Wegen Munitionsmangel: US-Regierung sucht nach Maulwurf im Pentagon
Die US-Regierung dementiert, dass man aufgrund des Iran-Kriegs Probleme mit den Munitionsbeständen habe. Intern sollen deswegen aber Mitarbeiter Lügendetektortests absolvieren. Wegen eines Berichts über Munitionsmangel bei den US-Streitkräften hat das Pentagon laut Medienberichten mit Lügendetektor-Tests bei hochrangigen Militärangehörigen begonnen. Etwa 50 Mitglieder des Planungs- und Beratungsstabs des Verteidigungsministeriums seien verpflichtet worden, die sogenannten Polygrafentests zu absolvieren, berichtete die "New York Times" am Freitagabend (Ortszeit). Auch CBS News berichtete über den umfangreichen Einsatz von Lügendetektoren um herauszufinden, wie als geheim eingestufte Informationen über die Munitionsbestände in die Hände von Journalisten gelangten. Generalstabschef Dan Caine sei nicht getestet worden. Beide Medien beriefen sich auf namentlich nicht genannte Beamte. Pentagon unter Hegseth: Ihm gehen die Topleute aus Trump im Weißen Haus: Alle Informationen im Newsblog Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP wollte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sean Parnell, die Berichte nicht kommentieren und erklärte, er äußere sich nicht zu "internen Personal- oder Ermittlungsangelegenheiten". Das Pentagon nehme aber "alle Leaks klassifizierter Informationen zur nationalen Sicherheit äußerst ernst und gehe ihnen entsprechend nach". Dies sei "entscheidend, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten und unserer weltweit eingesetzten Truppen zu gewährleisten". Im Juli hatten US-Medien berichtet, dass Washington wegen Versorgungsbedenken nach mehreren Monaten Krieg gegen den Iran seine Munition rationiere. Regierungsvertreter wiesen die Berichte vehement zurück. Präsident Donald Trump erklärte, die USA hätten "riesige Mengen" Munition, räumte jedoch ein: "Von einigen der hochentwickelten Sachen hätten wir sicherlich gerne mehr."