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Ed Sheeran bricht auf Bühne in Tränen aus – Kontroverse mit Folgen

Nach dem Tour-Wirbel um US-Rapper Macklemore spricht Ed Sheeran erstmals offen über die seit Tagen andauernde Kontroverse. Dabei berichtet er auch von Zweifeln. Popstar Ed Sheeran hat live auf der Bühne zu den seit Tagen hochkochenden Diskussionen um seine Tour Stellung genommen. Am Wochenende fand das erste Konzert des Briten nach dem Tour-Ausschluss von US-Rapper Macklemore statt. Dieser war wegen pro-palästinensischer Äußerungen aus dem Vorprogramm seiner US-Tour gestrichen worden. Eine Entscheidung, die in den vergangenen Tagen massive Kritik zur Folge hatte. "Bevor ich jetzt einige Songs spiele, ist es hoffentlich okay, dass ich jetzt einige Worte sage zu dieser vergangenen Woche", sagte Sheeran mit ernstem Blick. Videoausschnitte seiner Stellungnahme verbreiteten sich in den sozialen Medien. Darin ist die fast sechsminütige Rede Sheerans zu sehen – und wie sehr der Popstar mit seinen Emotionen ringt. Nach wenigen Minuten kommen dem 35-Jährigen die Tränen. Dass seine Musik kritisiert werde, sei er gewohnt, führte Ed Sheeran aus. "Aber in dieser Woche habe ich Kritik zu etwas viel Wichtigerem bekommen, und ich musste schwierige Entscheidungen treffen, und ich mache Fehler, und es tut mir so, so leid." In seiner Rede räumte Sheeran sogar ein, an seiner Zukunft als Musiker gezweifelt zu haben. "Ich wusste wirklich nicht, ob diese Tournee weitergehen würde", sagte er. "Ich wusste wirklich nicht, ob ich überhaupt noch einmal auf die Bühne gehen würde, ob ich überhaupt noch Künstler sein wollte." Seine Fans stärkten ihm jedoch den Rücken. Gerade diese immense Unterstützung bedeute ihm alles, so Sheeran. In diesen Tagen habe er gemerkt, "wer wirklich zu ihm steht" und auf wen er sich verlassen könne. In solchen Situationen merke man erst, "wer deine Freunde sind", sagte er, und seine Fans jubelten ihm lautstark zu. Worum es bei der Kontroverse geht Der US-Rapper Macklemore hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass er nach pro-palästinensischen Äußerungen aus dem Vorprogramm von Sheerans restlicher "Loop"-Tour gestrichen worden sei. Macklemore, der mit bürgerlichem Namen Benjamin Haggerty heißt, äußert sich seit Jahren pro-palästinensisch und nutzt die Bühne häufig dafür, seine Solidarität deutlich zu machen – so auch zuletzt bei Ed-Sheeran-Konzerten. Mehrere jüdische Organisationen riefen Sheeran daraufhin dazu auf, Macklemore auf der Tour nicht weiter auftreten zu lassen. Dem US-Rapper wird auch immer wieder vorgeworfen, in Auftritten und Liedtexten antisemitische Stereotype zu bedienen, was der Künstler bestreitet. Nach seinem Rausschmiss solidarisierten sich zahlreiche Musiker mit Macklemore und sagten ihre Auftritte als Support-Acts von Sheeran ab. Dieser hatte betont, der Rausschmiss von Macklemore sei die Entscheidung des Tourveranstalters gewesen, nicht seine. Ed Sheeran spricht politische Weltlage an Die Kontroverse habe ihn "in die Mitte eines wichtigen und leidenschaftlichen Streits über die Redefreiheit und das komplexeste politische Thema des Planeten" geworfen, erläuterte Sheeran am Samstagabend. Er habe in der Vergangenheit versucht, kein "politischer Kommentator" zu sein. Bei seinen Konzerten solle es immer um "Zusammenhalt" gehen, erläuterte er zudem. Er verurteilte sowohl das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel als auch das israelische Vorgehen im Gazastreifen scharf. Was in Gaza geschehe, sei "katastrophal, nicht zu rechtfertigen und unverhältnismäßig". Ed Sheeran begann seine aktuelle Tour bereits im Januar in Auckland, Neuseeland . Auf dem Plan stehen noch einige weitere Auftritte, bevor die Tournee mit einem Konzert in Mexiko im Dezember endet. Am Ende des Konzerts sprach Sheeran davon, dass die Welt und Amerika momentan "ein beängstigender Ort" seien. Mit Blick auf den Rückhalt seiner Fans sagte der Musiker: "Das hier gibt Hoffnung."

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