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Berlin-Wahl: Issa Remmo aus Linken-Wahlparty verwiesen

Clan-Boss Issa Remmo macht den Wahlsiegern in Berlin uneingeladen seine Aufwartung. Neben ihm steht offenbar ein Anhänger einer extremistischen Anti-Israel-Gruppe. Remmo wird schließlich wohl aus dem Saal verwiesen. Bei der Wahlparty des Berliner Linken-Bezirksverbands Neukölln ist am Abend überraschend Issa Remmo aufgetaucht, das Oberhaupt der berüchtigten Berliner Clanfamilie Remmo. Über die kurze Visite berichten übereinstimmend die "Berliner Morgenpost" und die "Bild"-Zeitung. Die Neuköllner Linke distanzierte sich von dem Besucher, und betonte, dass es weder politische noch persönliche Beziehungen zu dem Mann gebe. Auch ein weiterer Gast löste Kritik aus. Ein Journalist der "Berliner Morgenpost" teilte ein Foto in den sozialen Medien, das Remmo neben zwei Männern stehend auf der Wahlparty in Neukölln zeigt. Der gemeinnützige Verein democ teilte das Bild daraufhin bei X. Demnach soll einer der Begleiter Remmos der Anti-Israel-Aktivist Ibrahim Ibrahim sein. Auch der "Tagesspiegel" teilte ein Foto aus den sozialen Medien, auf dem der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak offenbar auf der Wahlparty neben Ibrahim steht. Schon 2025 war Ibrahim bei Veranstaltungen von Amnesty International und der Neuköllner Linken aufgetreten. Ibrahim gilt als führender Unterstützer der links-säkularen Terrororganisation "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PFLP) in Deutschland und trat in Berlin als Vertreter des "Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees" (VPNK) auf. Die Gruppe wird vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft. Ibrahim bezeichnete Sinwar als "Märtyrerhelden" Der Organisation democ zufolge hatte er in der Vergangenheit etwa den früheren Chef der Terrororganisation Hamas, Jahja Sinwar, als "standhaften Führer" und "Märtyrerhelden" bezeichnet. Sinwar war Hamas-Führer im Gazastreifen und maßgeblich für die Koordination des Massakers vom 7. Oktober verantwortlich. Er starb im Oktober 2024 bei einem Gefecht mit israelischen Soldaten in Rafah. Remmo wird von Wahlparty verwiesen Der Berliner Journalist Yossi Bartal, der nach eigenen Angaben bei der Wahlparty anwesend war, schilderte auf Bluesky, er habe Remmo auf der Feier erkannt und das Organisationsteam informiert. Anschließend sei Remmo "sehr deutlich aus dem Saal verwiesen" worden. Die Veranstaltung sei sehr voll und laut gewesen, jeder habe sie betreten können, schrieb Bartal weiter. Auch Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bestätigte inzwischen, dass Remmo die Veranstaltung verlassen musste. Er sei ihres Wissens nicht eingeladen gewesen und nach seiner Entdeckung hinausgeschickt worden, sagte sie im RBB-Inforadio. "Mit organisierter Kriminalität wollen wir wirklich nichts zu tun haben", erklärte Eralp. Antisemitismus-Debatte holt die Linke ein Die Berliner Linke wird regelmäßig mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert. Ende August hatte etwa ein umstrittener Rapper bei einer Veranstaltung der Partei ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza mit Zeilen wie "Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza" sowie "Death to the IDF" (Tod der israelischen Armee) gesungen. Intifada bezeichnet Aufstände in Palästina gegen die israelische Besatzung Ende der 1980er- und Anfang der 2000er-Jahre mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen und sehr vielen Toten auf beiden Seiten. Spitzenkandidatin Elif Eralp kritisierte den Auftritt deutlich, Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen seien "absolut inakzeptabel". Die Verantwortlichen in Neukölln hätten intervenieren müssen – sie taten es aber nicht. Vor allem aufgrund der Antisemitismus-Debatten hat die CDU schon mehrfach gefordert, dass die Partei vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet werden sollte. Der Landesvorstand der Partei hat dazu auf einer Klausurtagung sogar einen Beschluss gefasst. Darin heißt es, jüngste Entwicklungen in der Linken zeigten, "dass antisemitische und israelfeindliche Positionen in Teilen dieser Partei strukturell verankert sind".

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