"Tatort": Neuer ARD-Krimi schneidet bei Lesern schlecht ab
In der t-online-Debatte erhielt die Kölner "Tatort"-Episode "Die letzten Menschen von Köln" überwiegend schlechte Bewertungen. Woran lag es? Fünf Personen proben den Weltuntergang im Bunker – vom Übungsleiter "die letzten Menschen von Köln" genannt. Doch der sechste Teilnehmer fehlt: Linus wurde im Park mit einem Jagdmesser ermordet, bevor er es zum Survival-Workshop schaffen konnte. Die Ermittlungen im sogenannten Prepper-Milieu treffen jedoch keinen Nerv beim Publikum. "Zäh wie altes Kaugummi!" schreibt Leser Stefan Haas und teilt damit die Meinung vieler, die sich eine greifbarere Geschichte gewünscht hätten. Nur 6 Prozent der Leser wählten in der t-online-Abstimmung die Schulnote 1 für den Film. Note 2 bekam er von 16 Prozent der Nutzer, während 18 Prozent für Note 3 und 13 Prozent für Note 4 stimmten. Die meisten Stimmen entfielen aber auf die schlechtesten Bewertungen: 21 Prozent wählten Note 5 und 26 Prozent Note 6 (Stand 13 Uhr). Die t-online-Debatte: So bewerten Leser den "Tatort" Katharina Schüttler: " Diese Geschichten werden nicht mehr erzählt " Die Handlung beschreiben die Leser in mehreren Kommentaren mit den Wörtern "langweilig" und "unrealistisch". Dirk Schulze wünscht sich statt der komplizierten Geschichten lieber einen simplen Bankraub und Ingo Lokenberg fragt sich, warum trotz der Bombenentschärfung in der Nähe des Polizeipräsidiums alle dort weiterarbeiteten. Kriminalbeamter ist von Handlung enttäuscht Auch Sieghart Blankenhagen zeigte sich enttäuscht: "Als echter Kriminalbeamter muss ich leider hier auch mit 'ungenügend' kommentieren. Im echten Dienst schon viele Geschichten erlebt, aber dann doch irgendwie erklärbar und lebensnah. Hier tat ich mich schwer und habe vor dem Ende abgeschaltet." Die Rekonstruktion des Tathergangs frustrierte ebenfalls. Thomas Dieing bemängelte: "Der Zuschauer konnte den Täter erst in den letzten Minuten logisch ermitteln, weil der Sohn zu spät ins Bild kam." Auch ein technisches Manko führte zu Frust: Christine von Eiff schreibt, dass sie für einige Sequenzen Untertitel nutzen musste und Wiltfried van Schwartzenberg spricht von "Genuschel oder Flüstern", das man kaum verstehe. "Die Schauspieler können nichts dafür" Besser als das Drehbuch kommen die Schauspieler Klaus J. Behrendt (spielt Max Ballauf) und Dietmar Bär (spielt Freddy Schenk) weg, denen Leser Clemens Tritt ein "gutes Schauspielerpotenzial" bescheinigt. Alexander von Dercks meint: "Die Schauspieler waren wie immer super, die können nichts dafür." In den Kommentaren der Leserdebatte gibt es jedoch auch Stimmen, die dem Film insgesamt ein positives Zeugnis ausstellen und ihn für die Themenwahl loben. Martina Behn zeigt sich nach dem "Tatort" nachdenklich: "Die politische Lage triggert viele Menschen, und leider verstärkt sie pathologisches Denken." Trotz aller Kritik erreichte der "Tatort" gestern eine Einschaltquote von 30,8 Prozent mit 7,37 Millionen Zuschauenden. Diesen Sonntag fällt der "Tatort"-Termin wegen der Nations League aus. Am 04.10.2026 läuft der Film "Explosive Mischung" aus Ludwigshafen .