"Nicht sehr fair": Mats Hummels tritt gegen Julian Nagelsmann nach | WM
Der Weltmeister von 2014 hatte sich mit eindringlichen Worten für ein Ende der Amtszeit des Bundestrainers ausgesprochen. Nun offenbarte er: Der Forderung lag vielleicht auch ein persönliches Erlebnis zugrunde. Mats Hummels hat offen zugegeben, dem nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale stark unter Druck stehenden Bundestrainer Julian Nagelsmann eine Entscheidung noch Jahre später nachzutragen: "Ich bin natürlich von der Geschichte um die Heim-EM 2024 beeinflusst", sagte Hummels am Dienstag vor dem Spiel Frankreich gegen Schweden im Gespräch mit Moderatorin Laura Wontorra bei Magenta TV. "Da ist nicht alles sehr fair und ehrlich mit mir gelaufen", fuhr der Ex-Nationalspieler fort. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren hatte Nagelsmann Hummels nicht für die Europameisterschaft im eigenen Land berücksichtigt, ebenso wie Leon Goretzka . "Am Ende muss ich als Cheftrainer aber eine Entscheidung treffen im Sinne der Mannschaft", erklärte er damals dazu. Ein entscheidender Punkt sei, "dass jeder Spieler seinen Charakter, seine Wesenszüge hat." Dadurch sei die Entscheidung gegen Hummels als Ersatz auf der Bank der DFB-Elf gefallen. "Müssen wir in einem privaten Gespräch aufräumen" Hummels nun dazu: "Das müssen wir irgendwann nochmal in einem privaten Gespräch aufräumen. Das ist bisher nicht passiert." Direkt nach der 4:5-Niederlage der DFB-Elf im Elfmeterschießen gegen Paraguay hatte Hummels die Trennung vom Bundestrainer gefordert und räumte nun ein, wegen dieser persönlichen Erfahrung wohl voreingenommen zu sein. "Deswegen bin ich logischerweise emotional in eine Richtung gedrängt", sagte der 37-Jährige weiter. Aber Hummels blieb dabei: "Jetzt gerade, wenn man die Faktenlage so sieht, würde ich sagen: Es muss sich auf der Trainerposition etwas ändern."