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Freie Tankstellen: Spritpreis steigt erst Mittwoch-Mittag

Der Branchenverband bft erwartet, dass es erst zwölf Stunden nach dem Ende des Steuerrabatts an der Zapfsäule deutlich teurer wird. Die 12-Uhr-Regel ist ihm nicht nur deswegen ein Dorn im Auge. Der Tankstellenverband bft erwartet, dass das Ende des Tankrabatts in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erst am folgenden Mittag an den Zapfsäulen durchschlägt. Um Mitternacht, wenn der Steuervorteil endet, könne man die Preise wegen der 12-Uhr-Regel nicht erhöhen, sagt der Vorstandsvorsitzende Carsten Müller. Und auch eine Erhöhung bereits am Mittag davor sei nicht umsetzbar, da die großen Mineralölgesellschaften dies aus Angst vor Shitstorms nicht täten. Der bft vertritt kleine und mittelständische Betriebe. Die Abkürzung steht für "Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler". Müller äußerte sich insgesamt äußerst kritisch zur 12-Uhr-Regel. Sie haben weder den Verbrauchern noch dem Tankstellenmittelstand genützt. Letzterer leide zudem darunter, dass das Mittagsgeschäft durch die Regel praktisch tot sei. Inzwischen häufe sich der Absatz am Vormittag. Von 12.00 bis 14.00 Uhr verkauften die Tankstellen dagegen so gut wie keinen Kraftstoff, heißt es vom bft. Dann zu schließen sei aber auch keine Option, die Verbraucher erwarteten einfach, dass Tankstellen offen seien. Hoffnung, dass die 12-Uhr-Regel wieder abgeschafft wird, hat der bft allerdings kaum. Es würde in den Augen des Verbandes allerdings schon helfen, den Zeitpunkt für die Preiserhöhung auf den Abend zu legen. Das würden möglicherweise auch Verbraucherschützer begrüßen, diese hatten an der 12-Uhr-Regel unter anderem kritisiert, dass es für Verbraucher schwierig sei, am Vormittag zu tanken, wenn Sprit am günstigsten ist.

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