keiner, der einfach so Geld rausknallt. Schon gar nicht für Schmuck oder andere sinnlose Dinge." Eine Ausnahme macht der Sänger für sein Hobby. "Ich gebe gerne mal etwas Geld für neue Tennissachen aus. Aber da ist eher meine Frau diejenige, die mich triezen muss und sagt: 'Komm, hol dir mal ein paar neue Sachen.'" Den Umzug nach Mallorca habe er mit Bedacht geplant. "Gerade bei Immobilien" sei das wichtig, so Brink. "Der Schritt jetzt mit Mallorca ist ja auch nicht ganz klein. Da bin ich schon jemand, der mitdenkt." Was sein Vater ihn fürs Leben lehrte Was sich der Sänger noch wünscht? "Ich habe keine großen Träume mehr. Ich habe sie mir alle erfüllt." Das liege vor allem an seiner Frau, fügt Brink lachend hinzu. "Wir sind viel gereist: Ute hat mich um die Welt getrieben, was ich gar nicht unbedingt wollte, weil ich von den vielen kleinen Auftritten müde war", erinnert sich Brink. Vom Tourbusiness habe ihn das nie zurückgehalten: "Ich habe beruflich wirklich ganz Deutschland bereist. Ich habe nicht nur in großen Hallen gespielt. Ich war überall, wo man mich brauchte und wo man Geld bezahlt hat." Das Prinzip stamme aus dem Elternhaus: "Das hat mich mein Vater gelehrt: Du fährst überall hin, wenn du so ein Hobby zum Beruf machst." Eine letzte Tour wartet noch – nach 26 Stationen spielt Brink das Abschiedskonzert am 20. Oktober 2027 in Rosenheim. Danach kommt das Leben zwischen Hauptstadt und Insel.

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