"Ich beichte": Kaum bekanntes Werk von Hitchcock bei Apple-TV
Alfred Hitchcock hat mit seinen Thrillern Meisterwerke geschaffen, die fast jeder kennt. "Ich beichte" gehört zu seinen weniger bekannten Produktionen. "Die Vögel", "Psycho" oder "Das Fenster zum Hof": Als Meister der Spannung hat sich der britische Filmemacher Alfred Hitchcock in der Kinogeschichte verewigt. Seine 53 Filme umfassen den Einblick in menschliche Abgründe, grausame Verbrechen oder in die undurchdringliche Agentenwelt. Sein 1950er-Krimi "Ich beichte" zählt zu den wenigen seiner Produktionen, die sogar ins Noir-Genre einzuordnen sind. Darum geht es in "Ich beichte" Pater Michael Logan (Montgomery Clift) hat viele Geständnisse gehört. Doch als er eines Tages die Beichte des befreundeten Hausmeisters Keller (O. E. Hasse) abnimmt und erfährt, dass dieser einen Mord begangen haben soll, sieht er sich in einer Zwickmühle: Das Beichtgeheimnis hindert ihn daran, die Tat zu melden. Da Keller den Tatort in einer Priesterkutte verlassen hat, fällt der erste Verdacht der Polizei auf Logan. Alle anderen Priester haben ein wasserfestes Alibi, welches Logan ebenfalls vorweisen könnte. Doch sein Gewissen hindert ihn daran, seinen Freund einfach an die Ermittler auszuliefern. So sehenswert ist "Ich beichte" Obwohl "Ich beichte" dem Publikum weniger geläufig ist als Kultfilme wie "Der unsichtbare Dritte" oder "Immer Ärger mit Harry", schneidet er bei der internationalen Kritik gut ab. Laut dem Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" spricht die weltweite Presse ihm 84 Prozent zu, während das Publikum mit 76 Prozent einstimmt. Von der Filmdatenbank "IMDb" gibt es 7,2, Punkte von möglichen zehn. Aktuell steht der Thriller bei Apple TV zum Kaufen und Leihen in der Mediathek bereit. Alternativ kann Hitchcocks zu Unrecht vergessenes Werk auch bei Magenta TV geliehen und gekauft werden. Noch kein Abonnent? Mit Magenta TV erhalten Sie Disney+, Netflix , RTL+, Apple TV, Dazn , Paramount+ und WOW zum Vorteilspreis in einem Abo . Hitchcocks Beitrag zum Film Noir Spannung war für Alfred Hitchcock das oberste Gebot, was seine Filme miteinander verbindet. Dennoch sind die einzelnen Titel mit unterschiedlichen Genre-Elementen versehen, die den Unterschied ausmachen. "Ich beichte" ist hierbei in die Kategorie Film Noir einzuordnen, die Hitchcock sonst seltener bediente. Die pessimistische und erdrückende Grundstimmung bildet die Basis, auf der sich Pater Logan mit moralischen Konflikten auseinandersetzt. Dabei ist weniger die Frage, wer den Mord wirklich begangen hat, sondern wie sich ein Geistlicher in solch einer angespannten Situation verhält. Steht er dem Recht bei? Oder entscheidet er sich für seine göttliche Pflicht? Die Schwarz-Weiß-Bilder und das kirchliche Setting runden die belastende Atmosphäre ab. Ein ungewöhnlicher Versuch von Hitchcock, den Puls in die Höhe zu treiben. Bei der Uraufführung in Cannes im Jahr 1953 zeigten sich die Kritiker zurückhaltend, wie der Filmblog "Der Film Noir" berichtet. Heute gilt die konfliktreiche Geschichte von Moral und Gewissen als unterschätztes Werk.