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Stefan Kretzschmar über Wechselwunsch von Golla: "Es gibt kein Zurück mehr"

Stefan Kretzschmar äußert sich zum Wechselwunsch von DHB-Kapitän Johannes Golla. Dabei spricht der TV-Experte auch einen heiklen Nebenaspekt der Personalie an. Der frühere Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar hat sich zum Wechselwunsch von DHB-Kapitän Johannes Golla geäußert. Im Dyn-Podcast "Kretzsche & Schmiso" beschrieb er vor allem die Lage der MT Melsungen als kaum auflösbare Situation. Egal, wie der Klub reagiere, könne er aus seiner Sicht nur verlieren. Golla hatte seinen Wechselwunsch von der MT Melsungen zurück zur SG Flensburg-Handewitt zuvor in einer Instagram-Story öffentlich gemacht. Erst im vergangenen Sommer wechselte er an seine alte Wirkungsstätte zurück. Als Grund für den Transferwunsch in den Norden nannte er eine Gefährdung seiner mentalen Gesundheit. Kretzschmar sieht damit auch die öffentliche Debatte für den Verein in eine Richtung festgelegt. "Eine absolute Unart" : Nächste strittige Aktion von Cucurella Kampfansage vom Gegner : Boateng-Debüt bei deutschem Trainer-Derby "Aber jetzt ist klar: Es gibt kein Zurück mehr, die Karte ist gespielt und beim Thema mentale Gesundheit versteht da draußen auch keiner Spaß. Du kannst als MT Melsungen jetzt nicht mehr gewinnen", so der TV-Experte. Vergleich mit Welthandballer Mathias Gidsel Kretzschmar versuchte auch, die Perspektive des Vereins nachzuzeichnen. Dafür verwies er auf seine eigene Zeit als Sportvorstand der Füchse Berlin und zog einen Vergleich. "Und wenn ich mir überlege [...] Mathias Gidsel wäre zu mir gekommen in meiner Zeit bei den Füchsen und hätte zu mir gesagt [...] 'Ich muss zurück in die Heimat'. Das hätte ich doch niemals zulassen können, weil er mein Schlüsselspieler ist." Er fügt hinzu: "Ich kann ja nicht meine sportliche Perspektive so dermaßen aufs Spiel setzen." Nach Kretzschmars Einschätzung stünde nun vor allem die Abwicklung der möglichen Rückholaktion im Fokus: "Jetzt geht es darum wie viel Ablöse zahlt Flensburg, wann geht er, wie kriegt man das in der Saison noch gerettet? Jetzt geht es um die Verhandlungen." Vereinsvorstand der MT Melsungen Andreas Mohr und Sportchef Jesper Larsson erklärten in einem gemeinsamen Statement zuletzt, der Klub sei grundsätzlich gesprächsbereit, pochte aber zugleich auf Vertragstreue. Kretzschmar: "Weiß nicht, ob ich das so fair finde" Der frühere Linksaußen äußerte sich zudem kritisch zur rechtlichen Begleitung des Falls. Golla soll sich dabei auf einen Beistand verlassen, der dem Beirat der SG Flensburg-Handewitt zugeordnet wird: "Weiß ich nicht, ob ich das so sportlich fair finde und ob das alles dann so glattläuft. Da ist der Fairness-Gedanke für mich schon gerade ein bisschen ausgehebelt." Gollas Vertrag bei der MT läuft nach Vereinsangaben bis 2031. In seinem Vertrag soll zudem eine Ausstiegsklausel stehen, die laut übereinstimmenden Berichten erst 2029 greift. Dann wäre eine Ablöse von mindestens 350.000 Euro fällig, für einen Wechsel bereits im Sommer 2027 fordere Melsungen laut einem Bericht der "Bild" mindestens 1,5 Millionen Euro.

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