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WM 2026: Vinicius Junior rettet Brasilien vor Auftaktpleite gegen Marokko

Im Duell mit Marokko tut sich der fünfmalige Weltmeister lange schwer. Ein Geniestreich bringt die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti zurück ins Spiel. Dann wird es spannend. Brasilien hat in seinem Auftaktspiel bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko einen Fehlstart nur knapp verhindert. Der fünfmalige Weltmeister kam in der Nacht zu Sonntag deutscher Zeit nur zu einem 1:1 (1:1) gegen den Überraschungs-Vierten von 2022, Marokko. Ismael Saibari (21.) hatte die in der Anfangsphase furios aufspielenden Nordafrikaner in Führung gebracht, Vinícius Júnior (32.) erzielte den Ausgleich für die Mannschaft von Star-Trainer Carlo Ancelotti , die mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie kam, am Ende offensiv aber zu uninspiriert agierte. Brasilien, das den bislang letzten seiner insgesamt fünf WM-Titel vor 24 Jahren gewonnen hat, gehört beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko nicht zu den großen Favoriten. Den kniffligen Auftakt vor 80.663 Zuschauern hat die Seleção aber immerhin schon mal ohne größeren Schaden überstanden. Der WM-Vierte von 2022 dürfte der schwierigste Gegner in Gruppe C gewesen sein. In ihrem zweiten Vorrundenspiel treffen die Brasilianer auf Außenseiter Haiti, die hoch gehandelten Marokkaner bekommen es mit Schottland zu tun. So lief das Spiel Marokko forsch, Brasilien fahrig: So sah das Spiel in der ersten halben Stunde aus. Die Nordafrikaner traten wie erwartet selbstbewusst auf und ergriffen die Initiative, die Südamerikaner leisteten sich viele Ungenauigkeiten und boten dem Gegner mitunter erstaunlich große Räume an. Das konnte weder Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti gefallen noch seinem verletzten Altstar Neymar , der zwar nicht zum Kader gehörte, aber in einem Trainingsshirt auf der Bank saß. Die Führung der Marokkaner war nicht nur verdient, sondern auch blitzsauber herausgespielt. Real-Star Brahim Díaz bediente Saibari mit einem herrlichen Steilpass – und der traf mit einem Lupfer über Keeper Alisson hinweg zum 1:0. Der FC Bayern München will den 25 Jahre alten Offensivmann der PSV Eindhoven verpflichten. In dieser Szene wurde einmal mehr deutlich, warum. Die Seleção war nun umso mehr gefordert, allen voran Vinícius Júnior – und der lieferte. Das 1:1 durch den polarisierenden Edeltechniker kam zwar mehr oder weniger aus dem Nichts, war aber ein Traumtor. Wuchtig versenkte er die Kugel nach einer feinen Einzelaktion auf der linken Seite im rechten Eck. Brasiliens Fans, in der imposanten Arena vor den Toren New Yorks klar in der Überzahl, waren nun wieder voll da – und Vinícius Júnior heizte sie mit seinen Gesten weiter an. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ sie Lucas Paquetá mit einem Seitfallzieher staunen, doch Marokkos Torwart Bono parierte. Nach dem Seitenwechsel traten die Brasilianer deutlich kontrollierter auf als noch im ersten Durchgang. Igor Thiago scheiterte an Bono (52.), Raphinha verpasste eine scharfe Hereingabe am Fünfmeterraum nur knapp (67.). Und Marokko? Ließ sich vorn nur noch überraschend selten blicken. Auch in der Schlussphase war der Rekordweltmeister, inzwischen mit dem früheren Bundesligaprofi Matheus Cunha im Sturm, näher am Siegtreffer als der Afrika-Champion. Raphinha tauchte noch zweimal gefährlich vor Marokkos Tor auf, letztlich musste sich Brasilien mit dem einen Punkt aber begnügen.

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