Elfenbeinküste: Deutscher WM-Gegner schockt Frankreich
Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko trifft die DFB-Elf auch auf die Elfenbeinküste. Die Mannschaft hat nun einen Achtungserfolg gefeiert – und lässt damit aufhorchen. Der deutsche WM-Gruppengegner Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) hat mit einem Überraschungssieg gegen Turnier-Mitfavorit Frankreich ein Zeichen Richtung DFB-Elf gesetzt. Die Ivorer bezwangen am Donnerstagabend den zweimaligen Weltmeister in Nantes verdient 2:1 (0:1). Rayan Cherki von Manchester City (45.) traf zur Führung für die Franzosen. Guela Doué (63.) erzielte den Ausgleich und bereitete letztlich auch den verdienten Siegtreffer durch Amad Diallo (84.) durch. Doués Bruder Désiré, frischgebackener Champions-League-Sieger mit Paris Saint-Germain, spielt für Frankreich, blieb aber über die komplette Distanz auf der Bank. Der scheidende Nationaltrainer Didier Deschamps, der nach der WM nach 14 Jahren im Amt geht, verzichtete noch weitgehend auf Spieler von PSG, das am Samstag in einem kräftezehrenden Finale gegen den FC Arsenal erneut die Champions League gewonnen hatte. Von Deschamps PSG-Quintett um Weltfußballer Ousmane Dembélé stand kein Spieler in der Startelf, Dembélé kam wie Doué und Bradley Barcola gar nicht zum Einsatz. Bei den Franzosen begann Bayern-Ass Michael Olise und spielte bis zu seiner Auswechslung nach Halbzeit eins gut. Bei den Gästen blieb Leipzigs Jungstar Yan Diomande bei seinem Startelfeinsatz unauffällig. Der Hoffenheimer Bazoumana Touré wurde eingewechselt. Vor der Abreise nach Nordamerika trifft Frankreich in einem finalen Test am Montag in Lille auf Nordirland. Das erste WM-Spiel bestreiten die Franzosen am 16. Juni gegen Senegal, danach geht es gegen Irak und Norwegen. Die Ivorer spielen am 20. Juni gegen Deutschland, zuvor gegen Ecuador und zudem gegen Curacao.