Joanna Wietrzyk: Hyrox-Athletin entschuldigt sich nach Durchfall-Unfall
Weil sie ein Rennen trotz einsetzenden Durchfalls beendete, zog Joanna Wietrzyk viel Kritik auf sich. Jetzt hat sie sich öffentlich entschuldigt. Die australische Athletin Joanna Wietrzyk hat sich für ihren Durchfall-Unfall bei einem Hyrox-Rennen in Peking entschuldigt. Am vergangenen Wochenende hatte sie während des Fitness-Wettbewerbs die Kontrolle über ihren Darm verloren – und lief trotzdem weiter bis ins Ziel. Sie gewann das Rennen sogar. Neben Läufen zählen physische Übungen wie Burpee Broad Jumps, Sandbag Lunges und Wall Balls zum Programm von Hyrox-Wettbewerben. Durchfall im Rennen: Athletin löst Regeländerung aus Weil sich Hyrox-Teilnehmer Strecke und Geräte teilen, zog der Vorfall heftige Kritik nach sich und zwang die Veranstalter zum Handeln. Spucken oder das Schnäuzen auf den Boden konnte bereits vor dem Vorfall mit einer Zeitstrafe geahndet werden. Für einen Fall wie diesen fehlte dagegen jede Regelung. Dies holten die Veranstalter nach dem Vorfall nach und überarbeiteten das Regelwerk: Stellen Blut, Erbrochenes, Urin oder Fäkalien ein Gesundheits- oder Kontaminationsrisiko dar, kann die Rennleitung einen Athleten künftig aus medizinischen Gründen aus dem Wettkampf nehmen. Unmittelbar nach dem Vorfall hatte sich Wietrzyk in ein Krankenhaus begeben. Von dort hatte sie eine Story auf Instagram gepostet mit den Worten: "Sieg ist Sieg." Nach viel Kritik löschte sie den Beitrag jedoch wieder und blieb für einige Tage still. Nun schrieb sie ebenfalls bei Instagram: "Ich möchte mich aufrichtig beim chinesischen Volk, meinen Mitstreitern, den Zuschauern und den Hyrox-Veranstaltern für das entschuldigen, was während des Rennens in Peking geschehen ist." "Ich übernehme die Verantwortung" Zu Beginn des Rennens habe sie sich "vollkommen fit und gesund" gefühlt. "Rückblickend bedauere ich die Entscheidung, die Strecke nicht verlassen zu haben. Mir ist klar, dass ich eine andere Entscheidung hätte treffen sollen", so Wietrzyk. "Ich übernehme die Verantwortung für meine Entscheidung, weiterzumachen, und die Unannehmlichkeiten und Störungen, die dadurch verursacht wurden, tun mir zutiefst leid." Sie werde aus der Erfahrung lernen, unter anderem, "dass es im Leben mehr gibt als Wettkämpfe und dass man wissen muss, wann es richtig ist, einen Schritt zurückzutreten." Sie habe deshalb beschlossen, sich rückwirkend von dem Rennen zurückzuziehen und auf alle erzielten Punkte zu verzichten. Zudem bedankte sie sich bei allen, die er zur Seite gestanden hätten. "Das bedeutet mir mehr, als ich im Moment in Worte fassen kann. Ich werde mir etwas Zeit nehmen, um mich zu erholen, nachzudenken und mich fernab vom Trubel um mich selbst und meine Familie zu kümmern", schließt sie ihr Statement.